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«Unter 400 Millionen Dollar» Projekt Ballsaal: Trump rechtfertigt höhere Kosten

  • Die Kosten für US-Präsident Donald Trumps Ballsaal haben sich gemäss eigenen Aussagen von 200 auf etwas unter 400 Millionen Dollar verdoppelt.
  • Die steigenden Kosten begründet der Präsident damit, dass der Ballsaal nun doppelt so gross und qualitativ hochwertiger sei.

Der ursprüngliche Vorschlag hätte «für die notwendigen Veranstaltungen, Treffen und sogar künftigen Amtseinführungen nicht ausgereicht», schreibt Trump auf Truth Social. Trotz der gestiegenen Kosten erklärt er, dass der Ballsaal vorzeitig und unterhalb des Budgets fertiggestellt werde.

Person hält Foto eines prunkvollen Raumes.
Legende: Letzten Sommer kündigte US-Präsident Donald Trump die Pläne für den neuen Ballsaal im Weissen Haus an. (Foto: 22.10.2025) REUTERS/Kevin Lamarque

Seine Äusserungen folgten auf einen Vorschlag der Republikaner, dem Secret Service eine Milliarde Dollar Steuergelder für Sicherheitsmassnahmen bereitzustellen – auch für den Ballsaal.

Juristischer Stand des Ballsaal-Projekts

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Ein Bundesrichter in Washington hatte Ende März einen Baustopp für den bis zu 400 Millionen Dollar teuren Ballsaal angeordnet, solange das US-Parlament das riesige Projekt nicht genehmigt. Ein Präsident sei nicht Eigentümer des Weissen Hauses, schrieb er in seinem Urteil. Zugleich hatte er der US-Regierung zwei Wochen Zeit gegeben, gegen die Entscheidung gerichtlich vorzugehen, und angekündigt, Ausnahmen für Arbeiten zuzulassen, die der Sicherheit des Präsidentensitzes dienen.

Die US-Regierung legte daraufhin umgehend Berufung ein. Trump vertritt die Auffassung, er brauche keine Zustimmung des Kongresses – unter anderem, weil der Bau mit Spenden bezahlt werde.

Danach entschied ein Berufungsgericht, dass das gewaltige Projekt bis auf Weiteres fortgesetzt werden kann, während die juristische Auseinandersetzung weiterläuft.

Der Text des Finanzierungspakets enthält keine Angaben dazu, wie viel von diesen Geldern für den Ballsaal verwendet werden soll. Trump hatte zuvor erklärt, dass private Spenden die Kosten für den Ballsaal decken würden.

Der demokratische Senator Dick Durbin kritisierte den Schritt als Bereitstellung von Mitteln für ein «Eitelkeitsprojekt» Trumps, während die Amerikaner darum kämpfen, über die Runden zu kommen.

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