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Wissenschaftliche Einschätzung zum Entscheid des Bundesrats
Aus HeuteMorgen vom 12.08.2021.
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Diskussionen auf Social Media Hashtag #NichtMeinBundesrat polarisiert im Netz

Die neusten Entscheidungen des Bundesrates zu Corona-Pandemie sorgen in den sozialen Medien für Diskussionen. Dabei machen die Userinnen und User ihrem Unmut mit einem eigenen Hashtag Luft.

Der Bundesrat gab gestern bekannt, dass die bisherigen Corona-Massnahmen bestehen bleiben. Zudem betonte Gesundheitsminister Alain Berset im Interview, dass man nun bewusst höhere Fallzahlen in Kauf nehme. Denn fast alle Impfwilligen hätten sich bereits impfen lassen können. Diese Aussage löst in den sozialen Medien starke Diskussionen aus. Dabei trendet auf Twitter besonders der Hashtag #NichtMeinBundesrat, womit viele Userinnen und User ihren Ärger darüber zeigen, dass der Bundesrat ihre Werte nicht vertrete.

Im Netz zeigt sich, dass viele nicht mehr nur pandemiemüde sind, sondern auch verärgert über die Strategie der Regierung. #mütend eben, wie Twitter-Userin Tanja0521 schreibt.

Die Entscheidung, nicht mehr alle Menschen prinzipiell zu schützen, verstehen nicht alle Userinnen und User. In den sozialen Netzwerken sorgen sich besonders viele um die Kinder unter zwölf Jahren, die sich noch nicht impfen lassen können. Es müsse auch der Gesundheitsschutz für alle Kinder mit funktionierenden Schutzkonzepten sichergestellt werden, meint ein User.

Der Entscheid der Landesregierung, auf die Eigenverantwortung zu setzen, stösst bei einigen Userinnen und Usern ebenfalls auf Kritik. «Eigenverantwortung wäre, sich impfen zu lassen» schreibt ein User.

Der Hashtag #NichtMeinBundesrat ist eine Anlehnung an den Slogan #NotMyPresident, der sich nach der Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten verbreitete. Seither wurde er diverse Male weiterverwendet, auch im deutschen Sprachraum. Mit den gestrigen Entscheiden des Bundesrates hat der Hashtag erstmals Einzug in die Schweizer Kommentarspalten gehalten.

Die Stimmen in den sozialen Medien zeichnen das Bild einer gewissen Hoffnungslosigkeit und ein Entsetzen über den Entscheid des Bundesrates. Twitter-User Zwei_bein schreibt, man könne im Moment nichts ändern, auch wenn es einen mit hilflosen Gefühlen zurücklasse. «Viele sind sprachlos und entsetzt, geht mir auch so», so der User.

Auf Facebook und Instagram wird die Entscheidung des Bundesrates ebenfalls diskutiert. Viele Userinnen und User sorgen sich, dass die Krise nun auf dem Rücken der Pflege ausgetragen werde. Auch führt die Frage, wer sich nicht impfen lassen kann und welche Instanz dies entscheidet, zu emotionalen Diskussionen.

Manche sorgen sich zudem, dass die fehlende Finanzierung der Coronatests negative Konsequenzen nach sich ziehen wird. Es zeigt sich also, dass die Massnahmen des Bundesrates auch weiterhin für Gesprächsstoff sorgen.

SRF 4 News, 12.08.2021, 06:00 Uhr

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162 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Pfister  (apfi)
    #MyBundesrat!
  • Kommentar von Lionel Saxer  (lii.sa)
    Es kann doch nicht sein, dass die Bevölkerung unter Massnahmen leiden muss, nur weil sich ein paar Leute nicht impfen wollen bzw. können. Es gibt praktisch keine Kinder, die schwer an COVID erkranken, erst recht nicht Kinder unter 12 Jahren. Ich stehe voll und ganz hinter dem Entscheid des Bundesrats zum Wohl des Grossteils der Bevölkerung.
  • Kommentar von Fabian Abplanalp  (fabiana)
    Kann mir jemand sagen wo sich meine Frau impfen lassen kann wo mich 2x 3 Monate besucht und in ihrer Heimat (immer noch) keine Möglichkeit zur Impfung hat?
    1. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Wo ist sie denn krankenversichert während ihres Aufenthaltes? Meines Wissens werden alle mit einer Schweizer Krankenkassenkarte geimpft, auch im Ausland Lebende. Dies wird aber wahrscheinlich nur die EU betreffen. Fragen Sie doch bei Ihrer KK an.