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Ansteckung nach Kreuzfahrt Hantavirus-Patient wird in Zürich behandelt: Das ist bekannt

In der Schweiz ist ein Mann positiv auf das Hantavirus getestet worden. Er war zuvor Passagier auf dem Kreuzfahrtschiff, auf dem es zu mehreren Fällen gekommen war. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Fall in der Schweiz.

Was ist passiert? Ein Mann, der von einer Kreuzfahrt in Südamerika zurückkehrte, wurde in der Schweiz positiv auf das Hantavirus getestet. Er wird derzeit im Universitätsspital Zürich USZ behandelt, wo er umgehend isoliert wurde. Auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» war es zuvor zu einem Ausbruch der Krankheit mit mehreren Todesfällen gekommen. Der Mann begab sich laut Weltgesundheits­organisation WHO ins USZ, nachdem er ein E-Mail des Schiffsbetreibers erhalten hatte, in der die Passagiere über den Ausbruch informiert wurden. Der Zustand des Patienten ist laut USZ stabil und hat sich seit Eintritt ins Spital nicht verändert.

So kann die Krankheit verlaufen

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Die südamerikanische Andes-Variante des Hantavirus, die offenbar auf dem Schiff ausgebrochen ist, sei besonders gefährlich, so SRF-Wissenschaftsredaktor Sandro Della Torre.

Der Verlauf

  • In schweren Fällen gibt es zuerst hohes Fieber.
  • Nach ein paar Tagen wird die Lunge angegriffen.
  • Eine konkret auf das Virus zugeschnittene Behandlung gibt es nicht.
  • Rund ein Drittel der Patientinnen und Patienten stirbt daran.

Wie kommt der Mann vom Schiff nach Zürich? Er war laut Bundesamt für Gesundheit BAG mit seiner Frau bis Ende April auf Reisen. Sie waren bereits zurück in der Schweiz, als das Schiff in Quarantäne gesetzt und der Ausbruch international bekannt wurde. Erst nachdem der Mann Krankheitssymptome bemerkt hatte, begab er sich nach telefonischer Absprache mit seiner Hausärztin zur Abklärung ins USZ. Die Ehefrau des Patienten zeigt gemäss BAG bisher keine Symptome und hat sich vorsorglich in Selbstisolation begeben.

Könnten weitere Menschen in der Schweiz betroffen sein? Nach aktuellem Kenntnisstand des BAG und der Reederei befanden sich keine weiteren Schweizer Staatsangehörigen auf dem Schiff. Da die Passagierliste aber nach Staatsbürgerschaft und nicht nach Wohnort geführt wird, kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich Personen mit Wohnsitz in der Schweiz an Bord befanden. Die kantonalen Behörden klären derzeit ab, ob der Patient während der Krankheitsphase Kontakt zu weiteren Personen hatte.

Wie ansteckend ist das Hantavirus?

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SRF-Wissenschaftsredaktor Sandro Della Torre sagt, die Gefahr, dass der Patient im USZ und seine Frau nach ihrem Aufenthalt auf dem betroffenen Kreuzfahrtschiff andere Menschen anstecken, bestehe kaum: «Das Virus überträgt sich kaum von Mensch zu Mensch.» Dies bestätigt auch das Bundesamt für Gesundheit BAG.

Weiter sagt Sandro Della Torre: «Hantaviren kommen von Ratten oder Mäusen zum Menschen. Menschen geben sie in der Regel dann auch nicht weiter. Die Variante, die der Mann aufgelesen hat, ist speziell und kann sich als einzige auch von Mensch zu Mensch übertragen, jedoch nur schlecht. Die Weltgesundheitsorganisation vermutet allerdings, dass genau das auf dem Schiff passiert ist. Es handelt sich hier also wohl um einen ungewöhnlichen Fall.»

Welche Gefahr besteht für die Bevölkerung in der Schweiz? Das BAG stuft das Risiko als gering ein und hält das Auftreten weiterer Fälle für unwahrscheinlich. Die Behandlung des Patienten erfolge unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Das USZ sei auf solche Fälle vorbereitet. Ausserdem sind Hantavirus-Fälle laut dem BAG in der Schweiz selten. In den letzten Jahren gab es 0 bis 6 gemeldete Fälle pro Jahr. Von diesen wenigen Fällen war die grosse Mehrheit auf Ansteckungen im Ausland zurückzuführen.

SRF 4 News, 6.5.2026, 10:30 Uhr ; 

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