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Trump fordert Unterstützung «Nicht unser Krieg»: Europa zeigt Trump die kalte Schulter

Trump hat die Nato erneut kritisiert für ihre Absage zur Unterstützung im Iran-Krieg. Was die Nato-Länder zu Trumps Forderung sagen.

Trumps Forderung: US-Präsident Donald Trump hat Hilfe von der Nato gefordert, um die Strasse von Hormus wieder für die Schifffahrt zu öffnen. Durch diese fahren normalerweise viele Öltanker, doch der Iran bedroht sie als Reaktion auf den Krieg der USA und Israels offen und so hat der Schiffsverkehr drastisch abgenommen. Das verteuert die Öl- und Benzinpreise, was auch in den USA bei Trumps Wählerinnen und Wählern nicht gut ankommt. Deshalb will Trump nun die Strasse von Hormus absichern, und zwar mit internationalen Eskorten. Trump sagte in einem Interview mit dem Portal «Financial Times»: Wenn ihm die Nato nicht helfe, habe sie eine «sehr schlechte Zukunft».

Nato verteidigt 32 Bündnispartner

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Zwei Männerhände bei der Begrüssung.
Legende: Keystone

Die Nato (North Atlantic Treaty Organization) ist eine internationale Organisation mit 32 europäischen und nordamerikanischen Mitgliedstaaten und versteht sich nicht nur als Verteidigungsbündnis, sondern auch als militärisch-politische Organisation mit dem Ziel der eigenen Sicherheit sowie weltweiter Stabilität. Ihr Sitz ist in Brüssel. Generalsekretär ist Mark Rutte.

Trumps Kritik: Nun hat Trump die Nato-Verbündeten wegen ihrer Absage, sich an der Absicherung der Strasse von Hormus zu beteiligen, erneut scharf kritisiert. Es sei ein törichter Fehler, dass die Nato-Länder zwar den gemeinsamen US-israelischen Militäreinsatz gegen den Iran unterstützten, sich aber nicht aktiv daran beteiligen wollten. Er habe die Nato immer als Einbahnstrasse gesehen, schrieb er auf seinem sozialen Netzwerk. Die USA unterstütze die Nato-Länder, sie würden aber nichts für die USA tun.

Ausschnitt aus einem Tweet von Donald J. Trump über die NATO-Alliierten und den Iran.
Legende: Die USA brauche die Hilfe der Nato-Länder gar nicht, schrieb Trump nachdem die Länder die Forderung Trumps verweigert haben. Die USA brauche die Hilfe von gar niemandem. Trumps Plattform Truth Social

EU: Die EU setzt nach den Worten ihrer Aussenbeauftragten Kaja Kallas im Konflikt um die Strasse von Hormus auf Diplomatie: «Niemand ist bereit, seine Leute in der Strasse von Hormus in Gefahr zu bringen.» Ein diplomatischer Ansatz sei nötig, um Krisen bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Dünger und Energie zu verhindern, fügte Kallas hinzu. Dieser Krieg sei nicht Europas Krieg.

Deutschland: «Die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel haben uns vor diesem Krieg auch nicht konsultiert. Zu Iran hat es eine gemeinsame Entscheidung über das ‹ob› nie gegeben», sagte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz. «Deshalb stellt sich auch nicht die Frage, wie sich Deutschland hier militärisch einbringt. Wir werden es nicht tun.» Merz kritisierte auch den Umgang von Trump mit den Nato-Verbündeten. Der Iran-Krieg sei keine Angelegenheit der Nato. Die Nato sei ein Verteidigungsbündnis und kein Interventionsbündnis.

Zwei Männer im Anzug sprechen in opulent eingerichtetem Raum.
Legende: Noch zu Beginn des Kriegs stellte sich Merz an die Seite der USA: Seine Regierung sei sich einig darin, dass das schreckliche Regime in Teheran beseitigt werden müsse. Keystone/EPA/Samuel Corum (Archiv)

Frankreich: Der französische Präsident Emmanuel Macron gibt sich diplomatisch. Macron sagte, dass Frankreich keine Konfliktpartei sei und sich unter den gegenwärtigen Umständen keinesfalls an Operationen zur Öffnung oder Befreiung der Strasse von Hormus beteiligen werde. Jedoch sei Frankreich bereit, zur Sicherung der Meerenge beizutragen – aber erst, nachdem die schweren Bombardements eingestellt worden seien.

Grossbritannien: Premierminister Keir Starmer sagte, gefragt sei nicht die Nato, sondern ein Bündnis aus den USA, Europäern und Partnern am Golf. «Das wird keine Nato-Mission sein und war auch nie als eine solche vorgesehen.» Starmer erklärte zuletzt auch, er folge den gleichen Prinzipien, die er schon bei der US-Invasion 2003 im Irak vertreten habe. «Ich bin überzeugt, dass das britische Volk diese Prinzipien teilt.» Ein Kriegseintritt sei nicht im Interesse Grossbritanniens.

Zwei Männer bei einer Pressekonferenz vor Emblem.
Legende: Der britische Premierminister Tony Blair schloss sich 2003 der US-geführten Invasion des Iraks an, angetrieben von der später widerlegten Annahme, Saddam Hussein besitze Massenvernichtungswaffen. Keystone/AP/Gerald Herbert

Spanien: Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles sagte, ihre Regierung ziehe eine Beteiligung nicht in Betracht. Vielmehr müsse der Krieg beendet werden, denn dieser sei sinnlos und illegal. Schon zu Beginn des Krieges setzte Spanien ein Zeichen und untersagte alle amerikanischen Flüge vom andalusischen Militärflugplatz Morón aus, die mit den Angriffen gegen den Iran zu tun haben.

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SRF 4 News, 18.03.26, 6.45 Uhr ; 

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