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Deutschland: Letzter TV-Dreikampf ums Kanzleramt
Aus Tagesschau vom 19.09.2021.
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Wahlen in Deutschland Drittes Triell: Olaf Scholz hat Publikum am meisten überzeugt

  • Sieben Tage vor der Bundestagswahl haben die Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen beim letzten TV-Triell die Wähler zu mobilisieren versucht.
  • Dabei diskutierten sie heftig über die richtigen Strategien beim Klimaschutz.
  • Klarer Gewinner des Abends war SPD-Kandidat Olaf Scholz

«Wollen Sie das Pariser Klimaziel einhalten oder wollen Sie weiterhin 17 Jahre lang Kohle verstromen?», fragte Baerbock am Sonntagabend in der von ProSieben, Sat.1 und Kabeleins ausgestrahlten Sendung ihre Rivalen von Union und SPD, Armin Laschet und Olaf Scholz.

Blitzumfrage: Scholz gewinnt drittes TV-Triell

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Legende: Keystone

SPD-Kandidat Olaf Scholz hat nach einer Forsa-Blitzumfrage für ProSieben/Sat1 auch das dritte Triell gewonnen. 42 Prozent der Befragten sagten demnach, Scholz sei am überzeugendsten gewesen. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet nannten 27 Prozent als Sieger und Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock 25 Prozent.

Scholz verwies auf den dringend nötigen Ausbau der erneuerbaren Energien, ging aber nicht weiter auf das Datum zum Kohleausstieg ein. Laschet verwies auf die Kräfte des Marktes und die Kreativität der Industrie, die man als Staat fördern müsse.

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Einschätzung zum letzten TV-Triell zur Kanzleramtswahl
Aus Tagesschau vom 19.09.2021.
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Er glaube, dass die CO2-Preise die fossilen Energieträger so sehr verteuern würden, dass ein früherer Kohleausstieg durchaus möglich sei. Alle drei Kandidaten bekannten sich zur Notwendigkeit, die Wirtschaft auf eine klimaneutrale Produktionsweise umzustellen.

«Ich bin fundamental anderer Meinung»

Scholz sagte, für die «grösste industrielle Modernisierung», die Deutschland vor sich habe, sei es nötig, ein leistungsfähiges Stromnetz zu haben und auch Planungssicherheit für Schlüsselindustrien wie Stahl und Chemie zu schaffen.

Laschet warf Baerbock erneut vor, beim Klimaschutz eine Politik der Verbote zu verfolgen. «Sie haben in dem letzten Triell gesagt: Verbote schaffen Innovation. Ich bin fundamental anderer Meinung», sagte er.

Baerbock äussert sich skeptisch zu Union-Koalition

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Legende: Keystone

Baerbock hat sich skeptisch zu einem möglichen Bündnis mit der Union nach der Bundestagswahl geäussert. Aus ihrer Sicht sei es Zeit, «dass die Union in die Opposition geht», sagte Baerbock am Sonntag beim TV-Triell auf die Frage, ob sie eine sogenannte Jamaika-Koalition mit Union und FDP ausschliesse. Gleichzeitig betonte sie die Gemeinsamkeiten mit den Sozialdemokraten: «Wir haben in vielen Bereichen der Sozialpolitik grosse Schnittmengen mit der SPD.»

Die Frage von Moderatorin Linda Zervakis, ob die Union in den vergangenen 30 Jahren den Fortschritt im Kampf gegen den Klimawandel verschlafen habe, wies Laschet zurück. Wie bereits beim zweiten TV-Triell in der vergangenen Woche nannte er den frühen Ausstieg aus der Kernenergie einen Fehler. Scholz widersprach und machte deutlich, dass er das «Philosophieren» über die Atomenergie für falsch halte.

SRF 1, Tagesschau, 19.9.2021, 19:30 Uhr;

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Margot Helmers  (Margot Helmers)
    Eine sehr gute Analyse über das gestrige Triell liefert Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt: „Die grüne Kanzlerkandidatur ist ein Witz“
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Leider hat im TV-Triell niemand jeweils rasch nachgerechnet, wie viele Milliarden Euros alle die schönen Versprechungen dieser drei Politiker im Falle eines Wahlsieges den Steuerzahler kosten. Wünsche sind immer unendlich viele vorhanden, aber auf der Rückseite steht jeweils auch noch das Preisschild.
    1. Antwort von Roger Gasser  (allesrotscher)
      Die Umweltschäden haben kein Preisschild da "unbezahlbar", Hr. Leu!! Und es geht nicht um Wünsche sondern um Dringlichkeiten. Und Geld ist schnell gedruckt wie wir in der Covidkrise erfahren haben. Also bitte keine Ausreden.
    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Roger Gasser: Doch, auch die Umwelt hat ein Preisschild. Nur wird das aus Angst vor dem Wähler (siehe CO2-Abstimmung in der Schweiz) nicht angegeben. Folglich konsumieren wir zu viel und übernutzen die "Gratis"-Umwelt bis zur Zerstörung. Hätte die Umwelt ein Preisschild wie alles andere, würden wir uns gut überlegen, ob z.B. jeder Flug, jede Fahrt mit dem SUV wirklich so dringlich ist. Geld drucken können Sie so viel sie wollen. Wenn dahinter keine reale Leistung steht, führt das zu Inflation.
  • Kommentar von Simon Mathys  (Simon Mathys)
    Herr Scholz muss eigentlich gar nicht viel machen. Seine Sachlichkeit und Nüchternheit reicht absolut aus gegen die beiden anderen. CDU/CSU und Grüne haben aber auch stur auf die falschen Kandidaten gesetzt. Mit Markus Söder und Robert Habeck hätten sie zwei hervorragende Kandidaten gehabt. Aber bei den Grünen musste es unbedingt eine Frau sein und die Union wollte keinen Bayer haben.
    1. Antwort von Beat Kessler  (KLERUS)
      Bei Habeck sehe ich es auch so, aber ob Söder das Rennen hätte gewinnen können, ist mehr als fraglich.. Mit freundlichen Grüßen
    2. Antwort von Beat Degen  (Haudegen)
      Nicht, die Union wollte keinen Bayer haben, sondern die CDU wollte keinen CSU`ler als Kanzler. Fast bundesweite Partei vs. Bayernpartei.