Metalli-Areal
Zug: Bebauungsplan Metalli - Festsetzung
-
JA
6'743 Stimmen
-
NEIN
4'929 Stimmen
- In der Stadt Zug kann das Areal rund um das Einkaufszentrum Metalli umgestaltet werden.
- Das Stimmvolk hat den entsprechenden Bebauungsplan mit 6743 Ja- zu 4929 Nein-Stimmen angenommen.
- Mit den geplanten Aufstockungen, Ersatzbauten und dem neuen Hochhaus sollen vor allem Wohnungen und Dienstleistungsflächen geschaffen werden.
Die Immobiliengesellschaft Zug Estates AG kann auf dem Metalli-Areal in der Zuger Innenstadt Wohnungen und ein 80 Meter hohes Hochhaus bauen. Die Stimmbevölkerung hat den Bebauungsplan genehmigt. Gegen diesen hatte ein Verein das Referendum ergriffen.
Somit kann aus dem Areal in der Nähe des Bahnhofs Zug ein «offener und vielfältiger Lebensraum werden», wie die zuständige Stadträtin Eliane Birchmeier (FDP) in einer Mitteilung der Stadt Zug zitiert wird. Das Metalli-Areal liegt auf dem Gelände einer ehemaligen Metallwarenfabrik. Heute sind dort zahlreiche Läden und Cafés.
«Das Resultat ist ein wichtiger Schritt für die weitere Stadtentwicklung», sagt auch David Meyer von der GLP. Die Metalli sei immer ein emotionales Thema in Zug. Deshalb erstaune es ihn nicht, dass das Ergebnis an der Urne weniger klar herausgekommen sei als im Stadtzuger Parlament.
Geplant sind insgesamt 160 Wohnungen. Das sind 130 mehr als heute dort bestehen. Davon sollen 64 preisgünstig vermietet werden. Zudem sind auch Büros und Gewerberäume geplant. Die heutigen Verkaufsflächen sollen erhalten bleiben.
Referendumskomitee kämpfte vor allem gegen Hochhaus
Das Zuger Stadtparlament hatte sich an der entsprechenden Abstimmung mit 34 zu 1 Stimmen bei einer Enthaltung hinter den Bebauungsplan gestellt.
Widerstand dagegen gab es von einem Referendumskomitee. Dessen Kritik richtete sich unter anderem gegen das geplante 80-Meter-Hochhaus. Weiter setzte das Komitee ein Fragezeichen hinter die versprochenen preisgünstigen Wohnungen.
Der Verein «Nein zum Bebauungsplan Metalli» konnte sich am Abstimmungssonntag mit seinen Argumenten allerdings nicht durchsetzen. Er befürchtete, dass die Überbauung dem Metalli-Areal den Charakter nehme. Dem Referendumskomitee gehörten unter anderem Architekten und der Co-Präsident des Zuger Heimatschutzes an.
Für Ruedi Zai, Mitglied des Referendumskomitees, ist das Resultat dennoch ein Achtungserfolg. «Wir wurden ausgelacht und es wurde gesagt, wir würden nicht einmal 500 Stimmen holen», sagt er gegenüber SRF. Das Ergebnis zeige: Viele Menschen seien der Meinung, das Projekt diene nicht der Zuger Bevölkerung.
Nach der Genehmigung durch die Stadtzuger Bevölkerung muss auch der Kanton den Bebauungsplan noch absegnen.