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Trotz Gesprächen mit den USA Nordkorea testet neue «Hightech»-Waffe

  • Nordkorea hat gemäss Berichten von Staatsmedien eine neue «Hightech»-Waffe getestet.
  • Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap ist unklar, um welche Waffenart es sich handelte.
Legende: Video Aus dem Archiv: Nordkorea von USA enttäuscht abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.07.2018.

Nordkorea spricht von einer ultramodernen und taktischen Waffe – ohne genauere Angaben zu machen. Kim Jong-un habe die Teststelle eines nationalen Verteidigungsinstituts besucht.

Rätseln über Art der Waffe

Zunächst weist nichts auf einen atomaren Test hin. Die Verwendung des Wortes «taktisch» bei der Beschreibung der neuen Waffe deutet vielmehr daraufhin hin, dass keine ballistische Langstreckenrakete und kein atomarer Sprengkörper verwendet wurden.

USA geben sich weiter zuversichtlich

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Wenige Stunden nach Verkündung des Waffentests veröffentlichte das US-Aussenministerium eine Erklärung. Darin wird auf die laufenden Gespräche mit Nordkorea über die Umsetzung der Beschlüsse von Singapur verwiesen. Das Aussenministerium zeigte sich «zuversichtlich», dass die in Singapur gemachten Zusagen von beiden Seiten eingehalten würden.

Kim Jong-un hatte in den letzten Jahren das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm vorangetrieben. Doch US-Präsident Donald Trump hat zuletzt regelmässig von grossen Fortschritten bei den Verhandlungen mit Nordkorea gesprochen.

Experte spricht von Signal an die USA

An einem historischen Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump hatte Kim im Sommer seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekundet – konkrete Zusagen wurden aber keine gemacht. Auch ist noch unklar, wie die Gegenleistungen der USA aussehen. In den nächsten Monaten soll es ein zweites Treffen Trumps mit Kim geben.

Yang Moo Jin von der Universität für Nordkorea-Studien in Seoul sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Test sei ein «Signal an die USA», dass Nordkorea in den Gesprächen langsam die Geduld verliere. Pjöngjang fordert eine Lockerung der gegen das Land verhängten Sanktionen. Washington verlangt dagegen zuerst eine «endgültige, vollständig überprüfte» Denuklearisierung.

US-Bürger soll ausreisen können

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Nordkorea will laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA einen seit Oktober inhaftierten Amerikaner ausweisen. Der Mann namens Bruce Byron Lowrance sei illegal von China aus nach Nordkorea eingereist, berichtete die Agentur. Er habe bei seiner Festnahme angegeben, er sei von der CIA gesteuert.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Moser (AM)
    Wäre ich Kim, würde ich auch nicht abrüsten... Sobald er keine Gefahr mehr für die Amerikaner und Südkorea ist, werden diese nicht zögern, Kim kaltblütig auszuschalten!
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Hinter der ganzen Provokation Nordkoreas, steht entweder China und/oder Russland gemeinsam mit Kim Jong-Un. Von alleine würde es Kim Jong-Un sicherlich nicht wagen oder fertigbringen, sich so konfrontativ in Szene zu setzen. - Es wird da von allen Teilnehmern wohl mit falschen Karten gespielt. Man beachte nur mal im Kontext zu Nord-Korea die Streitigkeiten um's chinesische Meer. Da braut sich ein heftiger Krieg zusammen in der Region um die Vorherrschaft. NB: Das hat auch Obama schon erkannt.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Erst noch versicherte Trump die Freundschaft mit dem Nordkoreaner, blühende Landschaften die entstdhen, beinahe Liebe beschwörte er. Als darauf hier bei srf Leute in Kommentaren zur Vorsicht aufriefen gab es teils böse Antworten von wegen man gönne Trump den Erfolg nicht, es sei eben gerade ein Rechts Konservativer der als einziger eine Lösung bringe, etc. Und heute? Ich sage da nur: Einmal mehr auf einen Rechts Populisten hereingefallen.
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  • Kommentar von Alexander Ognjenovic (Alex)
    Die USA und die EU-Staaten müssen selbstvorbildlich an die Sache herangehen in dem sie selbst damit anfangen nuklear komplett abzurüsten! Und im gleichen Atemzug müssen die USA und die EU-Staaten alle Besatzersoldaten die sie ausserhalb der eigenen Staatsgrenzen stationiert haben sofort abziehen und ins eigene Land zurückholen! Anschliessend die territoriale Integrität und Souveränität aller Staaten anerkennen! Und dann erst können auch allen anderen Staaten der Welt abrüsten!
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    1. Antwort von Thomas F. Koch (dopp.ex)
      Auch Russland und China können beim Punkt der Abrüstung ein gutes Vorbild sein.
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    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Wirres Zeug, bei Ihrer Aufstellung fehlt der Russe fehlt, immerhin hat der seine Nuklearwaffen direkt vor unserer Haustür positioniert. Neu ist mir auch, dass die USA und "die" EU-Staaten Besatzersoldaten stationiert hätten. Meines Wissens gibt es die NATO und sagen Sie mal den Polen oder baltischen Staaten, dass sie unter Besatzung fremder Soldaten leben, die abgezogen werden müssten; die würden Ihnen schon den Marsch blasen, dass Ihnen hören und sehen verginge
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    3. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Und die Amis oh nein die NATO, hat auf der anderen Seite des Gartenzaunes Ihre Kriegsmaschinerie aufgefahren.
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