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Parmelin: «Ziel ist die Assoziation»
Aus News-Clip vom 17.09.2021.
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Ausschluss aus «Horizon» Nationalfonds springt bei Forschungsprojekten in die Bresche

  • Der Bundesrat hat Übergangslösungen für die nicht zugänglichen Programmteile von «Horizon Europe» verabschiedet.
  • Bei Projektanträgen von Schweizer Forschenden, die nicht eingabeberechtigt sind, soll der Nationalfonds einspringen.
  • Weitere Partner sind Innosuisse und die Weltraumorganisation ESA.
  • Wegen des Nachtrags zum Voranschlag 2022, der dadurch nötig wird, muss das Parlament in der Wintersession darüber befinden.
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Aus dem Archiv: «Horizon» ohne die Schweiz
08:09 min, aus Wissenschaftsmagazin vom 21.08.2021.
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Nach dem Ende der Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit der EU gilt die Schweiz bei «Horizon Europe», dem EU-Programm für Forschung und Innovation, als ein «nicht-assoziiertes Drittland».

Damit können Forschende hierzulande zwar weiterhin an den meisten Verbundprojekten teilnehmen. Von Einzelprojekten sind sie aber ausgeschlossen. Diese machen rund ein Drittel des Programms aus.

Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, Übergangsmassnahmen bis zur angestrebten Assoziierung der Schweiz einzuleiten, wie er mitteilt.

Nationalfonds mit Durchführung beauftragt

Derzeit würden noch Anträge aus der Schweiz, welche im Rahmen von Ausschreibungen eingereicht wurden, von der Europäischen Kommission evaluiert. Bei erfolgreicher Evaluation kann das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) die betreffenden Forschenden und Firmen direkt finanzieren, wie Bundespräsident Guy Parmelin vor den Medien in Bern sagte.

Für den Fall, dass Schweizer Forschende bei diesen Ausschreibungen aber nicht eingabeberechtigt sind, beauftragt das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) aber den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mit der Durchführung von Übergangslösungen.

Die Übergangslösungen orientieren sich soweit wie möglich an den europäischen Ausschreibungen, aber mit eigenen Fristen für die Projekteingabe, erklärte Parmelin weiter. Zusätzliche Massnahmen werde das WBF auch bei Innosuisse, bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA sowie weiteren Akteuren einleiten.

Entscheid darüber in der Wintersession

Die geplanten Übergangsmassnahmen werden dem Parlament mit einer Nachmeldung zum Voranschlag 2022 in der Wintersession 2021 unterbreitet. Die Umsetzung erfolgt unter Vorbehalt des entsprechenden Beschlusses. «Ziel des Bundesrats bleibt weiter die Assoziierung an ‹Horizon Europe› zum frühestmöglichen Zeitpunkt», sagte Parmelin.

Die Frage einer Assoziierung der Schweiz an «Horizon Europe» würden seitens der EU jedoch im Lichte der Gesamtbeziehungen Schweiz-EU gesehen. Verhandlungen seien zurzeit nicht möglich, so der Bundesrat.

Mit 95 Milliarden Euro das grösste Programm

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«Horizon Europe» dauert von 2021 bis 2027 und ist mit einem Budget von gut 95 Milliarden Euro das weltweit grösste Forschungs- und Innovationsförderprogramm. Gemeinsam mit dem Konjunkturmassnahmenpaket «Next Generation EU» soll es den grünen und digitalen Wandel in ganz Europa fördern. Die Schweiz war am Vorgängerprogramm «Horizon 2020» vollassoziiert und strebt den gleichen Status für «Horizon Europe» und damit verbundene Programme und Initiativen an.

SRF 4 News, 17.09.2021, 14:00 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Das von den Mitgliedern der Wissenschafts- und Bildungskommission des Nationalrats (WBK) geplante Massnahmenkonzept, welches es der Schweiz ermöglichen soll, sich weltweit als Exzellenzstandort für Forschung und Innovation zu etablieren, wäre eine mutige und richtige Reaktion auf die unwürdige Drohung aus Brüssel, auch wenn diese Lösung etwas kosten würde.
  • Kommentar von Christoph Stadler  (stachri)
    Es ist ein grosser Irrtum zu meinen, dass "Horizon Europe" besser sei, nur weil viele Länder dort mitmachen.
    Welche Errungenschaften hat Horizon bisher hervorgebracht, was den immensen finanziellen Aufwand rechtfertigen würde?
    Nun kann die Schweiz selbst bestimmen was erforscht wird. Nicht alle Länder haben die gleichen Interessen und Bedürfnisse. Gut so!
  • Kommentar von Fabio Scheidegger  (Fabioski)
    Unglaubliches Theater der verantwortlichen Stellen in Brüssel....