US-Präsident Donald Trump polarisiert im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit mehr als je zuvor – so zumindest die verbreitete Wahrnehmung. Doch was sagen die Umfragewerte?
Bei Amtsantritt vor einem Jahr sahen eine knappe Mehrheit der Amerikanerinnen und Amerikaner ihren Präsidenten positiv. Seither ist Trumps Beliebtheit – mit leichten Schwankungen – kontinuierlich gesunken.
Trump verliert an Zustimmung
Einen ersten Tiefpunkt erreichten die Umfragewerte Ende April, nachdem Trump die Schlagzeilen mit der Verkündung von massiven globalen Zöllen bestimmt hatte.
Das zweite Tief folgte im November, während des am längsten anhaltenden Shutdowns der Regierung in der Geschichte der USA. Im Dezember stabilisierten sich die Beliebtheitswerte leicht.
Gegenteilig verhält sich die Ablehnung, die im vergangenen Jahr angestiegen ist. Nach drei Monaten in seiner zweiten Amtszeit hatten über 50 Prozent der US-Bevölkerung eine ablehnende Haltung ihrem Präsidenten gegenüber. Das ist schneller als bei jedem anderen Präsidenten der letzten 50 Jahre. Einzige Ausnahme: Trump selbst in seiner ersten Amtszeit, in die er bereits mit einer Ablehnung von 50 Prozent startete.
So beliebt ist Trump im Vergleich zu seinen Vorgängern
Trumps Beliebtheit bewegt sich aktuell etwa auf dem Niveau von Joe Biden nach einem Jahr im Amt oder George W. Bush im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit.
Bei Trump ist ungewöhnlich, dass seine Nettozustimmung – das heisst die Differenz von Zustimmung und Ablehnung – jetzt höher ist als im ersten Jahr seiner ersten Amtszeit.
Sinkende Beliebtheitswerte im ersten Jahr einer Amtszeit sind dagegen normal. Nur bei George W. Bush machte die Beliebtheit nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 einen grossen Sprung nach oben.
Trump verliert Zustimmung bei Kernthemen
Auch wenn es um einzelne Politikbereiche geht, verliert Trump an Zustimmung – doch nicht überall gleich stark. USA-Korrespondentin Barbara Colpi erklärt, wie die US-Bevölkerung Trumps Immigrations-, Inflations- und Wirtschaftspolitik wahrnimmt.