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Waffengesetze in den USA Trump will «Bump Stocks» verbieten lassen

  • Die US-Regierung hat ein Verbot von sogenannten «Bump Stocks» auf den Weg gebracht.
  • Der Erwerb und der Besitz der Vorrichtung soll künftig illegal sein.
  • Für die Waffenlobby gehen die neuen Vorschriften zu weit.
Legende: Video Aus dem Archiv: Trump offen für schärfere Waffengesetze abspielen. Laufzeit 02:30 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.02.2018.

Der «Schnellschusskolben» ist schon seit längerem in Verruf. Doch seit der Todesschütze von Las Vegas aus seinem Hotelzimmer 58 Zuschauer eines Konzertes damit tötete, wurde die Politik auf den Plan gerufen. Bump Stocks sind vergleichsweise einfach selbst anzufertigen und werden im Internet für wenig Geld verkauft.

Mit Aufsatz zum Maschinengewehr

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Mit Aufsatz zum Maschinengewehr
Legende:Wikipedia / Phoenix7777

Die Vorrichtungen machen ein in den meisten Teilen der USA legal zu erwerbendes halbautomatisches Gewehr de facto zu einer automatischen Waffe – und umgehen das dafür geltende Verbot. Mit dem Schnellfeuerkolben feuert die Waffe in schnellen Schussfolgen, ohne das der Abzug immer wieder von neuem gedrückt werden muss.

Die neue Regelung der US-Regierung sieht vor, dass wer «Bump Stocks» besitzt, 90 Tage Zeit bekommen soll, um die Vorrichtungen zu zerstören oder sie an die Waffenbehörde weiterzuleiten. Die Behörden gehen nach Angaben des Justizministeriums davon aus, dass Zehntausende solcher «Bump Stocks» im Umlauf sind.

Amnestie für «Bump Stock»-Besitzer

Die Trump-Regierung hatte für diese Entscheidung auch die Waffenlobby NRA konsultiert. Diese hatte sich nach dem Massaker von Las Vegas selbst in einem ungewöhnlichen Schritt für eine schärfere Überprüfung der «Bump Stocks» ausgesprochen.

Am Dienstag sagte allerdings eine Sprecherin zur «New York Times», der Verband sei enttäuscht über die Pläne Trumps. Sie sprach sich für eine Amnestie für diejenigen Amerikaner aus, die bereits Bump Stocks besitzen.

Waffenland USA

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Ohne jetzt das Gesetz per se schlecht zu finden sei erwähnt, dass man mit vollautomatischem Herumgeballere massiv schlechter trifft und weniger Schaden an lebenden Personen anrichtet, als mit gezielten Schüssen. Insofern ist das wieder so eine Symptombekämpfung, welche sicher einen gewissen symbolischen Wert hat, aber im Endeffekt nichts bringt
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  • Kommentar von Willy Boller (Willy Boller)
    Das ist ja kaum der berühmte Tropfen auf den heissen Stein! So lange nicht einmal im Kongress geschossen wird und etliche Opfer zu beklagen sind, wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beim amerikanischen Waffenrecht nicht sehr viel ändern. Leider!
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  • Kommentar von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
    Zuerst macht Trump es wieder möglich, dass psychisch Kranke wieder Kriegswaffen kaufen dürfen, und jetzt möchte er dafür sorgen, dass nicht hunderte sondern nur dutzende Menschen damit ermordet werden können.
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