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Vor Präsidentschaftsdebatte Joe Biden veröffentlicht Steuerunterlagen

  • Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat seine Steuererklärung veröffentlicht.
  • Er und seine Ehefrau bezahlten im vergangenen Jahr demnach fast 300'000 Dollar Bundessteuern.
  • Der Schritt erfolgt wenige Tage, nachdem die «New York Times» einen Enthüllungsbericht über Präsident Trumps Steuern veröffentlicht hatte.
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Aus dem Archiv: Steuererklärungen von Trump aufgetaucht
03:32 min, aus Echo der Zeit vom 28.09.2020.
abspielen. Laufzeit 03:32 Minuten.

Wenige Stunden vor dem ersten TV-Duell im US-Präsidialwahlkampf hat der demokratische Herausforderer Joe Biden die Kontroverse über die Finanzen von Amtsinhaber Donald Trump befeuert.

Aus der Erklärung von Biden und seiner Ehefrau Jill geht hervor, dass sie für das vergangene Jahr mehr als 346'000 Dollar an Steuern und anderen Zahlungen an den Bund abgeführt haben. Das gemeinsame Jahreseinkommen betrug demnach fast 985'000 Dollar. Die Bidens beantragten eine Rückzahlung von fast 47'000 Dollar, die sie nach ihrer Darstellung zu viel bezahlt hätten.

Aus den Steuerunterlagen der demokratischen Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft, Kamala Harris, geht hervor, dass sie und ihr Ehemann – ein Anwalt – 2019 etwa 1.2 Millionen Dollar an Bundessteuern auf ein gemeinsames Jahreseinkommen von 3.3 Millionen Dollar gezahlt haben.

Trump soll nun Unterlagen offenlegen

Das Wahlkampf-Team der Demokraten forderte Trump auf, mit der eigenen Erklärung nachzuziehen. Der Republikaner hält entgegen den Gepflogenheiten in der US-Politik seine Unterlagen seit Jahren unter Verschluss. Zuletzt war das Thema in den Vordergrund des Wahlkampfs gerückt, nachdem die Zeitung «New York Times» berichtet hatte, Trump habe in den vergangenen Jahren kaum oder keine Bundessteuern gezahlt.

Trump zahlte nach Darstellung der «New York Times» in zehn der 15 Jahre bis 2017 gar keine Bundessteuern. Seine entsprechende Last in den Jahren 2016 und 2017 habe jeweils 750 Dollar betragen. Trump hat die Darstellung zurückgewiesen und erklärt, er habe «viele Millionen Dollar an Steuern» gezahlt. In den USA werden Bundes- und Landessteuern getrennt erhoben.

Die Vize-Chefin von Bidens Wahlkampf-Team, Kate Bedingfield, nannte die Veröffentlichung der Unterlagen einen historischen Schritt, der den Amerikanern den Glauben an die politische Führung zurückgeben solle. «Herr Präsident, veröffentlichen Sie ihre Steuererklärung oder halten Sie den Mund», sagte sie vor Journalisten. Eine Stellungnahme der Republikaner lag zunächst nicht vor.

Liveübertragung des TV-Duells um 3 Uhr

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Das erste TV-Duell zwischen den beiden US-Präsidentschaftskandidaten überträgt SRF 1 live. Die Spezialausgabe der Tagesschau beginnt in der Nacht auf Mittwoch um 3 Uhr morgens. Sie wird moderiert von Peter Düggeli, dem USA-Korrespondenten von SRF.

Sie können das TV-Duell auch im Livestream und Liveticker auf srf.ch/news und in der SRF News App verfolgen. Dort finden Sie nach der Debatte auch umgehend eine Zusammenfassung des Duells sowie Reaktionen und Analysen.

SRF 4 News, 29.09.2020, 21 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Es scheint das Biden ein kluger Kopf ist... Jetzt Offenlegung der Steuerinfos... just vor dem TV event... da hat er Trump schon einige Meter abgenommen..
  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Sind in die Unterlagen von Biden auch die Bezahlungen der Ukraine enthalten? Und noch anderen fragwürdigen Geschäften? Ist übrigens schon fragwürdig, der billig Trick mit der Steuererklärung. Aber ein man der schon über 30 Jahre nichts getan hat in Washington, ausser herum sitzen und Sitzungsgelder einkassieren, hat nicht anders zu bitte.
    1. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      Und ein Schelm, wer sich böses dabei denkt - dass er vielleicht auch viel vom Vermögen in der Ukraine gebunkert hat. Steuerfrei.
      Oder vielleicht wie der Clinton Clan in einer Stiftung angelegt hat.
      Auffallend ist, dass viel Vermögen zu haben bei den DEMS zum guten Ton gehört - egal wie es erworben wurde. Aber auch eher weniger durch Eigenleistung. Bei den REPS aber wird es verurteilt.
      "Wenn zwei dasselbe tun" - es für die DEMS halt nicht dasselbe ist.
    2. Antwort von Hermann Roth  (Dr. Wissenschaftler)
      Ja her Cohen, ich bin mir sicher, Biden hat Geschäfte, die seine Karriere beenden können, von den Steuern abgezogen... /s
  • Kommentar von Koni Flütsch  (KOMANKO)
    Transparenz? Hmmmm. Wenn sein Sohn dies machen würde, dann gute Nacht. Er kann zudem jederzeit bestimmen, was darin auftaucht und was nicht. Die vielen ausgelagerten Geschäfte, für welche Familienmitglieder für ihn bürgen, würden schon eher effektive Transparenz bieten. Ein Schachzug. Mehr nicht. Und die vielen betatschten Frauen und Mädchen werden ihn sicher nicht wählen. Trotzdem wird er wohl „Präsi“, ob vom Volk gewählt oder nicht sei dahingestellt.