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Legende: Video Stimmen zur Lage im Lager auf Lesbos (unkomm.) abspielen. Laufzeit 02:51 Minuten.
Aus News-Clip vom 30.08.2019.
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Von der Türkei nach Lesbos Hunderte Migranten in Griechenland angekommen

  • Die grösste Anzahl an Migranten seit dem Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes ist am Donnerstag auf Griechenlands Insel Lesbos angekommen.
  • Die Menschen seien von der Türkei aus gestartet, hiess es.
  • Die Migranten wurden in das ohnehin überfüllte Registrierlager von Moria gebracht.
  • Griechenland bestellte den türkischen Botschafter in Athen ein.

Mindestens 500 Migranten sind am Donnerstag aus der Türkei zur griechischen Insel Lesbos gelangt. Es handelt sich dabei um die grösste Anzahl an Migranten, die seit dem Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im Jahr 2016 an einem einzelnen Tag in Griechenland angekommen ist.

Ursache unbekannt

Man habe am Donnerstag «eine Art Ansturm» gehabt, sagte ein Offizier der Küstenwache. Woran dies liege, könne er aber nicht sagen, fügte der Beamte hinzu.

Alle Migranten wurden den Angaben zufolge ins bereits überfüllte Registrierlager von Moria auf Lesbos gebracht. Dort harren zurzeit mehr als 10'000 Migranten aus. Das Lager habe eigentlich eine Aufnahmekapazität für nicht mehr als 3000 Menschen, berichtete der griechische Nachrichtensender Skai.

Athen bestellt türkischen Botschafter ein

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Die griechische Regierung bestellte den türkischen Botschafter ein, hiess es in diplomatischen Kreisen. Dem türkischen Gesandten sei das Missbehagen der Zunahme der über die Türkei nach Griechenland gelangenden Flüchtlinge ausgedrückt worden. Der Botschafter habe versichert, dass sich die Türkei dem 2016 mit der EU abgeschlossenen Flüchtlingsabkommen verpflichtet fühle.

Das EU-Türkei-Abkommen

Der im März 2016 geschlossene Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Im Gegenzug nehmen EU-Staaten der Türkei schutzbedürftige Flüchtlinge aus Syrien ab und finanzieren Hilfen für Flüchtlinge, die in der Türkei leben.

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 hatte es Tage gegeben, an denen rund 7000 Migranten über die Türkei griechische Inseln erreichten.

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
    Die Migration sinkt seit Jahren und außer den Rechtsnationalisten, die kein anderes Wahlkampfthema zu scheinen haben, haben die Leute offensichtlich ganz andere Probleme, als ein paar Migranten ! Und mal so nebenbei. Es gibt bis heute keinen durchsetzbaren und konstruktiven Vorschlag seitens der SVP, wie man Migration erfolgreich bekämpfen kann. Nicht einen !
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    1. Antwort von S. Borel  (Vidocq)
      Doch Herr Henchler, hat sie... „einfach nicht reinlassen“... denn was man nicht sieht, gibt es nicht... Zynismus off.
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    2. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Können Sie sich noch an die Bilder von 2016 in den Balkan-Ländern erinnern? Die Völkerwanderung habe die Visegrad-Staaten gestoppt. Also die "paar Migranten" haben ihre so genannten "Rechtsnationalen" gestoppt. Einen konstuktiven Schritt haben die dänischen Sozialisten bewiesen. Es gibt für Schutzsuchende nur noch Niederlassung bis der genannte Fluchtgrund entfällt. Es gibt auch keine Integration, sondern nur noch Weiterbildung im angestammter Berufserfahrung um bei der Rückkehr Fuss zu fassen.
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    3. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Doch Herr Henchler, hat sie, nur sind diese Lösungen und Massnahmen diversen Leuten nicht genehm, und deshalb schreiben diese dann von "keinen" oder "nicht umsetzbaren" Vorschlägen. Und ich behaupte halt genau das Gegenteil. Dass die Linken gar keine Lösungen haben, als Jeden nach Europa und in die CH zu lassen. Mit all den Problemen, die man dann bewirtschaften kann. Allerdings werden diese uns dermassen über den Kopf wachsen, dass es mich schaudert.
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    4. Antwort von robert mathis  (veritas)
      F.Henchler Probleme wegen „ ein paar Migranten“ ich denke das sehen z.B.die Italiener und Griechen etwas anders.Konstruktive Vorschläge lese ich auch von den andern Parteien keine zudem helfen auch Sie Niemandem mit unsachlichen Unterstellungen .
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    5. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Henchler, da haben Sie vollkommen recht! Dieses Gejammer v.a. von seiten der SVP wegen Migranten; dabei ist die Zahl rückläufig.
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  • Kommentar von pedro neumann  (al pedro)
    Effektiv will die Migration niemand völlig stoppen, was man klar könnte. Dazu ist die politische Meinung zu durchzogen, die Kompetenzen sind unklar und die EU ratlos und tatenlos....Noch immer ist das Ganze illegal aber offenbar egal....
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    1. Antwort von robert mathis  (veritas)
      (Uvk) was heisst rückläufig was hilft das wenn noch Tausende in unzumutbaren unmenschlichen überfüllten Unterkünften ausharren müssen weil die Verantwortlichen überfordert sind von den Massen und ihr Status darum noch nicht überprüft werden konnte,das hat übrigens mit Svp Gejammer nichts zu tun das Problem sehen auch Menschen anderer Parteien
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  • Kommentar von S. Borel  (Vidocq)
    Da hier explizit von Migranten gesprochen wird, gehe ich davon aus, dass bekannt ist, woher diese Menschen stammen? Dann wohl sicher nicht aus z.B. Syrien? Denn ansonsten wäre das „Label“ Flüchtlinge wohl eher angebracht?
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    1. Antwort von Adrian Weber  (Pöbel)
      Gerade in Moria sind viele syrische Flüchtlinge "interniert" und finden sich nach Krieg und Folter dem nächsten Kampf ausgesetzt, der von Rassismuss und Unterdrückung geprägt ist. Alleingelassen mit ihren Traumata, können sie weder weiter noch zurück.
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