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Wiederaufbau im Irak Der lange Weg zurück zur Normalität

Die Menschen im zerstörten Mossul zeigen sich trotz grosser Verluste stark. IKRK-Präsident Peter Maurer hat sie besucht.

Legende: Video Irak – zerstörte Städte und hoffnungsvolle Bevölkerung abspielen. Laufzeit 02:08 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.02.2019.

Wenn Peter Maurer die Menschen in der zerstörten irakischen Stadt Mossul besucht, treffen Welten aufeinander. Die Lebenserfahrungen der Kriegsversehrten und des IKRK-Präsidenten liegen weit auseinander.

Zurück von seiner «Fact Finding Mission» zeigt sich Peter Maurer in Genf beeindruckt von der Widerstandsfähigkeit der Menschen. «Aber auch vom Willen, ein neues Leben aufzubauen», wie er gegenüber SRF sagt.

Es geht langsam aufwärts.
Autor: Kioskbesitzer in Mossul

«Ich war beeindruckt von ein paar kleinen ökonomischen Projekten, an die das IKRK Kleinkredite oder kleine finanzielle Zustüpfe leistet», so Maurer, «und zu sehen, wie dann aus diesen kleinen Beiträgen wieder Geschäfte entstehen».

Hilfe bei psychischen Problemen

Langsam finden die Menschen zu einem normalen Leben zurück. Zum Beispiel dieser Inhaber eines Strassenkiosks. «Es geht es langsam aufwärts», sagt er auf die Frage, ob er mit dem Einkommen aus dem Geschäft seine Familie ernähren könne. Das gleich gilt für den Besitzer einer kleinen Wäscherei in Mossul. Mal verdiene er etwas mehr, mal etwas weniger, sagt er.

Peter Maurer
Legende: Zurück aus dem Irak: Maurer, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Keystone

Weniger offensichtlich sind die psychischen Befindlichkeiten der Bevölkerung. Maurer betont deshalb: «Es ist wichtig, dass wir uns mit der Bewältigung der psychischen Traumata, mit den Opfern sexueller Gewalt, und mit der Wiederzusammenführung von Familien beschäftigen.»

Mehrere Ethnien leben zusammen

Es sind nicht die grossen Schlagzeilen, welche das IKRK umtreibt. Vielmehr stehen menschliche Schicksale im Zentrum. Auch Maurer bekommt sie auf seiner Mission zu hören, etwa dann, wenn es um das Überbringen schlechter Nachrichten oder das Misstrauen zwischen den Bevölkerungsgruppen geht.

«Wir müssen auch das Zusammenleben in diesen multiethnischen Dörfern und Städten im Irak sichern helfen.» Laut Peter Maurer hilft die humanitäre Arbeit des IKRK dabei, die Menschen im Irak wieder zusammenzubringen.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Amthauer (Peter.A)
    Gut, dass Herr Maurer dort war. Schlimm ist, dass die Leute, die das zu verantworten haben, frei rumlaufen dürfen. MfG
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  • Kommentar von Matthias Jundt (M. Jundt)
    Eine wichtige Aufgabe Europas wäre auch, die vielen bei uns nicht integrierbaren Männer und Frauen wieder zurück zu schicken, da diese im Nahen Osten überall fehlen zum Wieder-Aufbau und auch an den Unis. Es gibt dort auch viele junge Frauen, die gerne heiraten würden, aber keine Männer finden. Bei uns werden die Sozial-Systeme mehr und mehr überfordert von den vielen kulturfremden Menschen, die hier keine Arbeit finden werden und die wir hier ein Leben lang unterhalten müssten.
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  • Kommentar von kurt trionfini (kt)
    Danke SRF für diesen Beitrag. Danke dem IKRK für sein unparteiisches, an den akuten Bedürfnissen der Bevölkerung orientierten, Engagment. Trotz (oder gerade wegen!) der Schuldzuweisungen in den Kommentaren verzichte ich auf meine Sicht auf die Ursache dieses Bürgerkrieges. Weil Aufbauen und Aussöhnen andere Kompetenzen als Beschuldigen, Angreifen und Zerstören erfordert.
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