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SRG-Umfrage zur USR III So wird der Endspurt angepackt

Die Gegner der Unternehmenssteuerreform III legen zu, Zustimmung und Ablehnung in der Stimmbevölkerung halten sich nun beinahe die Waage – so das Resultat der neuen SRG-Umfrage. Ein Gegner und ein Befürworter der USR III bewerten die Ausgangslage.

Legende: Audio Befürworter setzen auf die noch Unentschlossenen Wähler abspielen. Laufzeit 1:40 Minuten.
1:40 min, aus HeuteMorgen vom 01.02.2017.

Das Resultat der neuesten SRG-Umfrage zeigt: Die Gegner zur Unternehmenssteuerreform III haben Aufwind. Es wird voraussichtlich knapp bei der Abstimmung am 12. Februar.

Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit in der Schweiz.
Autor: Hans-Ulrich BiglerDirektor des Schweizerischen Gewerbeverbandes

Für Hans-Ulrich Bigler, dem Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes sind die neuesten Umfrage-Ergebnisse nicht sonderlich überraschend. «Für uns war von Anfang an klar, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt. Es ist eigentlich dasselbe Bild wie wir es schon von der Unternehmenssteuerreform II her kennen.»

Diese Unternehmenssteuerreform war 2008 vom Volk knapp angenommen worden. Jetzt setzt Bigler, der zusammen mit Economiesuisse und der FDP die Befürworterkampagne steuert, voll auf die Mobilisierung der noch Unentschlossenen. «Elf Prozent sind anderthalb Wochen vor dem Abstimmungstermin noch offen und für uns geht es jetzt klar darum, diese unsicheren Bürgerinnen und Bürger abzuholen und ihnen zu sagen ‹es geht um nichts anderes, als um die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in der Schweiz›.»

Diese Vorlage ist einfach übertrieben.
Autor: Beat JansSP-Vizepräsident und Nationalrat

Dass die Gegner in den letzten Wochen markant zulegen konnten, sei spürbar gewesen, sagt auf der anderen Seite SP-Vizepräsident und Nationalrat Beat Jans. «Ich habe den Eindruck, dass die Leute, je mehr sie sich mit der Vorlage befassen, merken, dass diese einfach übertrieben ist. Und sie ist überladen.»

Man mache jetzt einfach so weiter, wie bisher. «Wir sprechen mit den Leuten. Wir treten überall auf und wir setzen letztlich auch auf die grosse Schar von Unterstützerinnen und Unterstützern, die Leserbriefe schreiben, die Kommentare schreiben. Das ist unsere Strategie. Uns fehlt das Geld. Deshalb arbeiten wir so.»

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22 Kommentare

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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    NEIN zur USR III. Die USR III ist ein typischer Fall einer Politik, die sich nur noch um die eingewanderten Multis kümmert. Aber nicht um unseren Mittelstand. Diese Multis sind hauptsächlich hier um Steuern zu sparen u. sind auch für die Masseeinwanderung verantwortlich, treiben somit die Mietpreise, den Verkehr, die Sozialkosten, usw. in die Höhe, wollen aber nicht gleich viel Steuern zahlen wie 100‘000e KMU der CH. Diese KMU sind ein wesentlicher Teil unseres staatstragenden Mittelstandes.
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  • Kommentar von Manfred Sommer (FrediSommer)
    Herr Dupont! Der Eigenmietwert ist kein reales Einkommen, sondern ein fiktives. Ihre Darstellung ist eigentlich korrekt aber die Folgerungen meiner Meinung nach falsch. Wenn Sie Ihr Vermögen in eine Liegenschaft investieren schulden Sie dem Staat den Eigenmietwert. Damit sie investieren zahlen sie dem Staat noch Zinsen auf ihr Geld. In unsrer Bundesverfassung steht, dass alle vor dem Gesetze gleich seien. In diesem Falle werden die Investitionen nicht gleichwertig bewertet!
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    1. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Nein, Herr Sommer, Sie verkennen,was der Eigenmietwert ist. Er ist ein sehr reales Einkommen,nämlich der (sehr gute) Ertrag auf Ihrem Wohneigentumskapital so wie Sie einen Ertrag auf dem Sparbüchlein haben. Sie schulden dem Staat auch nicht den Eigenmietwert sondern nur Steuern auf dem Nettoertrag,d.h. (70% vom Eigenmietwert - Hypozins - Unterhaltskosten). Die grosse Ungerechtigkeit ist,dass vom Eigenmietwert nur 70% versteuert werden muss während Mieter nicht die geringsten Abzüge machen können
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  • Kommentar von Kurt Kümmerli (Meierhans)
    Je mehr Polemik, desto tiefer das Niveau oder Wissen.... Vielleicht überlegt sich die Eine oder der Andere, dass sie/er auch Teil der Wirtschaft ist. Je besser die Wirtschaft floriert, desto sicherer sind die Steuereinnahmen aus deren Tätigkeit (auch wenn's vielleicht etwas weniger sein könnte) und desto sicherer auch die Arbeitsplätze. Die Risiken eines Neins sind eindeutig grösser als bei einer Zustimmung zur Vorlage. Aber eben: man schiesst lieber gegen die Wirtschaft.
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    1. Antwort von nathalie wernz (Frau Wer)
      "Die Wirtschaft" gibt es nicht. (genauso wenig wie 'die Wahrheit' oder 'das Volk') Wir halten eine Ideologie/Theorie für ein 'Naturgesetz'! Was wir heute als 'Wirtschaft' bezeichnen ist geprägt von einem neoliberalen-marktfundamentalistischen Blickwinkel - historisch geformt + 'Mensch gemacht'. Wenn wir erkennen, dass es in die 'falsche' Richtung läuft - dann ändern wir eben die Richtung! Darum sage ich NEIN: für eine Wirtschaft FÜR uns - Mensch, Tier, Natur und nicht umgekehrt!
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