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«Zur Selbstverteidigung» US-Armee: Iranische Drohne im Nahen Osten abgeschossen

  • Die Vereinigten Staaten haben bekannt gegeben, dass sie im Nahen Osten eine iranische Drohne abgeschossen haben.
  • Sie soll sich einem amerikanischen Flugzeugträger im Nahen Osten «aggressiv» genähert haben, heisst es von der US-Armee.
  • Die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, gab kurz nach dem Vorfall an, dass geplante Gespräche der USA mit dem Iran später in dieser Woche dem ungeachtet stattfinden sollen.

Die Drohne habe sich «aggressiv» dem Flugzeugträger «mit unklarer Absicht» genähert und sei «trotz der Deeskalationsmassnahmen der in internationalen Gewässern operierenden US-Streitkräfte» weiter auf ihn zugeflogen, erklärte der Sprecher des US-Militärkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Captain Tim Hawkins, in einer Stellungnahme.

«Ein F-35C-Kampfflugzeug vom Flugzeugträger Abraham Lincoln hat die iranische Drohne zur Selbstverteidigung und zum Schutz des Flugzeugträgers und der Besatzung abgeschossen», führte er aus.

Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran lag zunächst nicht vor.

Angespannte Lage

An den Rohstoffmärkten sorgte der Vorfall für Unruhe: Die Ölpreise weiteten ihre Gewinne aus, wobei die Notierungen für die Nordseesorte Brent und das US-Öl WTI um mehr als einen Dollar zulegten.

Die Entwicklungen könnten die bereits erhöhten Spannungen zwischen den langjährigen Gegnern weiter verschärfen. US-Präsident Donald Trump hat der Staatsführung in Teheran mehrfach mit Militärschlägen gedroht, auch wegen des brutalen Vorgehens staatlicher Repressionskräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten.

Das US-Militär hat seine Präsenz in der Region seit Anfang Januar deutlich ausgebaut.

US-Kriegschiff
Legende: Ein Zerstörer der US-Marine im Hafen der südisraelischen Stadt Eilat. Es hat am 1. Februar 2026 dort angelegt. Reuters/Doron Berti

Atomgespräche am Freitag?

Vor dem Hintergrund der Spannungen wollen die USA und der Iran offenbar wieder Atomgespräche führen. Dies angeblich am Freitag in Istanbul, wie US-Medien und Nachrichtenagenturen berichteten. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian schrieb, er habe seinen Aussenminister mit direkten Verhandlungen mit den USA beauftragt – sofern es keine Drohungen gebe.

Die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, gab gegenüber Medienschaffenden an, dass Trumps Sonderbeauftragter Steve Witkoff für Ende dieser Woche Gespräche mit iranischen Vertretern in der Türkei geplant habe. Dies war die erste direkte Bestätigung der Gespräche durch das Weisse Haus. «Diese Gespräche sind zum jetzigen Zeitpunkt noch geplant», antwortete Leavitt auf die Frage, ob die jüngsten Entwicklungen im Iran Auswirkungen auf die geplanten Gespräche zwischen Witkoff und dem iranischen Aussenminister Abbas Araghchi haben könnten.

SRF 4 News, 03.02.2026, 9 Uhr ; 

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