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Unterdrückung der Rohingya USA verhängen Sanktionen gegen Burmas Armeechef

  • Die USA haben Sanktionen gegen den Oberbefehlshaber der burmesischen Armee, Min Aung Hlaing, und andere hochrangige Militärs verhängt.
  • Die Offiziere werden für die gewaltsame Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Rohingya verantwortlich gemacht.
  • Ihnen wird die Einreise in die USA untersagt.
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Aus dem Archiv: UNO wirft Burma Völkermord vor
Aus Tagesschau vom 27.08.2018.
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US-Aussenminister Mike Pompeo erklärte am Dienstag, die Betroffenen seien verantwortlich für schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, darunter aussergerichtliche Hinrichtungen im Bundesstaat Rakhine.

«Wir sind besorgt, dass die burmesische Regierung keine Schritte unternommen hat, diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die für Menschenrechtsverstösse verantwortlich sind», erklärte Pompeo. Es gebe Berichte, wonach das Militär weiter im ganzen Land Menschenrechtsverletzungen begehe.

Min Aung Hlaing habe die Freilassung von Soldaten angeordnet, die wegen der Tötung von Rohingya im Dorf Inn Din verurteilt worden waren. «Der
Oberbefehlshaber entliess diese Kriminellen nach nur ein paar Monaten im Gefängnis, während die Journalisten, die der Welt von den Tötungen in Inn Din berichteten, mehr als 500 Tage eingesperrt waren», kritisierte Pompeo.

Militärchef Min Aung Hlaing
Legende: Gegen Militärchef Min Aung Hlaing sind US-Sanktionen verhängt worden. Keystone

Das Massaker von Inn Din war von zwei Reuters-Reportern aufgedeckt worden, die deshalb mehr als 16 Monate hinter Gittern sassen. Im Mai wurden sie im Rahmen einer Amnestie freigelassen.

Hunderttausende Rohingya sind geflohen

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Eine Karte mit Burma und Bangladesch
Legende: Hunderttausende Rohingya sind aus Burma nach Bangladesch geflohen. SRF
  • Aus Burma, wo die grosse Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens ist, sind seit August 2017 mehr als 730'000 Muslime ins Nachbarland Bangladesch geflohen.
  • Das Militär und die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi stehen wegen der Verfolgung von Rohingya international schwer in der Kritik.
  • Die UNO spricht von Völkermord, die US-Regierung von ethnischer Säuberung.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    Unter den Rohingya sind auch islamistische Terroristen. Unter den inhumanen Vergeltungsaktionen des Militärs leiden nun viele Unschuldige. Eine menschliche Katastrophe. Kennt man doch. Beim "Krieg gegen den Terror" ist es nicht anders, nur in einer ganz anderen Dimension.
    1. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Und das rechtfertigt Sippenhaft und Vertreibung? Gleiches mit gleichem vergelten?
    2. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Rechtfertigt nichts. Fragt sich nur, warum die einen so sehr kritisiert u. sanktioniert werden und die anderen nicht.
  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    Aber im Jemenkreig dürfen die Saudis weiter mit US-Waffen Menschen umbringen. Von den Islamisten in Syrien, welche durch die USA aufgerüstet wurden, nicht zu sprechen. Und da wäre noch Israel mit den Palestinenser... Wer sich als Weltpolizist aufführt, sollte nicht gleichzeitig der grösste Kriegsverbrecher und Waffenlieferant sein. Das ist nicht besonders glaubwürdig.
    1. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Solange die Schweiz mit den Saudis geschäftet wischen wir vor der eigenen Türe
  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Es ist gut und richtig Sanktionen nur gegenüber einer Person zu verhängen, ansonsten
    muss das Volk leiden. Richtig wäre es aber eine Wiedergutmachung zu fordern. Die Dörfer
    Sollte die Armee wieder aufbauen und die Rohyngias wieder zurücklassen und unter UNO Aufsicht stellen.
    1. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Guter Vorschlag. Und der Westen kann mit dem guten Beispiel vorangehen und alle Länder die die USA und ihre Verbündeten zerstört haben, wieder aufbauen: Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Yemen, teile Palästinas... Und all den Opfern - auch der Drohnenmorde - eine Wiedergutmachung zukommen lassen.
    2. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      @Bernouilli wird aber teuer für die Schweiz