Iran: Der Iran fordert die Weltgemeinschaft angesichts der Angriffe der USA und Israels zum Handeln auf. In einer Mitteilung des Aussenministeriums verlangt die Regierung in Teheran von den Vereinten Nationen und der internationalen Staatengemeinschaft, die Attacken zu verurteilen und Massnahmen zu ergreifen. Die Sicherheit der Region und der Welt seien einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt, heisst es.
Die Schweiz: Das Schweizer Aussendepartement hat sich in einer Stellungnahme «zutiefst besorgt» gezeigt über die Militärschläge in Nahost. Es forderte die Parteien zur Einhaltung des Völkerrechts auf. Die Schweiz verlange die uneingeschränkte Einhaltung des Völkerrechts, «einschliesslich der Charta der Vereinten Nationen und des humanitären Völkerrechts», hiess es in einem Statement des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom Samstagvormittag auf X. «Wir rufen alle Parteien zu grösstmöglicher Zurückhaltung auf und fordern den Schutz der Zivilbevölkerung sowie der zivilen Infrastruktur», schreibt das EDA weiter.
Norwegen: Der norwegische Aussenminister Espen Barth Eide äusserte sich besorgt darüber, dass ein neuer, umfassender Krieg im Nahen Osten beginnen könnte. «Der Angriff wird von Israel als Präventivschlag bezeichnet, aber er steht nicht im Einklang mit dem Völkerrecht. Präventivschläge erfordern eine unmittelbar bevorstehende Bedrohung», erklärte er in einer per Email an die Nachrichtenagentur Reuters übermittelten Stellungnahme. Er mahnte zur Zurückhaltung und dazu, die Suche nach diplomatischen Lösungen nicht aufzugeben.
Deutschland: «Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung genau und befindet sich in enger Abstimmung mit den europäischen Partnern», teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Kanzler Friedrich Merz (CDU) habe sich ausserdem mit seinen Fachministern der sicherheitsrelevanten Ressorts beraten und werde im Laufe des Tages weitere Gespräche führen. Die Bundesregierung sei am Morgen über die Militärangriffe Israels auf den Iran vorab informiert worden, sagte Kornelius. Die Bundesregierung hat einen Krisenstab einberufen. Das Treffen sei für 12 Uhr (MEZ) im Auswärtigen Amt angesetzt, so ein Sprecher.
EU: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa riefen angesichts der Angriffe auf den Iran alle Beteiligten zur maximalen Zurückhaltung auf. Die Entwicklungen seien äusserst besorgniserregend, teilten die beiden Spitzenvertreter in einer gemeinsamen Erklärung mit. Alle Parteien müssten Zivilisten schützen und das Völkerrecht achten. Die EU werde zudem alle nötigen Schritte unternehmen, um ihre Bürger in der Region zu unterstützen.
Nach Angaben der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas ist die EU-Marine-Mission «Aspides» im Roten Meer in hoher Alarmbereitschaft. Sie stehe bereit, den Seeweg offen zu halten, sagte Kallas. Sie habe mit dem israelischen Aussenminister Gideon Saar und anderen Ministern in der Region gesprochen. Zudem stimme sich die EU eng mit arabischen Partnern ab, um diplomatische Wege auszuloten.
Russland: Russland forderte nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran eine sofortige Rückkehr zu einer politischen und diplomatischen Lösung. Die internationale Gemeinschaft müsse diese «verantwortungslosen Handlungen» objektiv bewerten, teilte das Aussenministerium in Moskau mit.