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Kelvin Lam: Gewählt, aber skeptisch, was die Zukunf angeht
Aus HeuteMorgen vom 26.11.2019.
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Wie weiter in Hongkong? Nach dem Wahlsieg folgt der Kater

Peking könnte jetzt versucht sein, das bisschen Demokratie in Hongkong auch noch abzuschaffen, befürchten Aktivisten.

Kelvin Lam ist müde, die letzten Nächte hat er kaum geschlafen. Lam schlendert an kleinen Geschäften und Cafés im Hongkonger Stadtzentrum vorbei. Am 1. Januar beginnt sein neuer Job als Bezirksrat.

Die Freude am Wahlsieg ist ihm immer noch anzumerken. Doch Lam macht sich auch Sorgen. «Unser Erdrutschsieg könnte dazu führen, dass die chinesische Regierung vorsichtiger wird», sagt er. Lam befürchtet, dass sie die Demokratie jetzt erst recht als etwas Schlechtes ansehen werde. «Etwas, das sie in Hongkong nicht vollständig umsetzen möchte.»

Die Angst vor Peking

Das allgemeine Wahlrecht in Hongkong ist eine der zentralen Forderungen der Demokratiebewegung, die seit Monaten fast täglich in den Strassen der Millionenstadt demonstriert. Die Hongkonger Bevölkerung soll ihre Regierungschefin selbst wählen dürfen – ob Peking das zulassen wird?

Lam, Wong.
Legende: Kelvin Lam (links) trat für den bekannten Aktivisten Joshua Wong (rechts) zur Bezirkswahl an, nachdem dieser von den Hongkonger Behörden von der Wahl ausgeschlossen worden war. Reuters

Jetzt, nachdem sich die grosse Mehrheit der Hongkonger bei den Bezirksratswahlen gegen pekingtreue Kandidatinnen und Kandidaten entschieden hat, ist Lam skeptisch. «China wird wohl versuchen, unsere politischen Freiheiten weiter einzuschränken.» Davor fürchte er sich.

Der Weg der Aktivisten ist noch lang

Lams Sorge ist nicht unbegründet. Nach der Demokratiebewegung 2014, den sogenannten Regenschirm-Protesten, griff die chinesische Zentralregierung in Hongkong noch härter durch. So wurden seither gleich mehrere chinakritische Kandidatinnen und Kandidaten von den Behörden disqualifiziert.

Trotz des grossen Wahlsieges haben die Aktivistinnen und Aktivisten ihr Ziel eines demokratischen Hongkongs noch lange nicht erreicht.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Es gibt keinen gefährlicheren Kapitalismus wie den in China, denn die Mitläufer und Opportunisten sind völlig ausgelieferte Sklaven, die vor keiner Anordnung Skrupel haben. Weil sie in der Mehrheit von den Machthabern gehalten und mit entsprechenden Mitteln kontrolliert und auch ausgerüstet werden, sind Demokraten das ständige Feindbild das ausgerottet werden muss ! Das predigte vor 80 Jahren schon Hitler, die Lehre daraus für den Westen bis Heute? Lassen wir uns nun von China wieder blenden ?
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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Zitat, P. Gasser:"China muss durch die freie Welt gestoppt werden, bevor es seine Ziele erreicht." Wie wollen Sie denn das anstellen? China ist auf dem Weg, die USA als stärkste Weltmacht abzulösen. Seien Sie ehrlich: Glauben Sie wirklich, irgend jemand möchte es mit dem Drachen aus Peking aufnehmen? Die Weltgemeinschaft merkt schon lange, dass die 2 Grossen um die Vorherrschaft streiten. Es ist eine grosse Gefahr, dass je länger je mehr das Recht ses Stärkeren gilt- weltweit, nicht nur in China
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    1. Antwort von M. Kaiser  (Klarsicht)
      Mit Vogelstrauss geht es sicher nicht, man sieht ja wie wenig sich die Leute um die Gefahr dieser Chinesen-Diktatur kümmern. Wir kaufen deren Schrott, ich nicht ! Wir müssen uns mit Worten täglich an diese Herren in China wenden ! Die Seidenstrasse ? Wem dient sie denn ? Sicher nicht uns ! Damit stützen wir weiter die Macht der Verbrecher-Diktatur. Wir müssen längst handeln. Genau so fing es mit Hitler im Nazistaat an, alle kuschten bis es krachte. Nur frühe tägliche Aufklärung bewahrt uns .
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    2. Antwort von A Gasser  (agasser)
      Genau darum MUSS China gestoppt werden. Was ist Ihnen lieber als Weltmacht Nr Eins? Eine brutale Diktatur oder ein freies Land? Klar die USA sind nicht perfekt, verglichen mit China aber immer noch ein Paradis. Jeder kann noch heute seinen Teil dazu beitragen, dass der Aufschwung Chinas gestoppt wird.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Die Angst vor Peking ist mehr als begründet: Durch den Erdrutschsieg der demokratischen Kräfte in HK,fühlt sich die KPC nun direkt angegriffen zur Verfolgung ihres Endzieles "Der Traum vom totalitären Staat". Einzige Hoffnung:Durch die Publikmachung der KZ für Uiguren, muss sich Peking zweimal überlegen,wie es vorgehen will. Der Handelstreit mit den USA könnte auf einmal zweitrangig werden. Nämlich,wenn die Weltgemeinschaft endlich bemerkt was im Reich der Mitte abgeht und entsprechend reagiert.
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    1. Antwort von Philipp Moreno  (HOC)
      Es wäre wünschenswert aber solange es um Geld geht wird niemand entsprechend reagieren. Und da alle grossen und/oder wichtigen politischen Player wirtschaftliche oder monetäre Interessen in China haben, blieben nur die "Kleinen" und die werden sich hüten.....
      Lieber beten sie alle weiter den Gott Mammon(Geld) an und heuchenl Moral, Gewissen, Ethik, Verantwortungsgefühl und Anstand.
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    2. Antwort von A Gasser  (agasser)
      Sie treffen den Nagel auf den Kopf. China muss durch die freie Welt gestoppt werden, bevor es seine Ziele erreicht. Gestern Tibet, Heute Hong Kong, danach Taiwan und bald die ganze Welt? Wie lange wollen wir noch Untätig bleiben? Es kann sich jeder an der Nase nehmen. Kauft so wenig wie möglich "Made in China". Kauft Weihnachtsgeschenke lokal, verzichtet auf alles wo Made in China drauf steht. Braucht euer altes Mobiltelefon noch ein paar Monate länger.
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