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Laut Medienberichten Grenzschutz-Kommandant Gregory Bovino soll Minneapolis verlassen

  • Der umstrittene Kommandant der Grenzschutzbehörde, Gregory Bovino, soll nach Medienberichten bald Minneapolis verlassen.
  • Neben Bovino sollen in Kürze auch einige seiner Grenzschutzbeamten abgezogen werden, wie die US-Sender CNN und CBS News berichteten. Sie stützen sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.
  • Nach Informationen von CNN sollen die Beamten am Dienstag die Stadt verlassen.

Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, bestätigte auf der Plattform X nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, dass einige Bundesbeamte am Dienstag damit beginnen würden, die Region zu verlassen. Nähere Angaben dazu, wen beziehungsweise wie viele Beamte das betrifft, machte er nicht.

Am Samstag war der US-Bürger Alex Pretti durch Schüsse bei einem Einsatz von Bundesbeamten in der Stadt im Norden der USA gestorben. Seither baute sich immer mehr Protest in der Stadt und landesweit gegen die Trump-Regierung und ihre rigorose Abschiebepolitik auf.

Der Fall Alex Pretti

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Ein Schild mit einem Fot von Alex Pretti.
Legende: Alex Pretti arbeitete als Krankenpfleger. Kristi Noem, Ministerin für Innere Sicherheit, bezeichnete ihn als «inländischen Terroristen». AP Photo / Adam Gray (Archiv)

Am Samstag haben US-Bundesbeamte in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota den 37-jährigen Alex Pretti erschossen.

Pretti war zum Tragen einer Schusswaffe berechtigt. Das Ministerium für Innere Sicherheit gab bekannt, dass sich Pretti während eines Einsatzes den Bundesbeamten mit einer Halbautomatikpistole genähert hatte. Die Beamten hätten aus Notwehr gehandelt.

Videos des Vorfalls zeigen, dass Pretti vor der Konfrontation mit den Beamten keine Waffe gezogen hatte. Zudem legen die Aufnahmen nahe, dass die Grenzschutzbeamten Pretti eine Pistole abnahmen, bevor die ersten Schüsse fielen.

Es ist nicht der erste Todesfall während des Einsatzes des Heimatschutzministeriums in Minnesota. Am 7. Januar erschossen ICE-Beamte die 37-jährige Renee Good am Steuer ihres Autos.

Die Demokraten wollen deshalb auch Haushaltsmittel für Migrationsbehörden blockieren. Bovino ist ein zentraler Akteur der umstrittenen Einsätze der Bundesbeamten in der demokratisch regierten Stadt im US-Bundesstaat Minnesota geworden. Er hatte nach dem Tod Prettis in einem CNN-Interview gesagt, dass die Beamten die «Opfer» seien.

Gregory Bovino in der Bildmitte, unmaskiert und mit Mantel.
Legende: Auch wegen seines rigorosen Auftretens, gekleidet mit einem auffälligen Mantel, hatten Kritiker Vergleiche zu Nazi-Methoden gezogen. Bovino (Mitte, unmaskiert) hatte das zurückgewiesen. EPA / OLGA FEDOROVA (Archiv)

Die Medienberichte folgen wenige Stunden auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass er nach den tödlichen Schüssen auf einen US-Bürger bei einem Einsatz von Bundesbeamten den früheren kommissarischen Leiter der Einwanderungsbehörde ICE, Tom Homan, in den Bundesstaat Minnesota schickt.

Ex-ICE-Leiter Homan gilt als Hardliner

Regierungssprecherin Karoline Leavitt fügte an, dass Homan die Einsätze vor Ort überwachen solle. Er solle am Montagabend ankommen und dann direkt an Trump berichten, teilte der Präsident auf seinem Sprachrohr Truth Social mit.

Ein Mann in einem grauen Anzug.
Legende: Homan ist schon länger mit der Oberaufsicht über Trumps Abschiebepolitik betraut und gilt als Hardliner. EPA / JIM LO SCALZO (Archiv)

Regierungssprecherin Leavitt fügte an, dass Homan die Einsätze vor Ort überwachen solle.

Trump telefonierte mit Gouverneur Walz und Bürgermeister Frey

Die Ankündigung kam nach einem Telefonat zwischen Trump und Minnesota-Gouverneur Tim Walz. Der Demokrat hatte von der US-Regierung gefordert, dass sie die zu Tausenden in die Stadt für Abschiebe-Razzien geschickten Bundesbeamten abziehen soll.

Walz bestätigte später das Gespräch mit Trump und bezeichnete es als «produktiv».
Legende: Walz bestätigte später das Gespräch mit Trump und bezeichnete es als «produktiv». Jeff Wheeler / Star Tribune via AP (Archiv)

Trump gab seinerseits bekannt, dass Walz ihn angeblich um eine Zusammenarbeit gebeten habe. «Es war ein sehr gutes Gespräch, und wir schienen tatsächlich auf einer ähnlichen Wellenlänge zu sein», behauptete Trump. Er habe Homan angewiesen, mit Walz zu telefonieren, und kündigte zeitnah ein weiteres Gespräch mit dem Gouverneur an. Dieser soll dem Präsidenten zufolge «glücklich» damit sein, dass Homan in seinen Bundesstaat geschickt werde.

Auch Bürgermeister Frey äusserte sich nach seinem Gespräch mit Trump positiv. Er habe darin zum Ausdruck gebracht, wie sehr Minneapolis von den Migrantinnen und Migranten, die dort lebten, profitiert habe.

Auch Bürgermeister Frey äusserte sich nach seinem Gespräch mit Trump positiv.
Legende: «Der Präsident stimmte zu, dass die aktuelle Situation nicht so weitergehen kann», schrieb Frey. AP Photo / Adam Gray (Archiv)

Zudem habe Frey seine Forderung unterstrichen, dass der im Dezember gestartete Bundeseinsatz von Migrationsbehörden in seiner Stadt beendet werden müsse. Frey will sich am Dienstag mit Homan treffen, um weitere Schritte zu besprechen.

10 vor 10, 26.01.2026, 21:50 Uhr ; 

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