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Perfekt inszenierte Show der US-Republikaner
Aus HeuteMorgen vom 25.08.2020.
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US-Präsidentschaftswahl Die First Lady wirbt für ihren Ehemann

  • Am zweiten Tag der weitgehend virtuellen Veranstaltung wirbt Melania Trump für die Wiederwahl ihres Ehemanns.
  • Viele US-Republikaner versuchen zudem, Verfehlungen von Trumps demokratischem Konkurrenten aufzuzeigen.
  • Sie werfen Joe Biden Vetternwirtschaft vor und bezeichnen ihn als ein «Gefangenen der radikalen Linken» und «Kriegstreiber».

Biden habe «durchweg mehr Kriege gefordert», sagt Senator Rand Paul bei seinem Auftritt. Biden habe für den Krieg im Irak gestimmt und Kriege in Serbien, Syrien, Libyen unterstützt. «Biden wird weiterhin unser Blut und unsere Reichtümer vergeuden. Präsident Trump wird unsere Helden nach Hause bringen», zeigt sich Paul überzeugt.

Republikaner nominieren Trump formell als Kandidaten

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Zum Auftakt haben die Delegierten US-Präsident Donald Trump formell als Kandidaten nominiert. Wie erwartet kam er auf die notwendige Mehrheit der Delegiertenstimmen.

Nach der Nominierung trat Trump überraschend persönlich beim Parteitag auf. Mit Blick auf die Wahl am 3. November sagte der 74-Jährige vor den Delegierten: «Das ist die wichtigste Wahl in der Geschichte unseres Landes.» Der Auftritt war zuvor nicht angekündigt worden. Der 74-Jährige will die Nominierung bei einer Ansprache im Weissen Haus am Donnerstag annehmen.

In der vergangenen Woche hatten die Demokraten Ex-Vizepräsident Joe Biden (77) als ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt.

Von Vetternwirtschaft Bidens spricht neben Präsident Trump auch die frühere Justizministerin Floridas, Pam Bondi. Sie kritisiert, dass Bidens Sohn Hunter im Aufsichtsrat des ukrainischen Gasunternehmens Burisma sass. «Obwohl er keine Erfahrung mit der Ukraine oder dem Energiesektor besass, bekam er Millionen, um nichts zu tun», sagt Bondi. Seine Qualifikation als Sohn habe ausgereicht.

Familie lobt Führungsqualitäten

Auch Melania Trump meldet sich am zweiten Tag zu Wort. «Mein Ehemann ist das Beste für unser Land, er macht keine Geheimnisse aus dem, was er denkt. Ich glaube an seine Führungsqualitäten, uns erneut zur grössten Wirtschaftsnation zurückzuführen», sagt sie in ihrer Ansprache auf dem ansonsten weitgehend virtuellen Parteitag aus dem Rosengarten des Weissen Hauses vor Publikum.

Video
«Er liebt dieses Land und weiss, wie man Dinge regelt»
Aus News-Clip vom 26.08.2020.
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Daneben legen am zweiten Tag auch eine führende Abtreibungsgegnerin der USA sowie Trumps Kinder ein gutes Wort für Trump ein.

Tiffany und Eric Trump sprachen zu ihrem Vater und von seinen guten Führungsqualitäten. Zudem stellte der Präsidentensohn den Amerikanern in Aussicht, dass ihre Landsleute unter der Führung Trumps bald zum Mars fliegen werden.

Wahlkampf und Begnadigung

Auch Aussenminister Mike Pompeo lobt die Führung des amtierenden Präsidenten und plädiert für eine weitere Amtsperiode. Pompeos Rede wurde während einer offiziellen Reise in Jerusalem aufgezeichnet und sorgte kurz darauf bei den Demokraten für Kritik. Denn der Aussenminister missachtete eine lange Tradition und brachte sich direkt in den Wahlkampf ein.

Neben Pompeo nutzt am Parteitag auch Trump selbst die Macht seines Amtes, um in vorab im Weissen Haus aufgezeichneten Segmenten Wahlkampf zu betreiben. Er unterzeichnete eine Begnadigung für einen verurteilten Afroamerikaner, der ein Rehabilitationsprogramm für Straftäter ins Leben rief. Später verlieh er fünf Einwanderern die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Scharfe Kritik der Demokraten

Die Demokraten sehen in den Auftritten Trumps und Pompeos einen Verstoss gegen ein Wahlwerbeverbot («Hatch Act») aus dem Jahr 1939, der eine Wahlbeeinflussung durch Regierungsangestellte verhindern soll.

