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Abschuss von Wölfen Bund erlaubt Wolfsabschuss in den Kantonen Wallis und Waadt

Nach Angriffen auf Rinder- und Schafherden: Vier Jungwölfe dürfen abgeschossen werden.

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat den Abschuss der vier Wölfe in den Kantonen Wallis und Waadt bewilligt. Im Kanton Waadt geht es um zwei Jungwölfe aus dem Marchairuz-Rudel, im Kanton Wallis um zwei Jungwölfe aus dem Rudel im Val d’Hérens. Das geht aus einer Mitteilung des Bafu vom Montag hervor.

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Aus dem Archiv: Wolfangriffe auf grössere Tiere werden zunehmen
Aus Tagesschau vom 27.08.2021.
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Am 3. August hatte der Kanton Waadt ein Gesuch eingereicht für eine Regulierung des Wolfsrudels am Marchairuz. Begründet wurde dies mit den zunehmenden Angriffen auf Rinderherden und dem Riss von mindestens zwei halbjährigen Kälbern.

Mit dem Abschuss von zwei Jungwölfen will der Kanton eine Verhaltensänderung des Rudels bewirken. Der Kanton Wallis seinerseits hatte am 9. August beim Bund ein Gesuch eingereicht für eine Regulierung des Wolfsrudels im Val d’Hérens.

Begründet wurde dies mit Rissen von Schafen trotz Herdenschutzmassnahmen. Auch hier will der Kanton mit dem Abschuss von zwei Jungwölfen eine Verhaltensänderung des Rudels bewirken.

Nicht der erste Abschuss in diesem Jahr im Wallis

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Legende: Der Wolf nach dem Abschuss. Keystone/Fischerei- und Wildtierdienst VS

Am 3. August 2021 wurde im Goms ein Wolf von Wildhüter erschossen. Nach mehreren Angriffen auf Schafherden hatte der Kanton Wallis Mitte Juli einen Einzelwolf zum Abschuss freigegeben.

Die kantonalen Abschussverfügungen sind bis maximal Ende März 2022 befristet. Nach Angaben der Walliser Staatskanzlei ordnete Staatsrat Frédéric Favre noch am Montag den Abschuss im Val d’Hérens an.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

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50 Kommentare

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  • Kommentar von Ignaz Furger  (Ignatius)
    Jetzt, da wir alle wissen, wie exponentielles Wachsutm geht, ein kleines Gedankenexperiment:
    Im Jahr 2020 gab es in der Schweiz 105 Wölfe (siehe Grafik oben). Die Population wächst um 30% pro Jahr. Das ergibt ca. alle 2.5 Jahre eine Verdoppelung. Im Jahre 2025 hätten wir somit ca. 390 Wölfe, im Jahre 2030 würden es dann etwa 1450 sein.
    Wenn die Grenze bei 300 Tieren gesetzt wird, müssten ab 2024 jedes Jahr 90 Wölfe abgeschossen werden (30%), um das Wachstum zu stoppen.
    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Dem ist so! Dummerweise hat man das unter der Decke gehalten, als man über das Jagdgesetz abstimmen liess. Nun haben wir das Problem, dass der Volkswille mit dem was getan werden müsste, würde man nach gesundem Menschenverstand handeln, nicht übereinstimmt. Stattdessen interpretieren wir an einem Entscheid rum, der offensichtlich nicht in voller Kenntnis der Tatsachen erfolgte! Übrigens gibt es noch eine interessante Zahl, 2019 rissen ca. 600 Wölfe in den franz Alpen 12'000 Schafe ...
  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Tiere sind ja allgemein schlau. Oft schlauer als der Mensch. Aber den Wolf in der kleinen Schweiz zu tolerieren ist ein Experiment, das zu Ungunsten der Bergbevolkerung enden wird
    1. Antwort von Jürg Suter  (Sut)
      Genau gleicher Meinung wie Sie Herr König. Wegen des Wolfes werden entlegene Alpen aufgegeben, verganden und sind für immer verloren.
      Ist praktisch eine stille Enteignung der Besitzer bei der er nichts dafür kann.
    2. Antwort von daniel wismer  (yakman)
      Jörg Suter / Peter König: entlegene Alpen würden früher oder später eh aufgegeben werden ! Gehen Sie mal an eine Schäfer Versammlung: Durchschnittsalter : 65 und der Unterhalt ist ohne Direktzahlungen nicht mehr zu stemmen. Habe selten so eine Ideenlosigkeit in Bezug auf den Umgang mit Wolf und Co angetroffen; ist das die Folge dessen, dass die Intelligenzia seit Jahrhunderten vom Berggebiet abgewandert ist? Und wenn ich sehe wie der Urwald abgebrannt wird, bin ich froh um jeden Baum der wächst
  • Kommentar von daniel wismer  (yakman)
    Man kann nur hoffen. dass die Entnahmen "intelligent " erfolgen: Abschuss bei einem Angriff und nicht vor dem Bau oder sonst wo ; totes Tier liegen lassen damit andere Wölfe ihre Lehren daraus ziehen etc. etc. Anstatt Mahnfeuer und sonstige "Anti- Grossraubtier" Aktionen, hätte man vielleicht mal besser einen Lernausflug Richtung Rumänien oder in die Mongolei organisiert....
    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      @D.Wismer
      Meine Sie das wegen den Ausflügen nach Rumänien um zu lernen wie man die Viecher per Wolfseisen, Giftköder, Fallen und anderem zu Tode bringt? So wie die das da machen? Finde ich eher nicht so eine tolle Idee. Man sollte es bei gezielten Abschüssen zur Populationssteuerung belassen ...
    2. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      @D.Wismer
      Meine Sie das wegen den Ausflügen nach Rumänien um zu lernen wie man die Viecher per Wolfseisen, Giftköder, Fallen und anderem zu Tode bringt? So wie die das da machen? Finde ich eher nicht so eine tolle Idee. Man sollte es bei gezielten Abschüssen zur Populationssteuerung belassen ...
    3. Antwort von daniel wismer  (yakman)
      .@ Ueli Lang: So wie mir der rumänische Hirte - den ich seinerzeit nach Törbel/ VS eingeladen hatte - mitteilte, sind diese Zeiten auch in Rumänien grösstenteils vorbei.( nicht mehr und weniger als in einem Kanton in der Schweiz...) Nach dem Beitritt Rumäniens in die EU hätten sich die Kontrollen verschärft. Aber Sie wissen ja schon wie ich es gemeint habe... Uns ist das Knowhow vom richtigen Behirten von Nutztieren die letzten 200 Jahren abhanden gekommen - leider.