Iran: Der Iran fordert die Weltgemeinschaft angesichts der Angriffe der USA und Israels zum Handeln auf. In einer Mitteilung des Aussenministeriums verlangt die Regierung in Teheran von den Vereinten Nationen und der internationalen Staatengemeinschaft, die Attacken zu verurteilen und Massnahmen zu ergreifen.
Die Schweiz: Das Schweizer Aussendepartement (EDA) hat sich «zutiefst besorgt» gezeigt über die Militärschläge in Nahost. Es forderte die Parteien zur Einhaltung des Völkerrechts auf, «einschliesslich der Charta der Vereinten Nationen und des humanitären Völkerrechts». «Wir rufen alle Parteien zu grösstmöglicher Zurückhaltung auf und fordern den Schutz der Zivilbevölkerung sowie der zivilen Infrastruktur», so das EDA auf X.
Norwegen: Der norwegische Aussenminister Espen Barth Eide äusserte sich besorgt darüber, dass ein neuer, umfassender Krieg im Nahen Osten beginnen könnte. «Der Angriff wird von Israel als Präventivschlag bezeichnet, aber er steht nicht im Einklang mit dem Völkerrecht. Präventivschläge erfordern eine unmittelbar bevorstehende Bedrohung», erklärte er in einer per Email an die Nachrichtenagentur Reuters übermittelten Stellungnahme. Er mahnte zur Zurückhaltung und dazu, die Suche nach diplomatischen Lösungen nicht aufzugeben.
Deutschland: «Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung genau und befindet sich in enger Abstimmung mit den europäischen Partnern», teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die Bundesregierung sei am Morgen über die Militärangriffe Israels auf den Iran vorab informiert worden, führte er aus. Sie habe einen Krisenstab einberufen.
Frankreich: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnte vor schweren Konsequenzen eines Krieges zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits für den Frieden und die internationale Sicherheit. Die aktuelle Eskalation sei für alle gefährlich und müsse gestoppt werden. Frankreich stehe bereit, auf Anfrage die notwendigen Mittel zum Schutz seiner engsten Partner bereitzustellen, führte Macron aus.
Grossbritannien: Die britische Regierung hat vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt. Premierminister Keir Starmer berief am Vormittag eine Sitzung des nationalen Krisenstabs Cobra ein, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete. London wolle «keine weitere Eskalation zu einem weiteren regionalen Konflikt sehen», zitierte PA einen Regierungssprecher. Iran dürfe niemals Atomwaffen entwickeln, deswegen habe man stets Bemühungen um eine Verhandlungslösung unterstützt, so der Sprecher weiter.
Spanien: Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez verurteilt die Militäraktion der USA und Israels gegen den Iran. Der einseitige Angriff stelle eine Eskalation dar und trage zu einer unsichereren und feindseligeren internationalen Ordnung bei, sagt Sanchez.
EU: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa riefen angesichts der Angriffe auf den Iran alle Beteiligten zur maximalen Zurückhaltung auf. Die Entwicklungen seien äusserst besorgniserregend, teilten die beiden Spitzenvertreter in einer gemeinsamen Erklärung mit. Alle Parteien müssten Zivilisten schützen und das Völkerrecht achten. Die EU werde zudem alle nötigen Schritte unternehmen, um ihre Bürger in der Region zu unterstützen.
Nach Angaben der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas ist die EU-Marine-Mission «Aspides» im Roten Meer in hoher Alarmbereitschaft. Sie stehe bereit, den Seeweg offen zu halten, sagte Kallas.
Oman: Der omanische Aussenminister hat die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran mit deutlichen Worten kritisiert. «Ich bin bestürzt. Aktive und ernste Verhandlungen wurden erneut untergraben», schrieb Badr al-Bussaidi auf der Social-Media-Plattform X. Der Oman hatte zuletzt eine wichtige Rolle gespielt als Gastgeber und Vermittler bei den Gesprächen zwischen Washington und Teheran über eine friedliche Beilegung des Streits um die iranischen Atom- und Raketenprogramme.
Russland: Russland forderte nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran eine sofortige Rückkehr zu einer politischen und diplomatischen Lösung. Die internationale Gemeinschaft müsse diese «verantwortungslosen Handlungen» objektiv bewerten, teilte das Aussenministerium in Moskau mit.