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Lawrow kritisiert US-Politskandal
Aus Nachrichten vom 28.09.2019.
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Ukraine-Affäre in den USA Lawrow: Bruch der Diskretion zwischen Staatschefs

Seit Jahren ist die Medienkonferenz des russischen Aussenministers Sergej Lawrow ein Höhepunkt am Freitag der UNO-Gipfelwoche. Stets hat der lang gediente Chefdiplomat eine Überraschung oder eine Provokation bereit.

Auch dieses Mal: Auf eine Frage, wie man in Russland den amerikanischen Politikskandal rund um ein Telefongespräch zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski sehe, sagte Lawrow: Die Sache sei masslos aufgebauscht.

Lawrow wirft Westen Scheinheiligkeit vor

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Der russische Aussenminister Sergej Lawrow wirft den westlichen Staaten Scheinheiligkeit vor. Es sei für westliche Staaten schwierig, die abnehmende Dominanz in der Weltpolitik hinzunehmen, erklärte Lawrow vor der UNO-Vollversammlung in New York.

Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, würden westliche Regierungen immer wieder ihre eigenen Regeln machen, Sachverhalte neu auslegen und internationale Absprachen missachten.

Für Russland sei es deshalb immer schwieriger, mit westlichen Staaten zusammenzuarbeiten – nur zusammen könne man aber die Herausforderungen und Gefahren der Welt bewältigen, sagte Lawrow weiter.

Richtiggehend empörend sei, dass in Washington nun das Protokoll des Telefonats veröffentlicht wurde. Seine Mutter habe ihm als Kind beigebracht, man lese nicht die Briefe anderer Leute. Zwischen Staatschefs brauche es erst recht Vertraulichkeit.

Kritik an Medien und US-Parlament

Weshalb der Russe sowohl das US-Parlament als auch die Medien kritisiert, weil sie den Inhalt des Gesprächs preisgäben. Es dürfe nicht sein, dass auf diese Weise Dinge publik würden, die für die eine oder andere Seite peinlich sein könnten.

Dass die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, vermutet, Russland könnte hinter der ganzen Sache stecken, bezeichnet Lawrow gar als «paranoid».

Gleichzeitig macht der Aussenminister klar: Man erwarte in Moskau schon, dass nun nicht auch Abschriften der Gespräche zwischen Trump und Präsident Wladimir Putin veröffentlicht würden. Dieses Begehren wird natürlich erst recht Spekulationen nähren. Zumal die Gründe für das vertrauliche persönliche Verhältnis von Trump und Putin als grosses Geheimnis gelten.

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49 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Es sind vor allem die Linken welche nicht wollen dass sich Russland +die USA irgendwie verstehen. Da Präsident Trump versucht, die USA aus Kriegen welche seine Vor-Präsidenten schafften, herauszuhalten +mit andern Grossmächten einigermassen gut auszukommen, hassen die Linken Präsident Trump. Begreift endlich, dass Trump möglichst mit allen faire Beziehungen will. Er hat aber, wie ich, keine Geduld mit Ländern die ihn ausnutzen oder belügen. Statt Krieg führen lässt er lieber einen links liegen!
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  • Kommentar von Jakob Tschudi  (Jake7)
    Der Artikel ist aufgebauscht. Die Bemerkungen von Lawrow sind weder "Überraschung" noch "Provokation", sondern einfach eine sachliche Stellungnahme. Und geradezu absurd ist es, ein "vertrauliches persönliches Verhältnis" zwischen Putin und Trump zu behaupten, das zudem noch von einem "grossen Geheimnis" umgeben sei. Trumps Politik gegenüber Russland ist ähnlich aggressiv wie gegenüber dem Rest der Welt, der nicht zur NATO und ihren Vasallen gehört.
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  • Kommentar von Martin Schnieder  (MartinSch)
    Untersucht und geurteilt werden kann ohne voyeuristische Öffentlichkeit. Der Schaden für die internationale Diplomatie ist bedenkenswert. Nur weil man dem Überbringer nicht traut, muss es nicht falsch sein, was er sagt.
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