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Waldbrände im Amazonas Brasilien verbietet Feuerlegen während der Trockenzeit

  • Angesichts der verheerenden Waldbrände in Brasilien will die Regierung das Abbrennen von Flächen während der Trockenzeit verbieten.
  • Für einen Zeitraum von 60 Tagen sollen zunächst keine Feuer mehr gelegt werden dürfen, heisst es in einem entsprechenden Dekret.
  • Das berichteten brasilianische Medien am Mittwoch (Ortszeit). Ausnahmen sollen demnach aber für indigene Gemeinden gelten, die Selbstversorger seien. Das Dekret sollte am Donnerstag im Amtsblatt veröffentlicht werden.
Legende: Video Aus dem Archiv: Hilfe für das brennende Amazonasgebiet abspielen. Laufzeit 05:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.08.2019.

Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro ist angesichts der Waldbrände international unter zunehmenden Druck geraten. Kritiker werfen der Regierung vor, nicht energisch genug gegen die Feuer vorzugehen.

Der ultrarechte Präsident ist eng mit der brasilianischen Agrarlobby verbündet und zweifelt den menschgemachten Klimawandel an. Umweltschützer machen Bolsonaro dafür verantwortlich, dass die Brände im Amazonasgebiet in diesem Jahr massiv zugenommen haben.

Linker Präsident Boliviens in Kritik

Auch andere Staaten in der Region sind von schweren Waldbränden betroffen. Die bolivianische Regierung erklärte am Mittwoch, Feuer hätten in diesem Jahr bereits 1.2 Millionen Hektar Wald und Grasland verwüstet.

Umweltschützer gehen von einer deutlich grösseren Fläche aus. Boliviens linksgerichteter Präsident Evo Morales ist wegen der Brände ebenfalls in die Kritik geraten.

Karte von Südamerika mit dem eingezeichneten Amazonas-Gebiet.
Legende: Die von den Bränden betroffenen Länder im Amazonasgebiet: Brasilien, Kolumbien, Peru und Bolivien. SRF

83’000 Brände im Amazonas

Das ganze Amazonasgebiet leidet derzeit unter zahlreichen Waldbränden. Nach jüngsten Angaben der brasilianischen Weltraumagentur INPE ist die Zahl der Feuer und Brandrodungen in dem grössten Land Südamerikas im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 77 Prozent auf mehr als 83’000 Fälle gestiegen.

Nach Einschätzung von Umweltschützern stecken meist Farmer bereits abgeholzte Flächen in Brand, um neue Weideflächen und Ackerland für den Soja-Anbau zu schaffen. In der derzeitigen Trockenzeit greifen die Flammen aber auch immer wieder auf noch intakte Waldflächen über.

Quelle: WWF, Goethe Institut, 23.08.1917-20%20%Wasserspeicher der ErdeWichtiger AmazonasO₂ Produzent der ErdeBiodiversitätder Erde Fläche des Regenwaldes≈ Fläche von AustralienDer Amazonas hat 4x mehr Bewohnerals die SchweizAmazonasAmazonasAmazonas10%
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14 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Also die Rechten und die Linken zünden Wälder an und die Indigenen dürfen es jetzt sogar legal tun. Danke für die klaren Worte heute SRF!
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  • Kommentar von Kobi Fischer  (Kobeli)
    Oh habt ihr das gehört ?
    Während der Trockenzeit darf man keine Brände mehr legen, das ist ja furchtbar.
    Was machen denn die Brandstifter in dieser Zeit?
    Kriegen sie etwa Sozialhilfe?
    Nein Brandstiftung ist ein Verbrechen und niemals dürfen Wälder angezündet werden.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Was im Amazonenregenwald pasier ist staatlich verordneter Naturterror. Fassungslos blickt die Welt auf die Brände am Amazonas. Betroffen jedoch sind die Bewohner der Wälder. Dies sind einerseits indigene Völker, von denen es in Brasiliens Regenwälder immer noch verschiedenste Gruppen und Stämme gibt. Ihnen wird mit den Feuern die Lebensgrundlage, ihre Dörfer, ihr Hab und Gut genommen.Der gewohnter Lebensraum vieler Tiere wird durch die Feuer vollständig zerstört.und verenden in den Flammen.
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