- Der britische König Charles III. hat während seiner Rede vor dem US-Kongress Meinungsäusserungen von US-Präsident Donald Trump widersprochen.
- Ohne Trumps Namen in diesem Kontext zu nennen, betonte der Monarch die Bedeutung der Nato, insbesondere auch im Krieg in der Ukraine.
Es sei «dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit» erforderlich, die von den Verbündeten unter anderem in den Weltkriegen, im Kalten Krieg sowie in Afghanistan gezeigt worden sei, sagte der König.
Charles III. sagte, das Engagement und die Kompetenz der US-Streitkräfte und ihrer Verbündeten bildeten das Herz der Nato. «Von den Tiefen des Atlantiks bis zu den katastrophal schmelzenden Eiskappen der Arktis», sagte Charles, was als Verweis auf den Klimawandel gewertet werden kann, den Trump praktisch leugnet.
Die Verbündeten seien einander zur Verteidigung verpflichtet, sagte Charles – zum Schutz vor den «gemeinsamen» Gegnern.
Deutliche Warnung bezüglich Klimawandel
Die Natur bezeichnete Charles als «unser wertvollstes und unersetzliches Gut». Unsere Generation müsse entscheiden, wie dem Zusammenbruch kritischer Ökosysteme begegnet werden könne.
Britisches Königspaar auf Besuch in den USA
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Bild 1 von 11. Der britische König Charles III. und Königin Camilla sind für vier Tage auf Staatsbesuch in den USA. Bildquelle: Reuters/Aaron Chown .
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Bild 2 von 11. Am Montagabend um 20:30 Uhr Schweizer Zeit landete das Königspaar in Washington. Bildquelle: Reuters/Eric Lee .
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Bild 3 von 11. Neben einer Rede, die Charles III. in Washington hält, erwarten ihn auch eine Militärzeremonie und ein Gespräch mit US-Präsident Donald Trump im Oval Office. Bildquelle: Reuters/Eric Lee.
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Bild 4 von 11. US-Präsident Donald Trump gilt als grosser Fan der britischen Royals. Bildquelle: Keystone/AP Photo/Alex Brandon .
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Bild 5 von 11. Etwa mit einer Stunde Verspätung traf das Königspaar schliesslich im Weissen Haus ein. Bildquelle: Keystone/AP Photo/Alex Brandon .
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Bild 6 von 11. Gleich nach dem Empfang im Weissen Haus ging es zum gemeinsamen Tee. Bildquelle: Reuters/Suzanne Plunkett.
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Bild 7 von 11. Die Royals besichtigen gemeinsam mit dem Präsidentenpaar die Bienenstöcke des Weissen Hauses. Bildquelle: Reuters/Suzanne Plunkett .
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Bild 8 von 11. Auch den Honig durften sie verkosten. Bildquelle: Reuters/Aaron Chown.
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Bild 9 von 11. Hunderte Menschen nahmen an der Gartenparty bei der britischen Botschaft teil. Bildquelle: Reuters/Roberto Schmidt .
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Bild 10 von 11. Am Dienstagabend (Schweizer Zeit) sprach König Charles III. vor dem US-Kongress. Bildquelle: AP Photo/Matt Rourke.
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Bild 11 von 11. In seiner Rede kritisierte der britische König indirekt die Trump-Regierung: Er mahnte zum Umweltschutz, der von der US-Regierung untergraben wird. Bildquelle: AP Photo/Manuel Balce Ceneta.
Der Klimawandel bedrohe weit mehr als die Harmonie und die unverzichtbare Vielfalt der Natur. «Wir ignorieren auf eigene Gefahr», dass diese natürlichen Systeme die Grundlage für Wohlstand und Sicherheit bildeten, sagte der König.
Verurteilung von Gewalt
Der König verurteilte ausserdem die Gewalt, die in letzter Zeit das politische Leben in den Vereinigten Staaten geprägt habe, insbesondere nach den Schüssen, die während einer Pressegala fielen, an der Donald Trump teilnahm.
Diese Schüsse seien ein Versuch gewesen, «Angst und Zwietracht weiter zu schüren», so der britische Monarch. Solche Gewalttaten würden niemals Erfolg haben.