Pompeo habe sich während einer Dienstreise an einer parteipolitischen Veranstaltung beteiligt, Trump seine Präsidialaufgaben während der Wahlkampfveranstaltung wahrgenommen. Sie werfen den Republikanern ausserdem vor, auf ihrem Parteitag in North Carolina eine «alternative Realität» zu inszenieren.

70 Tage vor den Wahlen am 3. November liegt Biden vor Trump.

SRF 4 News, 25.08.2020, 08:00 Uhr;

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52 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Wenigstens Sie, hackt nicht auf dem politischen Gegner herum, spricht Wahrheiten an und aus, redet diplomatisch, versöhnlich und visionär. Sie wäre die bessere Präsidentin!
    1. Antwort von Matthias Wyrsch  (mawylu)
      Und sie hat im Gegensatz zu ihrem Mann Anstand und Rückgrat.
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ich glaube aber nicht, dass sie eine zweite Nancy Reagan ist, die ihrem Mann jeweils einflüsterte was richtig ist.
    3. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      Das war wohl das Ziel des Redenschreibers…
    4. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      "Das war wohl das Ziel des Redeschreibers".....wie zynisch.
      Die Präsidenten inkl. ihre Frauen lassen sich ihre Reden schreiben. Da ist man dann voll des Lobes für sie.
      Trump hat frei - ohne sich Reden schreiben zu lassen, darauf los geredet. Das kreidet man ihm an.
      Wer unbedingt ein Haar in der Suppe finden will, findet es immer.
      Fakt ist, dass ihre Rede voller Empathie vorgetragen war & diese könnten ihr auch Redeschreiber nicht in die Rede schreiben.
  • Kommentar von Walter Wieser  (Walt)
    Die eindruecklichen Reden von Ryan Holets, Daniel Cameron, Abby Johnson, Robert Vlaisavljevich werden hier kaum erwaehnt werden. Nicholas Sandmann und Pam Bondi nur wenig. Ich denke alle Redner haben viele, auch unschluessige Waehler ueberzeugt. Krampfhaft versuchen die Dems alles herunterzumachen. Wird nicht gelingen. Obige Grafik is uebrigens schon lange ueberholt.
    1. Antwort von Reto Blatter  (against mainstream)
      Herr Wieser: Besten Dank für diesen Kommentar. Die Umfragewerte sind schon seit ein paar Tagen ausgeglichen und die Zustimmung für Präsident Trump wird nach diesem Parteitag sicher steigen. Auch die Rede des schwarzen Senators Tim Scott war übrigens sehr beeindruckend.
    2. Antwort von Thomas F. Koch  (dopp.ex)
      Pam Bondi sprach über Bidens-Vetternwirtschaft, von Ukraine bis zu den chinesischen Banken und dass Hunter alle Jobs nur wegen den Beziehungen seines Vaters bekam, ohne entsprechende Vorkenntnisse. OK, ihre Aussage.
      Was ist mit den Trump-Kindern? Welche anderen Qualifikationen haben diese für die Regierungsjobs, ausser den POTUS als Vater zu haben? Was hätte Donald & Kids ohne den Namen Trump in erreicht? Wer profitiert von den Aufenthalten in Bedminster & Mar a Lago?
      Kein bisschen besser.
    3. Antwort von Roger Stahn  (jazz)
      Auch Rand Paul beschrieb Trump als den ersten Präsidenten einer Generation, «der versucht, den Krieg zu beenden, anstatt einen zu beginnen». Trump hat seine Antikriegspositionen genutzt, um Mitglieder seiner eigenen Partei anzugreifen, darunter die drittrangige Republikanerin im Haus, Liz Cheney (Tochter von Dick Cheney) aus Wyoming. Auch der Einfluss der McCains ist nicht mehr. Die Republikanische Partei scheint sich modernisiert zu haben. Sogar Vernon Jones (D) aus Georgia unterstützt Trump.
    4. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Herr Stahn, Trump hat viele Wirtschaftssanktionen eingeführt. Für mich sind das auch Kriege. Die Waffen sind einfach Hunger.
  • Kommentar von Ruedi Huber  (erha)
    Wenn man sich die Rede von Melanie genau anhört, scheint sie eher Wahlwerbung gegen ihren Mann zu machen als für ihn. Eigenartig.