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Lange Haftstrafe droht US-Soldat gewinnt Wette – mit Geheimwissen über Maduro-Einsatz

  • US-Behörden haben einen Soldaten verhaftet und angeklagt, weil er vertrauliche Militärinformationen für Wetten genutzt haben soll.
  • Konkret geht es um den US-Militäreinsatz in Venezuela im Januar, bei dem der damalige Präsident Nicolás Maduro gefangengenommen wurde.
  • Wenige Tage vor diesem Einsatz hatte der US-Soldat laut Anklage darauf gewettet, dass Maduro bald sein Amt verlieren und es einen US-Militäreinsatz in Venezuela geben würde.

Die Krux: Der Soldat soll selbst am Einsatz beteiligt gewesen sein. Dies hat das US-Justizministerium bestätigt.

Der 38-Jährige nutzte demnach seine Informationen auf der Plattform Polymarket, auf der man nach dem Prinzip von Börsenkontrakten Wetten auf das Eintreten bestimmter Ereignisse abschliessen kann. Dabei setzte er laut Klageschrift gut 33'000 Dollar unter anderem darauf, dass Maduro Ende Januar nicht mehr im Amt sein werde und zugleich US-Truppen in Venezuela eingesetzt würden. Die Wette habe dem Mann knapp 410'000 Dollar eingebracht.

Diese verdächtig erfolgreiche Wette hatte bereits im Januar Aufsehen erregt. Seinen Gewinn schleuste der Soldat laut Klageschrift über ein Kryptowährungskonto im Ausland – zusätzlich beantragte er bei Polymarket die Schliessung seines Accounts, um seine Identität zu verschleiern. Mit der Anklage dürfte das Rätsel wohl gelöst sein, welcher Insider dahintersteckte.

Dem Soldaten wird unter anderem vorgeworfen, Regeln gegen den Einsatz nicht öffentlicher Regierungsinformationen für Geschäfte verletzt zu haben. Ihm droht womöglich eine jahrzehntelange Haft.

SRF 4 News, 24.04.2026, 03:00 Uhr ; 

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