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Masken als Abfälle sind nicht das Hauptproblem der Putzmannschaften
Aus HeuteMorgen vom 11.05.2021.
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Abfallproblem auf den Strassen Corona-Pandemie verschärft Littering-Problem

Die Masken sind nicht das Hauptproblem. Die Abfallmenge ist anders verteilt, auch wegen vieler Take-away-Verpackungen.

Das Phänomen Masken-Littering sei zwar neu, sagt Tobias Nussbaum von Entsorgung und Recycling der Stadt Zürich, aber keines, das für die Reinigungsequipen zu einem Mehraufwand führen würde. «Die Flächen in der Stadt werden sowieso regelmässig gereinigt und es liegen neben Masken ganz viele andere Abfälle herum, sodass die Masken nicht wirklich ins Gewicht fallen.»

Nicht die Masken seien das Problem, sondern die deutliche Mehrbelastung des öffentlichen Raumes, sagt auch Rolf Müller von der Stadtreinigung Bern. Die Coronapandemie habe das Littering-Problem in der Stadt nämlich verschärft.

Take-away-Kultur verschärft das Problem

Zwar sammeln die Putzequipen in der Bundesstadt nicht mehr Abfall ein als vor Corona, aber eben auch nicht weniger – und vor allem: «Es ist anders verteilt. Es sind andere Zeiten und andere Orte, die genutzt werden. Dementsprechend passen wir uns an. Vielleicht müssen Kübel, die früher nur einmal geleert wurden, nun mehrmals geleert werden.»

Auch in Zürich und Basel stellt man fest, dass es nun nicht mehr drei, vier Abfallhotspots gibt, sondern gleich Dutzende, und die Leute sind praktisch zu jeder Tages- und Nachtzeit im Freien anzutreffen.

Die deutliche Zunahme von Take-away-Verpflegung sorgt der sperrigen Verpackungen wegen für noch mehr überquellende Abfallkübel, sagt Stefan Pozner von der Stadtreinigung in Basel: «Die höhere Verschmutzung ist hauptsächlich am Wochenende, Samstag und Sonntag in der Früh. Wir haben die Reinigungsmannschaft aus eigenen Mitteln erhöht. Wir haben kein zusätzliches Personal, das läuft über Mehrarbeit.»

Strafen ist Sache der Polizei

Zwar staune man bei den Reinigungsteams immer wieder, wie rücksichtslos und gleichgültig sich viele im öffentlichen Raum benehmen, aber es sei nicht an ihnen, Leute zurechtzuweisen und schon gar nicht zu büssen, heisst es unisono aus Basel, Bern und Zürich. Dafür ist die Polizei zuständig.

Aber in der Stadt Zürich sind Bussen wegen dem sogenannten Verunreinigen des öffentlichen Raumes im letzten Jahr zurückgegangen. So wurden gerade mal 180 Personen gebüsst, im Vorjahr waren es 220. Die Polizei kann sich den Rückgang nicht erklären. Sicher ist nur: Sauberer ist die Stadt im Coronajahr 2020 sicher nicht geworden.

HeuteMorgen, 11.05.2021, 06:00 Uhr

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Rafaela Scheiwiller  (Rafii)
    Es ist schade, dass man nirgends die eigene Tupperware mitnehmen kann. Man sagt natürlich aus hygienischen Gründen, aber Corona wird erwiesenermaßen nicht wirklich über Oberflächen verteilt und man niest zuvor auch nicht in die Tupperdose. Ich fände es super, wenn es einen arabatt gäbte, wenn man eigene Tasche/ Tupperdose mitnimmt.
    Eine weiterere Variante wäre Pfand auf Restaurabttupperdosen, die man nach Take-away wieder bringt oder eben 2 Franken bezahlt als Pfand
  • Kommentar von Andi Solenthaler  (Solifant)
    ..es geht hier um ein Fehlbenehmen. Hauptgrund ist das sich NICHT-EINMISCHEN der Mitmenschen. Ähnliches geschieht bei diversen anderen Problemen des sozialen Miteinanders. Andere haben mir nichts zu sagen. Dumm nur, dass Politik und Polizei dieses Problem noch schüren. Nur nicht einmischen... überlasst das den Profis. Wir alle benötigen Leitplanken. Ich könnte auf die Strasse scheissen, und keiner würde etwas sagen. Toll! oder?
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Andi Solenthaler: Das hat schon etwas. Die Zivilcourage ist am Aussterben.
  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Es ist nicht die Coronazeit welche das Littering verschärft, sondern die nichterzogenen und egoistischen Menschen, sie bezahlen anscheinend lieber mehr Steuern, aber von der Umwelt haben sie keine Ahnung. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.