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US-Wahlen 2020: Der Tag im Rückblick
Aus Tagesschau vom 04.11.2020.
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Trump oder Biden So sieht es in den noch unentschiedenen Swing States aus

Wer nächster US-Präsident wird, entscheidet sich in wenigen US-Bundesstaaten. Und da geht es teilweise ultraknapp zu und her.

In 38 der 50 US-Staaten gewinnen immer dieselben Parteien. Die anderen zwölf Teilstaaten sind jeweils hart umkämpft. Auf diese zwölf «Battleground States», auch Swing States genannt, richten sich deshalb die Augen bei der Wahl. Hier ist der aktuelle Stand in diesen Staaten.

Swing States mit offenem Ausgang

  • Arizona: Trend Biden (Ergebnis 2016: Trump)

Der südwestliche Staat galt lange als sichere Bastion der Republikaner. Auch 2016 konnte sich Trump die elf Wahlleute Arizonas sichern. Nun sieht es danach aus, dass Biden in Arizona gewinnt. So haben Fox News und die Nachrichtenagentur AP den Staat Biden zugeschlagen. Andere wie CNN warten noch zu. Der Vorsprung auf Trump ist leicht geschmolzen, auf 2.4 Prozentpunkte. 86 Prozent der Stimmen sind ausgezählt. Weitere Resultate sind erst für Donnerstagabend 19 Uhr angekündigt (Freitag 3 Uhr in der Schweiz).

  • Georgia: Kopf-an-Kopf (Ergebnis 2016: Trump)

Trump konnte sich in dem südöstlichen Bundesstaat 2016 mit gutem Vorsprung die Stimmen der 16 Wahlleute sichern. 2020 liegt Trump nach Auszählung von 96 Prozent der Stimmen mit 0.4 Prozentpunkten vorne (Stand Donnerstag 18 Uhr). Die Behörden melden die ausgezählten Stimmen fortlaufend. Noch müssen etwa 60'000 Stimmen ausgezählt werden. Es scheint möglich, dass Trump seinen momentanen Vorsprung von weniger als 20'000 Stimmen noch verlieren könnte.

  • Nevada: Biden (Ergebnis 2016: Clinton)

Laut der Nachrichtenagentur AP und dem TV-Sender Fox News holt sich Joe Biden den Sieg in Nevada und somit sechs weitere Wahlleute. CNN hat im Silver State noch keinen Sieger festgemacht. Schon 2016 siegten die Demokraten mit Hillary Clinton hier knapp.

  • North Carolina: Trend Trump (Ergebnis 2016: Trump)

Der Bundesstaat an der Ostküste hat 15 Wahlleute zu vergeben. 2016 konnte sich Trump dort mit gut drei Prozentpunkten Vorsprung durchsetzen. Derzeit liegt Trump mit 50.0 Prozent vorne. Auf Biden entfallen 48.6 Prozent. 95 Prozent der Stimmen sind ausgezählt. Briefstimmen mit dem Poststempel des Wahltags werden bis zum 12. November akzeptiert.

  • Pennsylvania: Trend offen (Ergebnis 2016: Trump)

Bei der Wahl 2016 konnte sich Trump in Pennsylvania sehr knapp durchsetzen. Auch 2020 hat Trump Chancen, den Swing State zu gewinnen. Nach derzeit 92 Prozent der ausgezählten Stimmen liegt er 1.8 Prozentpunkte vor Biden. Es dürfte aber noch länger dauern, bis das Endresultat in Pennsylvania feststeht. Weil viele der noch auszuzählenden Stimmen aus vorwiegend demokratischen Regionen stammen und auch von den Briefstimmen normalerweise ein grösserer Anteil an die Demokraten geht, gilt das Rennen als offen.

In diesen Swing States ist das Rennen entschieden

  • Florida: Trump (Ergebnis 2016: Trump)

Mit 29 Wahlleuten ist Florida einer der wichtigsten umkämpften Staaten. 2016 gewann Trump dort knapp. Auch dieses Jahr geht Florida an Trump: Alle grossen Networks schlagen Florida Trump zu.

  • Iowa: Trump (Ergebnis 2016: Trump)

2016 konnte sich Trump die sechs Wahlleute mit grossem Vorsprung sichern. Umfragen haben ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Republikaner und dem Demokraten angedeutet. Die Medien schlagen Iowa nun Trump zu.

  • Michigan: Biden (Ergebnis 2016: Trump)

Die 16 Wahlleute des Bundesstaats gingen 2016 mit hauchdünner Mehrheit an Trump. 2020 geht der Swing State an Biden. Er gewinnt knapp mit 49.8 Prozent vor Trump mit 48.6 Prozent.

  • Minnesota: Biden (Ergebnis 2016: Clinton)

2016 konnte sich die Demokratin Hillary Clinton dort mit knappem Vorsprung die Stimmen der zehn Wahlleute sichern. Fox News, die Nachrichtenagentur AP und auch CNN haben den Staat Biden zugeschlagen.

