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Tausende suchen Schutz vor den Buschbränden in Australien
Aus Tagesschau vom 31.12.2019.
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Verheerende Buschbrände Weitere Tote und Vermisste in Australien

  • In Australien haben die Buschfeuer weitere 200 Häuser zerstört und ein neues Todesopfer gefordert.
  • Wie die Behörden mitteilen, werden vier Personen vermisst und weitere Opfer befürchtet.

Die Leiche eines Mannes wurde in einem verbrannten Auto an der Südküste von New South Wales (NSW) gefunden, teilte der Polizeichef des Bundesstaates mit. Er rechne damit, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöhen werde.

Im Bundesstaat Victoria werden nach Angaben von Premierminister Daniel Andrews in der Region Gippsland rund 500 Kilometer östlich von Melbourne vier Menschen vermisst.

Asche und Glut regnete auf uns. Menschen brachten sich und ihre Kinder im seichten Wasser in Sicherheit.
Autor: Mark TregellasBewohner von Mallacoota

Etwa 4000 Menschen machten sich in der Stadt Mallacoota auf den Weg ans Wasser, nachdem Flammen den Fluchtweg über die Hauptstrasse versperrten.

Der Bewohner Mark Tregellas sagte, dass nur eine Änderung in der Windrichtung in letzter Minute Leben verschonte. «Das Feuer wurde immer grösser und dann senkte sich das Schwarze um uns herum. Ich konnte die Hand vor Augen nicht sehen. Dann fing es an, rot zu leuchten und wir wussten, das Feuer kommt», sagte Tregellas der Nachrichtenagentur Reuters.

«Asche und Glut regnete auf uns. Menschen brachten sich und ihre Kinder im seichten Wasser in Sicherheit. Glücklicherweise änderte sich die Windrichtung und das Feuer zog ab.»

Militär will Menschen ausfliegen

Angesichts der noch immer gestrandeten Tausenden von Menschen wurde das Militär eingezogen, um die Versorgung sicherzustellen und bei Evakuierungen zu helfen. Die Regierung kündigte an, mit Seelandungsbooten Nahrungsmittel und Wasser zu den Menschen zu bringen, die vor den Flammen an die Strände fliehen mussten.

Die Hilfe soll am Donnerstag oder Freitag in den Küstenstädten der Staaten New South Wales und Victoria ankommen. Zudem sollen Menschen mithilfe von Helikoptern in Sicherheit gebracht werden.

Insgesamt gab es seit Ausbruch der Buschbrände im Oktober in ganz Australien zwölf brandbedingte Todesfälle, darunter drei freiwillige Feuerwehrleute. Gegen 1000 Häuser wurden zerstört.

Allein in New South Wales lodern noch mehr als 100 Brände, Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz. Täglich kommen neue Feuer dazu, da es extrem heiss, trocken und windig ist. Die Feuer sind inzwischen so gross, dass sie trockene Blitzeinschläge und Feuer-Tornados auslösen können.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Sie sagen es richtig. Dass PM Scott Morrison das Feuerwerk in Sydney trotz des Infernos in der Umgebung nicht abgesagt hat, zeigt, dass er für alle Betroffen kein Herz hat. Nur Geld zählt für ihn. Gilt auch für den Kohlenabbau. So viele Feuerwehrmänner kämpfen bis zur Erschöpfung gegen die Feuersbrunst, Menschen flüchten, Natur und Tierwelt gehen elend zu Grunde. Ein solcher PM kann nicht nah beim Volk sein, man würde anderes erwarten. Schande! Wie wohl die Australier über ihn denken?
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  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Unglaublich, dass angesichts dieser Katastrophe das Feuerwerk in Sydney nicht Abgesagt wurde. Ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen.
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