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Nur eine Impfdosis für Covid-19-Genesene
Aus Rendez-vous vom 15.04.2021.
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Anpassung der Impfstrategie Covid-19-Genesene werden nur noch ein Mal geimpft

Guter Schutz für Genesene, und ein Schub für die Impfkampagne: die Kommission für Impffragen zur neuen Impfstrategie.

Am Mittwoch hat der Bundesrat Öffnungsschritte kommuniziert, die so manchen überrascht haben. Neben der emotionalen Diskussion über die Schritte zurück zur Normalität ist fast untergegangen, dass der Bund und die Eidgenössische Kommission für Impffragen die Impfstrategie angepasst haben. Die Änderungen lassen aufhorchen.

Bis jetzt galt: Auch wer eine Corona-Erkrankung durchgemacht hat, wird geimpft wie alle anderen Personen, nämlich zwei Mal. Das soll sich jetzt ändern, sagt Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen.

Einmal-Impfung bietet guten Schutz

Es gebe mehrere belastbare wissenschaftliche Studien, die zeigten, dass man nach einer Covid-19-Erkrankung sechs Monate oder länger geschützt sei, führt Berger aus: «Es reicht also, wenn man nach sechs Monaten impft. Die zweite Erkenntnis: Es reicht dann auch, nur einmal zu impfen. Es braucht nicht zwei Dosen.»

Denn es sei so, dass die durchgemachte Corona-Krankheit die erste Impfdosis ersetzt, weil sie ähnliches bewirkt. Nämlich die Bildung von Antikörpern, die einen recht guten Schutz vor einer Neuinfektion bieten. Um diesen Schutz noch zu verstärken, mache es aber Sinn, eine Dosis Impfstoff trotzdem noch zu geben.

Das wirkt dann vom Prinzip her gleich, wie die zweite Impfung für Personen, die noch kein Corona hatten. Das ist die sogenannte «Booster-Impfung». Damit wären am Schluss alle auf dem gleichen, guten Stand, was den Impfschutz anbelangt.

Diverse Vorteile der Anpassung

Diese Anpassungen – also nur eine Dosis für Covid-19 Genesene und sechs Monate warten – habe verschiedene Vorteile, sagt Berger. «Es ist nicht nötig, mehr als erforderlich zu impfen. Zudem haben verschiedene Personen, die bereits Covid-19 hatten, auf die zweite Impfung stark reagiert. Das wollen wir mit einer einmaligen Impfung vermeiden.»

Diese Nebenwirkungen waren nicht gravierend, aber lästig. Wer betroffen war fühlte sich beispielsweise während mehrere Tage krank, so wie das auch bei Grippeimpfstoffen vorkommen kann. In der aktuellen Situation ist aber vor allem auch die Einsparung von Impfdosen ein grosser Vorteil.

Beschleunigung der Impfkampagne

Eine wesentliche Zahl an Menschen in der Schweiz habe bereits eine Covid-Erkrankung durchgemacht, erklärt Berger: «Wenn wir diese Personen erst nach sechs Monaten und nur mit einer Dosis impfen und sie damit sehr gut schützen können, haben wir mehr Impfstoff für alle, die jetzt auf eine Impfung warten.»

Eine durchgemachte Erkrankung muss mit einem PCR-Test oder einem medizinischen Schnelltest nachgewiesen werden, der zum Zeitpunkt der Krankheit gemacht wurde. Antikörper-Tests werden nicht akzeptiert. Damit werden hunderttausende von Impfdosen frei, die für noch nicht Infizierte eingesetzt werden können. Das könnte der Impfkampagne jetzt neuen Schub verleihen.

Quelle: Bundesrat, 14.04.2021Das hat der Bundesrat am 14. April beschlossenPrivate Treffen drinnen mit maximal 10 PersonenGeschlossen:Restaurants und Bars (drinnen), Discos, Tanzlokale, Wellness-/Freizeitbäder (drinnen)Homeoffice-PflichtAusgedehnte MaskenpflichtPräsenzunterricht an Hochschulen wieder möglich.Maximal 50 Personen. Gilt für Hochschulen undErwachsenenbildung.Wettkämpfe im Amateursport mit max. 15 Personen.Gilt nur für Sportarten ohne Körperkontakt.Regeln für Sport und Kultur (mit Ausnahmen für unter 20-Jährige)20Empfehlung: Lassen Sie sich testen! Lockerungen ab dem 19. AprilWeiterhin giltWieder geöffnet:• Restaurants und Bars draussen• Freizeit- und Kulturbetriebe (auch drinnen)• Sportanlagen (auch drinnen)Veranstaltungen wieder möglich:• Generell maximal 15 Personen• Mit Publikum drinnen:Maximal 50 Personen resp. 1/3 der Kapazität• Mit Publikum draussen:Maximal 100 Personen resp. 1/3 der Kapazität

Rendez-vous vom 15.04.2021, 12:30 Uhr

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Remo Tschanz  (remotschanz)
    Wie?? Hat man jetzt schon wieder Impfstoff verschwendet und Impfungen gemacht, die gar nicht notwendig sind! Zuerst die nicht verwendeten Impfstoffreserven und nun das! Wie kann man nur so verschwenderisch und unvorsichtig mit dem einzigen Mittel gegen die Pandemie umgehen?
  • Kommentar von Gerhard Mersmann  (Gerhard Mersmann)
    Die Corona-Massnahmen-Kritiker: Soll man sie gar nicht impfen oder lieber dreimal?
  • Kommentar von Jörg Kaufmann  (jka)
    Man kann kaum wissen wie viele Antikörper gebildet worden sind, wenn diese nicht gemessen werden. Nach einem positiven Covid-19 Test mit Erkrankung weiss man das ja kaum wirklich.
    So auch beim Impfen. Man impft und das war es. Ein Erfolg wird nicht geprüft.
    Wenn eine Impfung weggelassen wird sollte man das zumindest prüfen.
    Es wäre interessant mal einige Zahlen zu haben und darüber mehr zu erfahren.
    1. Antwort von Werner Gürr  (FrMu)
      Völlig richtig bemerkt. Wieder ein Bsp. für die lausige wissenschaftliche Aufarbeitung aller Aspekte der Krise.