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Maskenpflicht beim Einkaufen in Österreich
Aus SRF 4 News aktuell vom 01.04.2020.
abspielen. Laufzeit 04:07 Minuten.
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Tschechien als Vorbild Österreich setzt auf Maskenpflicht im Supermarkt

In Österreich darf ab heute nur noch im Supermarkt einkaufen, wer eine Schutzmaske trägt. Im Nachbarland gilt das bereits.

Leisten die Bürgerinnen und Bürger der neuen Vorschrift Folge? SRF-Korrespondent Peter Balzli lebt in Wien. Er geht davon aus, dass die neue Regel eingehalten wird: «Bisher wurden die strengen Corona-Regeln in Österreich sehr gut befolgt. Ob das jetzt auch bei der Maskenpflicht beim Einkaufen so sein wird – bei diesem ‹Vermummungsgebot›, wie es die Zeitung ‹Kurier› nannte –, wird sich heute zeigen, sobald die Supermärkte öffnen.»

Müssen die Supermärkte oder die Kunden die Masken beschaffen? Die Läden müssen die Gesichtsmasken gratis zur Verfügung stellen. Deponiert sind sie am Eingang. «Das war die Bedingung», erklärt Balzli. Allerdings dürften auch selbst genähte oder mitgebrachte Masken getragen werden.

Hatten die Supermärkte genug Zeit, sich darauf vorzubereiten? Der SRF-Korrespondent hat gestern mit der Sprecherin der Supermarktkette Spar gesprochen. Sie sagte: «Wir sind vorbereitet. Aber es war sehr schwierig, eine genügend grosse Anzahl Masken in so kurzer Zeit zu organisieren.»

Was passiert, wenn man ohne Maske den Supermarkt betritt? «Eigentliche Bussen sind nicht vorgesehen», sagt Balzli. Die österreichische Regierung habe beschlossen, dass vorläufig keine Strafen ausgesprochen würden. An jedem Eingang jedes Supermarktes müsse ab heute aber eine Sicherheitsperson stehen und überprüfen, ob die Leute eine Maske tragen.

Gilt die Maskenpflicht auch in Metzgereien und Bäckereien? Dort – wie auch in Arztpraxen und im öffentlichen Verkehr – gilt die Maskenpflicht nicht. Betroffen von der Maskenpflicht sind nur Supermärkte mit einer Innenverkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern. «Die allermeisten Metzgereien und auch die Kioske, die hier Trafiken heissen, sind kleiner», erklärt Balzli. Aber es gebe starke Hinweise, dass die Maskenpflicht massiv ausgeweitet werde. «Ab heute müssen auch alle Polizisten Masken tragen.»

Warum setzt man in Österreich jetzt auf Schutzmasken? Zum einen, weil dort die Infektionsraten immer noch stark ansteigen. «Die Regierung versucht mit dieser Massnahme, die Zahlen zu senken», so Balzli. «Zum anderen ist im Nachbarland Tschechien seit zehn Tagen eine strikte Maskenpflicht beim Einkaufen in Kraft. Und dort ist die Anzahl Todesopfer sehr tief im Vergleich zur Schweiz oder zu Österreich.» Österreich nehme sich das zum Vorbild.

SRF 4 News, 01.04.2020, 06.45 Uhr;

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64 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Scholer  (Nounours)
    Achtung! Wer glaubt, dass Maskentragen nichts nützt im Kampf gegen die Epidemie, der ist wahrscheinlich vom BAG-Virus angesteckt. Der hat seinen Ursprung in Bern und dient dazu, die Tatsache zu vertuschen, dass die Schweiz schlecht vorbereitet war und viel zu wenig Masken zur Verfügung stehen. Dazu ist auch die Frage angebracht, was denn diese Funktionäre gemacht haben in all den Jahren, in denen wir keine Epidemie hatten?
    1. Antwort von Franz Giger  (fjg)
      Herr Scholer, sie scheinen mir ein Maskenfetischist zu sein. Nun denn, darf ich davon ausgehen, dass sie gemäss Pandemieplan 2018 ein Vorrat dieser Dinger angelegt haben?
  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    Erschreckend, wie man all den Menschen, die gerade grausam ums Leben kommen ins Gesicht spukt, in dem man sie mehr oder weniger als unwertes Leben abqualifiziert. Warum? Nur um wieder vor die Tür zu können?
    Ich wünsche allen gute Gesundheit und dass sie diese Krise überleben, aber wenn einmal ein Virus kommt, dass junge Menschen tötet, dann wünsche ich genau diesen unempathischen Statistikreitern vor allem solidsrischere und einfühlsamere Mitmenschen.
    1. Antwort von Franz Giger  (fjg)
      nein bitte Frau Werle, nicht solch polemischen Blödsinn. Jeden Tag sterben in der Schweiz im Durchschnitt 184 Menschen, medial völlig unbeachtet, auch von ihnen.
    2. Antwort von Eva Werle  (Eva Werle)
      Ja, Menschen sterben. Aber darüber zu schwadronieren, dass man sie ruhig vor der Zeit sterben lassen kann, weil es eh nur Alte und Kranke sind, das hatten wir schon lange nicht mehr und diese Einstellung möchte ich auch nicht mehr in ihrer Konsequenz erleben. Wenn es um Alte und Kranke nicht schade ist, dann weiss ich nicht, warum wir so ein teures Gesundheitswesen unterhalten?
    3. Antwort von Eva Werle  (Eva Werle)
      Es ist die Haltung, Herr Giger, die man Toten und ihren Angehörigen entgegen bringt. Und die zeugt gerade von wenig Pietät.
  • Kommentar von Oskar Schneider  (Oski2)
    Bin dankbar für die vielen Kommentare, Maske Ja/Nein, und die vielen Hochrechnungs-Mathematik Künstler. Ich bin immer noch bei 2+2=5 hmmmm :(, gleichzeitig frage ich mich mehr wie derjenige es Empfindet wenn er auf Intensive-Station ist und praktisch fast erstickt oder stirbt weil es kein Gerät mehr gibt. 2+2=3 ??
    1. Antwort von Eva Werle  (Eva Werle)
      Schön, dass sich das mal einer fragt!
      Wie geht es den Menschen, die gerade um Ihr Leben kämpfen?
      Vermutlich sind sie froh um die Massnahmen, die ihnen ein Beatmungsgerät sichern und einen vermeidbaren Tod ersparen.