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VW-Abgasskandal 288 Millionen Schadensersatz für Volkswagen

  • Der frühere VW-Konzernchef Martin Winterkorn und drei weitere Ex-Vorstände haben sich mit Volkswagen auf eine Entschädigung geeinigt.
  • Ein Grossteil der Summe erhält Volkswagen von der Organhaftpflichtversicherung.
  • Winterkorn und weiteren ehemaligen Führungskräften wurde nach dem Dieselskandal vorgeworfen, aktienrechtliche Sorgfaltspflichten verletzt zu haben.
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Aus dem Archiv: Autobauer VW muss Entschädigung zahlen
Aus Tagesschau vom 25.05.2020.
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Volkswagen hat sich mit dem früheren Konzernchef Martin Korn und drei weiteren Ex-Vorständen auf eine Entschädigung für den Dieselskandal geeinigt. Somit zahlt Winterkorn 11.2 Millionen Euro, Ex-Audi-Chef Rupert Stadler gibt 4.1 Millionen Euro. Stefan Knirsch und Wolfgang Hatz zahlen als ehemalige Entwicklungsvorstände von Audi und Porsche 1.5 Millionen Euro.

270 Millionen Euro erhält Volkswagen von der Organhaftpflichtversicherung. Diese Summe ist die bislang höchste, die ein solcher Unternehmenszusammenschluss gezahlt hat.

Was ist eine Organhaftpflichtversicherung?

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Die Organhaftpflichtversicherung ist ein Versicherungsschutz für Führungskräfte und ihre Unternehmensorgane. Die Abkürzung D&O steht für das Englische “Directors and Officers” liability insurance.

Weil Verwaltungsräte, Geschäftsführer und leitende Manager in der gesetzlichen Verantwortung stehen, müssen sie Entscheidungen im Interesse des Unternehmens fällen. Dabei müssen sie die Kontrolle über die eigenen und delegierten Arbeiten behalten. Wer diese Pflicht verletzt, haftet bei Schadensersatzansprüchen Dritter mit seinem Privatvermögen. Die Organhaftpflichtversicherung übernimmt Entschädigungskosten für begründete Ansprüche oder Kosten infolge von Reputationsschäden, sodass das Privatvermögen geschützt ist.

Im September 2015 war Winterkorn nach Bekanntwerden der manipulierten Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen von allen Konzernämtern zurückgetreten. Er hat stets bestritten, von der Abgasmanipulation gewusst zu haben.

SRF 4 News, 09.06.21, 14:00 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Die ganze Übung Stickoxyd ist eine
    grosse Rechtfertigungsversuchs Aktion Ablenkung von größeren Fehlern unserer Zeit.
  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Die Politik will nicht, dass die Automobil-Konzerne zu stark geschwächt werden, weil sie quasi systemrelevant für die jeweilige Volkswirtschaft sind. Das ist grundsätzlich in allen Staaten so, aber natürlich besonders in Deutschland. Darum können diese Konzerne auch Sch*** bauen bis zum Abwinken. Und darum werden sie auch nie ansatzweise für ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen.
    Ein Normalbürger müsste für Betrug in dieser Dimension zwingend in den Knast.
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    „Der Dieselskandal hat den Automobilhersteller Volkswagen bislang nach eigenen Angaben 32 Milliarden Euro gekostet. Allein die Anwaltskosten hätten sich inzwischen auf „einen hohen dreistelligen Millionenbetrag“ summiert. VW hatte im September 2015 nach Ermittlungen von amerikanischen Behörden eingeräumt, rund um den Globus in rund 11 Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben.“
    Und doch brummt das Geschäft. Verstehe wer will.