Das sagt Trump zu einem möglichen Kriegsende: US-Präsident Donald Trump hat den Amerikanern ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele «sehr bald» zu erreichen, sagte Trump in einer Rede an die Nation. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben: «Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören.»
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Bild 1 von 3. US-Präsident Donald Trump hielt die Rede im Weissen Haus in Washington. Bildquelle: Keystone/Alex Brandon.
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Bild 2 von 3. Ein Foto nach Trumps Rede an die Nation zum Iran-Krieg. Bildquelle: Keystone/Alex Brandon.
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Bild 3 von 3. Was Trump in seiner Rede nicht erwähnte, war die Nato. Bildquelle: Keystone/Alex Brandon.
Das sagt Trump zu Gesprächen mit dem Iran: In der Zwischenzeit liefen Gespräche weiter, sagte Trump. Falls es nicht zu einer Einigung mit Teheran kommen sollte, würden die USA iranische Kraftwerke hart angreifen. Damit bekräftigte er eine bereits zuvor geäusserte Drohung. In seiner abendlichen Ansprache zur besten Sendezeit führte Trump im Weissen Haus nochmals seine Gründe für den Krieg gegen den Iran aus. Trump verbreitete auch Zuversicht und lobte die Erfolge des US-Militärs wie gewohnt überschwänglich – sagte in den fast 20 Minuten seiner Ansprache aber kaum Neues.
Das sagte Trump zu den Öl-Engpässen: Trump rief Länder, die von aktuellen Öl-Engpässen betroffen sind, auf, Energie aus den USA zu beziehen. «Kauft Öl von den Vereinigten Staaten. Wir haben reichlich. Wir haben so viel», sagte Trump in Washington mit Blick auf Länder, die momentan von dem weitgehend blockierten Öl- und Gastransport durch die Strasse von Hormus betroffen sind. Während der Krieg für die meisten Amerikaner weit weg ist, spüren doch alle die in dessen Folge rapide gestiegenen Benzinpreise. Trump betonte, der Krieg gegen den Iran sei nötig gewesen, die gestiegenen Preise würden nach dem Ende der Kampfhandlungen wieder fallen. Er verwies auch darauf, dass die USA so gut wie kein Öl aus den Staaten des Persischen Golfs bezögen, das durch die Strasse von Hormus verschifft werden müsste.
Das sagte Trump zur Strasse von Hormus: Trump ist auf einem Schlingerkurs unterwegs, was das Problem der blockierten Strasse von Hormus angeht. Noch am Dienstag hatte der Präsident betont, dass man die Öffnung der vom Iran blockierten Meerenge anderen Ländern überlassen wolle. Die USA hätten mit dem Problem – eine Folge des amerikanisch-israelischen Kriegs gegen den Iran – «nichts zu tun». In seiner Rede an die Nation klang es nun wieder etwas milder. Zwar sieht er die Hauptverantwortung für die Sicherheit in der Meerenge bei den Ländern, die von den Öltransporten abhängen. Allerdings ergänzte Trump nun, dass die USA bei der Sicherung der Meerenge helfen würden.
Das sagte Trump nicht: Trump liess zuletzt kaum einen Tag vergehen, an dem er nicht Nato-Verbündete dafür rügte, dass sie seinem Drängen, den USA bei der Sicherung der Strasse von Hormus zu helfen, nicht nachkamen. Sogar einen Nato-Austritt zieht der US-Präsident deswegen offenbar in Erwägung. Er nannte Nato-Länder «Feiglinge» und drohte, dass er sich das merken werde. Doch in seiner Rede, die Millionen US-Amerikaner verfolgten, erwähnte er die Nato kein einziges Mal.