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Der Moment des Sieges für Biden
Aus News-Clip vom 07.11.2020.
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US-Wahl entschieden «Ein starkes Signal»: So reagiert die Welt auf Bidens Sieg

Um kurz vor 17:30 Uhr Schweizer Zeit war es so weit: Der TV-Sender CNN erklärte Joe Biden zum Sieger der US-Präsidentschaftswahlen. Die Reaktionen aus aller Welt liessen nicht lange auf sich warten:

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris. Merkel bezeichnete die transatlantische Freundschaft mit den USA als unersetzlich, wenn man die grossen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen wolle.

Merkels Aussenminister Heiko Maas warb für einen Neustart der schwer angeschlagenen Beziehungen mit den USA. «Wir wollen in unsere Zusammenarbeit investieren, für einen transatlantischen Neuanfang, einen New Deal», schrieb Maas auf Twitter.

Der britische Premierminister Boris Johnson gratulierte Biden und Harris zu «ihrem historischen Erfolg». «Die USA sind unser wichtigster Verbündeter», schrieb Johnson auf Twitter. In Grossbritannien vermuten Kommentatoren, dass die Wahl auch die Verhandlungen um einen Brexit-Handelspakt zwischen Brüssel und London fördern könnte. Biden gilt als EU-freundlich, Donald Trump wollte hingegen ein lukratives Handelsabkommen mit Grossbritannien abschliessen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron twitterte, dass man eine
Menge zu tun habe, um die gegenwärtigen Herausforderungen zu
bewältigen.

Auch Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau betonte die Erwartung, mit
Biden zusammen internationale Probleme angehen zu können.

Auch aus der Schweiz gab es Glückwünsche. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga bezeichnete die Wahl als ein starkes Signal. Die Schweiz sei überzeugt, dass sie mit der neuen Administration die «ausgezeichneten» Beziehungen zu den USA weiterführen und ausbauen könne, twitterte Sommaruga.

Ihr Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) teilte zudem mit, dass Sommaruga Joe Biden einen Gratulationsbrief geschickt habe. Darin zeige sie sich auch erfreut darüber, dass Kamala Harris die erste Vizepräsidentin der USA in der Geschichte sein werde. Sommaruga sei überzeugt, dass die Kooperation auf multilateraler Ebene etwa in der Friedensförderung, bei den Menschenrechten oder beim Klimaschutz ausgebaut werden könne.

Indiens Premierminister Narendra Modi freute sich auf Twitter, erneut mit Biden zusammenarbeiten zu können. Speziell gratulierte Modi auch der designierten Vizepräsidentin Harris. «Ich bin zuversichtlich, dass die lebhaften Beziehungen zwischen Indien und den USA mit Ihrer Unterstützung und Führung noch stärker werden.» Harris Mutter stammt ursprünglich aus Indien und verliess das Land nur wenige Jahre vor der Geburt ihrer Tochter.

Natürlich liess es sich auch Ex-Präsident Barack Obama nicht nehmen, seinem ehemaligen Vize-Präsidenten und Weggefährten zu gratulieren. «Ich könnte nicht stolzer sein», schrieb Obama auf Twitter. Das Wahlresultat zeige aber auch, dass das Land tief gespalten sei. Nun sei es an jedem einzelnen aus seiner Komfort-Zone auszubrechen und den anderen zuzuhören, schrieb Obama.

Der erste prominente Republikaner, der Biden und Harris seine Glückwünsche aussprach war Senator Mitt Romney. Er und seine Frau Ann kennen die beiden als «Menschen guten Willens und bewundernswerten Charakters kennen», wie Romney twitterte. Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat ist als Kritiker des amtierenden Präsidenten Donald Trump bekannt.

Auch Bidens ehemaliger Herausforderer um die Präsidentschaftskandidatur, Bernie Sanders, gratulierte seinen früheren Rivalen Biden und Harris. Er wünsche ihnen «in diesem unglaublich schwierigen Moment der amerikanischen Geschichte das Beste» bei ihren Bemühungen, das Land zu einen, schrieb Sanders auf Twitter.

SRF 4 News, 7.11.20, 17:30 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Ich wünsche mir, dass sich die Republikaner nun vollständig von Trump distanzieren. Auch wenn ich mit den Demokraten sympathisiere, haben republikanische Anliegen und Haltungen ihre Berechtigung. Viele Amerikaner*innen sind in ihrem Herzen zu tiefst republikanisch. Sie alle verdienen Politiker*innen mit Ehre, Würde, Weisheit, Intelligenz und Menschlichkeit.
  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Die lange vorbereitete, sich selber erfüllende Prophezeiungs-Posse des Golfspielers in Charge bezüglich "Wahlbetrug" wird seinen rechtlichen Lauf nehmen, und wenn es Wahlbetrug gab, wird man es herausfinden. Sein Gebahren und seine Rhetorik zeigen aber deutlich, dass es ihm nicht im Geringsten um die effektive Verbesserung oder den Schutz des Wahlsystems, sondern nur um dessen Diskreditierung und Zerstörung geht. Sein Feind ist die Wahl an sich. Die Geschichte wird über ihn richten.
  • Kommentar von Luis Frei  (LFrei)
    Nach vierjähriger Zensur ist man endlich wieder dort als vor vier Jahren. Die mit Sehnsucht erwartete Rückkehr in die alten Muster einer globalisierten, linksprogressiven Gesellschaft, die von Bürokraten und Funktionäre verordnet wird, hat wieder freie Bahn. Kein Grund zum Jubeln in den USA, denn diese Wahlepisode wirft viel mehr Fragen auf über Sinn und Zweck der Demokratie in ein offensichtlich ideologisch tiefgespaltetes Land als Antworten. Eine weitere Periode hätte die Antworten geliefert.
    1. Antwort von Andres Mettler  (Medi)
      Okay es wird langsam mühsam, Leuten wie ihnen noch was zu erklären. Was sie von sich geben, klingt wie als wären sie in der DDR und die Stasi hat das ganze System im Griff. Das ist aber nicht der Fall. Wir leben einfach im digital vernetzten Zeitalter, wo es mit der Wahrheit eine Gratwanderung ist. Deswegen ist ihre Angstmacherei Gift für das Vertrauen in Institutionen, die friedliche Veränderungen herbeiführen. Logisch sind die nicht immer 100% perfekt, aber das waren sie noch nie.
    2. Antwort von Andreas Meier  (Epikur)
      Ich zwar nicht überrascht, wie viele Leute wie Sie hier in der Schweiz derart kurde, offensichtlich falsche und eher an einen arkanen Kult erinnernde Gesinnung vertreten, aber die Anzahl ist doch erstaunlich. Was reden Sie da nur? Ein Land kann durchaus konservativ, kapitalistisch und libertär sein, und TROTZDEM an Fakten, die Wahrheit und die Wissenschaft glauben. Und ohne Trumps Ämtergeschacher wie in einer Bananenrepublik auskommen. Die CH zeigt exemplarisch wie abwegig Ihr Kommentar ist.
    3. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      @Meier: Liberalismus ist eine wunderbare Sache. Die ultralibertäre Wirtschaftspolitik (v.a. der Reps) seit Reagan steht allerdings am Ursprung des in Trump personifizierten Backlashes. Es ist genau das passiert, wovor viele Intellektuelle schon seit Jahrzehnten gewarnt haben. Und bis heute wollen es leider die wirtschaftsliberalen Kräfte nicht begreifen, was man mit einer Inkaufnahme von zu grosser Ungleichheit zwangsläufig irgendwann auslöst. Es ist jetzt gerade noch einmal knapp gut gegangen.