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UNO-Vollversammlung: US-Präsident Bidens erste Rede
Aus Tagesschau vom 21.09.2021.
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UNO-Generaldebatte in New York Bidens kräftige Rede hinterlässt schalen Nachgeschmack

Zum Auftakt der jährlichen Generaldebatte der 193 UNO-Staaten hat der amerikanische Präsident Joe Biden eine kräftige Rede gehalten. Doch bei vielen seiner Verbündeten dürfte sie einen schalen Nachgeschmack hinterlassen haben. Zwar bekannte sich Biden vor der UNO-Vollversammlung in New York zur multilateralen Zusammenarbeit und rief die Staaten dazu auf, die Probleme der Weltgemeinschaft gemeinsam zu lösen.

Auch vermied es Biden, einen amerikanischen Führungsanspruch geltend zu machen – und er betonte, sein Land strebe keinen neuen Kalten Krieg mit China an. Doch mit vielen seiner aussenpolitischen Entscheide der vergangenen Wochen spricht Biden eine ganz andere Sprache.

Es dreht sich alles um China

Der US-Präsident hielt es nicht für nötig, enge Verbündete wie Frankreich vor dem Abzug der Truppen aus Afghanistan zu konsultieren, auch nicht vor der Gründung des neuen Militärbündnisses mit Australien und Grossbritannien. Joe Biden signalisiert just mit diesen Entscheiden, dass er die eigenen Kräfte ganz für das Ringen mit China nutzen will – für einen neuen Kalten Krieg.

Von Verbündeten erwartet Biden, dass sie sich ohne Wenn und Aber auf die Seite der USA stellen. Doch gerade in Europa halten Regierungen gerne möglichst viele Türen offen. Den USA ist es noch nicht gelungen, die neuen Verbündeten in Europa auf den Geschmack zu bringen.

Sebastian Ramspeck

Sebastian Ramspeck

Internationaler Korrespondent, SRF

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Sebastian Ramspeck ist internationaler Korrespondent für SRF. Zuvor war er Korrespondent in Brüssel und arbeitete als Wirtschaftsreporter für das Nachrichtenmagazin «10vor10». Ramspeck studierte Internationale Beziehungen am Graduate Institute in Genf.

SRF 1, Tagesschau, 21.09.2021, 19:30 Uhr

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Biden hat offenbar Mühe mit verschiedenen Dingen - nicht nur mit seinen Reden. Ich schätze, er wird bald zurücktreten und das Feld seiner Vize, Kamala Harris, überlassen.
  • Kommentar von Martin Buchmann  (Buchmi)
    Noch vor kurzem war Biden der Heilsbringer. Inzwischen kehrt Ernüchterung ein. Wie so häufig.
  • Kommentar von Maciek Luczynski  (Steine)
    "Von Verbündeten erwartet Biden, dass sie sich ohne Wenn und Aber auf die Seite der USA stellen."

    Verbündet zu sein, ist keine Einbahnstrasse.
    Verbündete sind keine "Knechte".
    Verbündete brauchen "America first" nicht zu unterstützen

    Die EU sollte ihr eigenes/gemeinsames Militär aufstellen, und die Beteiligung einzelner EU-Länder in der NATO auflösen.
    Das wäre dann ein besseres Gegengewicht zu den USA.
    Zu Diskutieren wäre auch noch, ob man Verbündete abhören darf, oder nicht ...
    1. Antwort von Monika Mitulla  (momi)
      Ja, die USA zeigen in ihren Taten keine Freundschaft zu Europa - nur in Worten. Ich finde, es wäre nun an der Zeit, dass die Europäer das auch merken.
    2. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Die Nato-Länder sollten 2 % des Haushalts für militärische Ausgaben investieren, der jahrelange Streitpunkt ist das viele Länder das nicht machen. Wie kann man da eine eigene Armee aufbauen?