«Whistleblower» liefert belastendes Material gegen Sepp Blatter

Ein Insider aus Kreisen des Fussball-Weltverbandes Fifa steckte Behörden belastende Informationen gegen Sepp Blatter zu. Dies gab die Bundesanwaltschaft bekannt. Frühestens Ende 2016 werde klar sein, ob es genügend Beweismaterial für eine Anklage gegen den suspendierten Fifa-Präsidenten gibt.

Sepp Blatter während seiner Pressekonferenz am 21. Dezember 2015. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein «Whistleblower» soll dazu beigetragen haben, dass den Behörden belastendes Material gegen Blatter vorliegt. Keystone

Ein Insider aus Kreisen des Fussball-Weltverbandes (Fifa) soll im Zuge der strafrechtlichen Ermittlungen gegen den gesperrten Fifa-Präsidenten Sepp Blatter den Behörden belastende Informationen geliefert haben. Dies liess die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) gegenüber der ARD verlauten.

«Ein Whistleblower hat uns fallrelevante und interessante Informationen gegeben, die uns bei der Aufbereitung der Strafuntersuchung markant weitergebracht haben», sagte BA-Sprecher André Marty dem deutschen Fernsehsender.

Bis Ende 2016 oder Anfang 2017 werde es klar sein, «ob es genügend Beweismittel gibt, um Anklage gegen Blatter zu erheben», sagte Marty weiter.

Die BA hat ein Strafverfahren gegen Blatter wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung und Veruntreuung eingeleitet. Dem früheren Fifa-Chef drohen bis zu fünf Jahre Haft.