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Bald wieder Kino für Geimpfte?
Aus HeuteMorgen vom 18.03.2021.
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Änderung des Covid-Gesetzes Privilegien für Corona-Geimpfte rücken näher

Der Bundesrat wird per Gesetz verpflichtet, eine Variante des «Grünen Passes» wie in Israel oder der EU zu definieren.

Privilegien für Corona-Geimpfte, -Genesene oder -Getestete rücken näher: National- und Ständerat verabschieden heute eine Gesetzesänderung, die den Bundesrat verpflichtet, die Anforderungen für einen amtlichen Nachweis einer Impfung oder eines Tests zu definieren. Viele Fragen bleiben aber vorerst unbeantwortet.

Freipass für geimpfte oder genesene Menschen?

Die Absicht des Parlamentes sei klar, sagt «Mitte»-Ständerat Pirmin Bischof: «Wir wollen, dass ein guter Impfausweis eingeführt wird.»

Porträtbild von Ständerat Bischof, Mann mit Brillle mittleren Alters
Legende: Ständerat Bischof sagt: «Möglich wäre, dass der Bundesrat entsprechende Teilöffnungen zulassen könnte.» Keystone/Archiv

Deshalb wird der Bundesrat im Covid-19-Gesetz nun verpflichtet, die Anforderungen für einen solchen Nachweis zu definieren. Dieser soll nach einer Impfung, einer Genesung oder einem Test ausgestellt werden. Und mit ihm käme man dann zum Beispiel wieder in Kinos.

Wir wollen, dass ein guter Impfausweis eingeführt wird.
Autor: Pirmin BischofStänderat der Mitte

Ständerat Bischof sagt weiter: «Möglich wäre, dass der Bundesrat entsprechende Teilöffnungen machen könnte. Dass er sagt, grundsätzlich blieben die Kinos geschlossen, aber wenn ein Kino nur Geimpfte einlässt, dann ist das zulässig.»

Hoffnung für Kultur und Grossveranstaltungen?

Auch bei Konzerten, Theatern, Sportveranstaltungen oder Restaurants könnte der amtliche Nachweis darüber bestimmen, wer künftig rein darf und wer nicht.

Allerdings dürfte der dürre Auftrag an den Bundesrat, die Anforderungen an den Nachweis zu definieren, als gesetzliche Grundlage für die Einführung solcher Privilegien kaum genügen.

Regula Rytz posiert für ein Porträtbild. Sie hat halblange, braune Haare bis zum Hals, dunkle Augen und lächeln.
Legende: Regula Rytz von den Grünen sagt, dass es jetzt zwar geregelt werden müsse: Sie sagt aber auch: «Eine konkrete Lösung haben wir noch nicht gefunden.» Keystone/Archiv

Die grüne Nationalrätin Regula Rytz stellt fest: «Letztlich haben wir jetzt im Covid-Gesetz nur eine Deklamation, dass es geregelt werden muss. Aber die Lösungen haben wir noch nicht gefunden.»

Noch viele ungeklärten Fragen

Es stellt sich die Frage, ob der Nachweis aufs Smartphone kommt, wie er in der EU entwickelt wird. Wenn ja, stellen sich weitere Herausforderungen: Was machen Menschen, die kein Smartphone haben? Wie steht es um den Datenschutz? Fragen über Fragen, die ungeklärt bleiben.

Bevor nicht alle geimpft sind, die sich impfen lassen wollen, dürfen wir keine Einschränkungen machen. Das ist klar!
Autor: Regula RytzNationalrätin der Grünen

Rytz von den Grünen kommentiert das so: «Da sind wir wieder ein bisschen im Blindflug. Bevor nicht alle geimpft sind, die sich impfen lassen wollen, dürfen wir keine Einschränkungen machen. Das ist klar!»

Die Prognose sei gewagt: In der Sommersession wird der amtliche Impfgenesung- und Testnachweis wieder zu reden geben.

SRF 4 News, HeuteMorgen, 18.03.2021, 06:00 Uhr

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472 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Auch wenn Tests Momentaufnahmen sind, man kann sie doch bei Bedarf wiederholen. Sie beweisen derzeit offenbar noch sicherer, ob jemand infiziert ist oder nicht. In Berichten von Quarks.de uam war zu lesen, dass zB AstraZeneca nur einen Schutz von rund 60% biete, bei einigen Personen Antikörper sich schon nach einigen Wochen wieder abgebaut hatten, man noch nichts Genaues über die Wirkungsdauer u.Ansteckungsgefahr weiss usf. Wie kann so auf Events oder Reisen etc Sicherheit gewährleistet werden?
  • Kommentar von Adolf Stoll  (konzept)
    So lange ich mich gar nicht impfen lassen kann, empfinde ich Privilegien für Geimpfte als Verletzung meiner Grundrechte als Nicht-Geimpfter. Ich würde ja - nur kann ich gar nicht. So geht das gar nicht.
  • Kommentar von Michel Müller  (M.Müller)
    9500Tote in 12 Monate. Das ist traurig!
    Erschreckend diese Entwicklung. Und das jedes Jahr! Nein nicht an oder Mit covid. Schreibe von Rauchertote in der Schweiz. Jährlich. Ein Tabak und Rauchverbot würde diese Zahl auf 0 senken. Jedes Leben zählt! Aber die Tabaklobby ist stärcker als NR, SR. Gibt es eigentlich auch Privilegien für nichtraucher by the way?