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Ausbau des 5G-Netzes Bundesrat will Grenzwerte für Strahlenbelastung nicht lockern

  • Der Bundesrat behält die derzeit geltenden Anlagegrenzwerte zur Strahlenbelastung bei.
  • Damit soll die Bevölkerung vor nichtionisierender Strahlung geschützt werden.
  • Die Telekombranche hatte für den Ausbau des 5G-Netzes eine Anhebung der Grenzwerte gefordert.
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Aus dem Archiv: Mehrere Optionen für 5G
Aus Tagesschau vom 28.11.2019.
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Mit seinem Beschluss vom Mittwoch steht der Bundesrat in einer Linie mit dem Parlament, das es bereits zweimal abgelehnt hat, die Grenzwerte zu lockern.

Die Landesregierung erteilte dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) den Auftrag, eine Vollzugshilfe für den Umgang mit den neuen adaptiven Antennen zu erarbeiten.

Zudem soll das Departement die Begleitmassnahmen umsetzen, welche die Arbeitsgruppe «Mobilfunk und Strahlung» in ihrem Bericht vorgeschlagen hat. Die vom Bund eingesetzte Arbeitsgruppe hatte sich letztes Jahr nicht auf eine gemeinsame Empfehlung bezüglich der Grenzwerte einigen können.

Tausende neue Masten?

5G erlaubt es unter anderem, grössere Datenmengen schneller und effizienter zu übermitteln. Die Telekombranche hatte eine Anhebung der Anlagegrenzwerte gefordert und damit argumentiert, andernfalls müssten über 26'000 neue Sendemasten errichtet werden.

Gleichzeitig bestehen Vorbehalte gegenüber dem Ausbau des 5G-Netzes. Die Gegner befürchten gesundheitliche Folgen durch die Strahlenbelastung. Die Arbeitsgruppe des Bundes konnte diese Frage nicht abschliessend klären.

SRF 4 News, 22.4.2020, 14:00;

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Nichtionisierende Strahlung ist nicht in der Lage organisches Gewebe zu beeinflussen. Den einzigen Effekt, den Nichtionisierende Strahlung hat, ist dass sich das Gewebe erwähmt. Dieser Effekt nimmt mit der Entfernung im Quadrat ab. Somit bestet diese Gefahr nur vom Handset. Daher ja, Handy nie ans Ohr fürs Telefonieren. Aber von den Antennen geht keine Gefahr aus, da rein Physikalisch unmöglich. Gegenteilige Aussagen sind nicht Seriös und missachten physikalische Grundlagen.
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  • Kommentar von Hans Fürer  (Hans F.)
    Zunehmend gibt es Aufstand gegen jede Art technischer Entwicklung. Konsequenterweise müsste man wegen der Strahlen den ganzen Handy-Verkehr, ja sämtliche elektrischen Geräte verbieten, und dann auch den gesamten Motorfahrzeugverkehr, der zwar keine Strahlen ausstösst, dafür viel gefährlichere Abgase und Partikel.
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    1. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      Es ist immer das gleiche. Wenn die Leute von einer Technologie hören habe sie immer angst. Es dauert dann immer eine Zeit bis man sich daran gewöhnt.

      Am Anfang dachte man dass Zugfahren für das Gehirn gefährlich sei wegen der hohen Geschwindigkeit. Dann kam irgendwann elekrtisches Licht und das war hochgefährlich. In einigen Jahrzehnten wird man wohl über die Angst vor Handystrahlen lachen.
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  • Kommentar von Willi Meier  (wm)
    Soweit ich es verstehe, wird die Strahlung mit 5G ja eher geringer ausfallen, als mit 4G, weil 5G modulierbar ist und nur dort strahlt, wo es effektiv gebraucht wird. Also ist es doch unsinnig und kontraproduktiv, sich gegen 5G zu wehren. Wieso sieht der Bundesrat das anders?
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    1. Antwort von Christian Weber  (CWeb)
      Wenn die Strahlung geringer ausfällt, weshalb muss man dann die Grenzwerte erhöhen?
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    2. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      Absolut richtig. Ausserdem kann 5G dieselbe Datenmenge mit deutlich weniger Stahlung als senden. Strahlungsgegner müssten also eigentlich für 5G sein. Aber wie so oft ist man einfach gegen das was neu ist.
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    3. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      @Weber: Man muss die Grenzwerte nicht erhöhen aber es wäre sinnvoll. Mit sehr tiefen Grenzwerten müsste man einfach viel mehr Antennen bauen. Aber es ist tatsächlich so dass 5G weniger strahlt als 4G für dieselbe Datenmenge. Und weil es die gleiche Strahlung ist wäre bewiesen dass 5G-Gegner völlig irrational sind und die ganze Debatte absurd.
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    4. Antwort von Christian Weber  (CWeb)
      Peter Singer: Natürlich. Die Technologie ist super. Was mich allerdings sehr stört: Mit den höheren Grenzwerten dürfte man Antennen praktisch 2m vor meinem Balkon aufstellen. Und wenn dann die ganze Nachbarschaft darüber Netflix streamt, weil man ja keinen Kabelanschluss mehr braucht, hört auch bei mir der Spass auf. Statt mehr Antennen aufstellen, könnte man auch die Netze zusammenlegen. Aber das wäre wohl zuwenig "freie Marktwirtschaft"...
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    5. Antwort von Alex Kramer  (Kaspar)
      Sie verwechseln den fokussierten Richtrahl (peer-to-peer) mit einer kugelförmig abstrahlenden Antenne (Giesskanne), insbesondere jene des Handys selber, die keinerlei richtungsgegebene Signale erzeugen kann.
      Es ist ja auch bezeichnend, dass die Informationsgesellschaft ihre Hirnigrills vor sich herträgt und so laut hineinspricht, dass man sich bald direkt zurufen könnte. Das wird das nächste Thema der Fluglärmgegner, die momentan nicht viel zu meckern haben dürften.
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