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Trump kämpft bei der UNO für eine repressive Drogenpolitik
Aus HeuteMorgen vom 24.09.2018.
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UNO-Gipfel in New York Trumps Koalition der Willigen im Drogenkrieg

Die USA fordern die Weltgemeinschaft zur Stilllegung der Drogenproduktion und zum Kampf gegen den Konsum auf. Doch längst nicht alle Länder folgen dem Ruf nach Repression.

Noch nie gab es weltweit derart grosse Mengen an verbotenen Drogen wie gegenwärtig. Dem jahrzehntelangen sogenannten Krieg gegen Drogen blieb ein durchschlagender Erfolg versagt.

Sie, Herr Präsident, richten das Scheinwerferlicht auf dieses globale Problem. Das war nie nötiger als gerade jetzt.
Autor: Antonio GuterresUNO-Generalsekretär

Doch nun mache sich US-Präsident Donald Trump zu dessen Vorkämpfer, verkündete seine UNO-Botschafterin Nikki Haley: «Als Präsident der USA hat Donald Trump die Herausforderung angenommen. Und nun wird er diesen Kampf weltweit führen.»

Trump beruft Drogengipfel ein

Weil das Problem jedes Land der Welt betreffe, berief Trump am UNO-Sitz einen Drogengipfel ein: «Das Weltdrogenproblem ist ein grosses Problem. Was für ein grosses Problem!»

Eingeladen waren aber nur UNO-Mitgliedstaaten, die bereit waren, einen im Alleingang von den USA ausgearbeiteten «Aktionsplan» zu unterzeichnen. Anhörungen, kontroverse Debatten oder gar formelle Verhandlungen gab es keine.

Es geht der Regierung Trump also darum, möglichst viele Länder auf ihre – also auf eine repressive Linie – einzuschwören. Sie will dies zu einem Zeitpunkt, zu dem die Vereinten Nationen verstärkt auch andere Lösungsansätze suchen. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres musste aber, aufgrund des Gewichts der USA in der Weltorganisation, wohl oder übel mitspielen und Trump loben: «Sie, Herr Präsident, richten das Scheinwerferlicht auf dieses globale Problem. Das war nie nötiger als gerade jetzt.»

Schweiz hat nicht unterschrieben

Nur dezent liess Guterres anklingen, je nach Land gebe es verschiedene Rezepte und Prioritäten. Am Ende unterschrieben rund 130 Länder den «globalen Aktionsplan», wohl nicht alle ganz freiwillig.

Überzeugt taten es aber solche, welche in der Drogenbekämpfung traditionell auf Repression setzen: Russland, China, Saudi-Arabien oder Singapur. Etliche europäische Staaten, darunter die Schweiz, machen indes nicht mit.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Woran liegt es, das die USA die meisten Konsumenten haben? „In Huntington, West Virginia, sind 14 Prozent der Einwohner abhängig von Heroin und anderem Stoff. Die Feuerwehr löscht dort keine Brände mehr. Sie kämpft gegen eine Epidemie.“ (süddeutsche) Denk der Zampano darüber auch einmal nach?
  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Konsequent durchgezogen,könnte es für die US-Pharmaindustrie ungemütlich werden.
    Schmerz-und Schlaftabletten,die stark süchtigmachende Opiate enthalten,sind rezeptfrei,oft im Warenhaus,erhältlich.Einmal abhängig,auch Kriegsheimkehrer,steigen
    die Abhängigen dann auf illegale Drogen um.Auch Antidepressiva gehören in dieses Kapitel.
    Diese werden schon Kleinkindern verabreicht,straflos.
    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Das ist so nicht korrekt. Opioide und Opiate sind auch in den USA Rezeptpflichtig. In vielen Staaten gibt es aber keine Limiten, wie viel ein Arzt verschreiben darf (in der Schweiz übrigens auch nicht). Aber was richtig blüht sind die Einkäufe aus China übers Internet. Die sind zwar illegal, aber offenbar nur schlecht kontrolliert.
  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Wenn Trump in der Headline steht sind die Meinungen gemacht. Ich wundere mich nicht mehr.
    1. Antwort von martin blättler  (bruggegumper)
      Dass Opioide süchtig machen,hat mit Trump nichts zu tun.Sichtbar wird lediglich die Heuchelei in der Drogenpolitik.