  • Ohio: Trump (Ergebnis 2016: Trump)

Der Bundesstaat hat 18 Wahlleute zu vergeben. Trump hatte den Staat 2016 sehr überzeugend gewonnen. Und er scheint auch dieses Jahr die Nase klar vorn zu haben. Die grossen Networks Fox News, CNN und MSNBC schlagen Ohio Trump zu.

  • Texas: Trump (Ergebnis 2016: Trump)

Der bevölkerungsreiche südliche Bundesstaat mit 38 Wahlleuten geht seit Jahrzehnten an Republikaner und gilt eigentlich nicht als Swing State. Trump lag dort 2016 neun Prozentpunkte vor Clinton. Umfragen sahen Trump in Führung – allerdings nur knapp. Mit 96 Prozent der Stimmen ausgezählt, liegt Trump mit knapp sechs Prozentpunkten in Führung. Die grossen Netzwerke schlagen denn den Staat auch Trump zu.

  • Wisconsin: Biden (Ergebnis 2016: Trump)

Der Bundesstaat hat zehn Wahlleute zu vergeben. 2016 konnte Trump sich dort sehr knapp durchsetzen, in diesem Jahr geht der Swing State an Biden. Der Demokrat gewinnt mit 49.4 Prozent knapp vor Trump mit 48.8 Prozent.

Tagesschau, 1.11.20, 19:30 Uhr;

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76 Kommentare

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  • Kommentar von Ulrich Jermann  (Nachdenkend...)
    Liebes SRF Team

    Ich schätze generell eure Berichterstattung sehr.
    Was mich aber ehrlich gesagt nervt, sind diese veralteten berichte, wie dieser oben über die Swing States welche unterdessen völlig veraltet sind, aber immer noch als Artikel vorgeschlagen werden.

    Ihr müsstet ein System haben, in den veraltete Artikel deutlich gekennzeichnet sind und nicht mehr auf der Frontseite angezeigt.

    Es würde viel mehr Sinn machen, Live Daten anzuzeigen, statt diese Texte.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Ulrich Jermann, vielen Dank für den Hinweis. Wir arbeiten bereits daran. Sie finden den aktuellen Übersichtsartikel über die Lage in den Swing States übrigens hier: https://www.srf.ch/news/international/us-wahlen-2020-so-hart-umkaempft-sind-die-swing-states
  • Kommentar von Michael Siffert  (Pedro Ez)
    Stell dir vor, die Dems holen sich neben dem Präsidentschaftsamt auch die beiden Kammern des Kongress!
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      M.Siffert. Es sieht nicht so aus. Der Senat bleibt bei den Republikanern. Das heisst, dass es so wird wie unter Obama. Die Reps können vieles blockieren
    2. Antwort von Jonas Bay  (jonas3344)
      Der Senat ist theoretisch noch offen. In Georgia könnten beide Sitze in einen Runoff im Januar gehen (einer ist sicher). Dann kommt es auf die Mobilisierung dann drauf an. Aber schon eher unwahrscheinlich, dass beide Sitze an die Demokraten gehen würden.
  • Kommentar von Ueli Meier  (meimei)
    Wenn DT lügt, nimmt man es nicht mal mehr gross zur Kenntnis. Ein schäbiger Präsident. Einige seiner krummen Geschäfte werden ihn und seine Kumpels irgendwann verfolgen, ohne dass er sie oder sich begnadigen kann. Der Schaden ist angerichtet: Diese amerikanische Demokratie ist krank. Die kann man nur seinen Feinden empfehlen.
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    1. Antwort von Felice Limacher  (Felimas)
      Bin da ganz Ihrer Meinung, Herr Meier. Was mich jedoch immer wieder erstaunt ist, dass es auch hier bei uns in der Schweiz Menschen gibt, welche das anders sehen (siehe Ablehner) und solch krankhafte Politik wie D.T. sie verfolgt unterstützen. "Realitätsfremde" greifft überall um sich ...
    2. Antwort von Edwin Schaltegger  (Edwin Schaltegger)
      Dass Donald Trump einer der unwürdigsten Präsidenten der USA ist, hoffentlich bald war, stimme ich ihnen zu. Die amerikanische Demokratie ist aber bei weitem nicht krank! Die demokratische US Verfassung, ihre Institutionen, ihr Rechtssystem ist völlig intakt und wird auch "diesen Sturm auf ihre Werte" überstehen. Ich würde hinsichtlich kranker Demokratie nicht über den Atlantik schauen. Welche üblen Zustände herrschen z.B. in Demokratien wie Ungarn, Polen, Italien, Belgien, Spanien etc.?
    3. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      U. M. & F. L.
      Auch ihnen empfehle ich den Club auf SRF anzuschauen.
      Sachlich, kompetent werden da beide Seiten beleuchtet.
      Lohnt sich immer, sich auch mal die andere Seite anzusehen, wenn man festgefahren ist.