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Alpentransit: Das Verlagerungsziel nicht erreicht
Aus Tagesschau vom 13.11.2019.
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Bericht des Bundesrats Ziel bei alpenquerendem Schwerverkehr nicht erreicht

  • Der Bundesrat schnürt ein Massnahmenpaket zur Stärkung der Güterverkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene.
  • Operateure im unbegleiteten Kombiverkehr (Verladen von Containern) sollen demnach länger als bisher geplant Betriebsbeiträge erhalten.
  • Auch die Trassenpreise sollen sinken. Das verbillige die Bahntransporte, mache die Schiene attraktiver und helfe, die Klimaziele zu erreichen.

Mit der Annahme der Alpeninitiative hat die Bevölkerung 1994 beschlossen, den transalpinen Schwerverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern.

Der Bundesrat erstattet dem Parlament nun alle zwei Jahre Bericht über den Stand dieser Verlagerung. Der aktuelle Bericht zeige, dass die bisherigen Instrumente und Massnahmen wirksam seien, erklärt Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga vor den Medien. Ohne sie würden pro Jahr rund 800'000 schwere Lastwagen zusätzlich die Alpen queren.

Bisherige Massnahmen genügen nicht

Doch das gesetzlich festgelegte Ziel von maximal 650'000 alpenquerenden Schwerverkehrsfahrten jährlich wurde laut dem Bericht verfehlt: 2018 sind es 941'000 Fahrten gewesen. Das Verlagerungsziel könne mit den bisherigen Massnahmen allein nicht erreicht werden, lautet die Bilanz des Bundesrats.

Rangierarbeiter
Legende: Stand heute erreicht die Schiene beim Güterverkehr einen Marktanteil von 71 Prozent. Keystone

Für die Jahre 2024 bis 2026 will er deshalb zusätzliche 90 Millionen Franken für Betriebsabgeltungen im unbegleiteten kombinierten Verkehr bereitstellen.

Die Trassenpreise – die Kosten für die Nutzung der Schiene – sollen per Anfang 2021 um jährlich rund 90 Millionen Franken gesenkt werden. Laut Sommaruga kommt die Entlastung zu je einem Drittel dem Güter-, dem Fern- und dem Regionalverkehr zugute. Zur besseren Auslastung der bestehenden Infrastruktur wird zudem ein Sonderrabatt für lange Güterzüge eingeführt.

Positive Reaktionen auf Massnahmen

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Der Branchenverband Astag reagierte in einer schriftlichen Stellungnahme positiv. Man freue sich über die Fortschritte in der Verlagerungspolitik und die Branche habe mit ihren Abgaben viel dazu beigetragen. Auffallend versöhnlich auf der anderen Seite fällt auch die Reaktion beim Verein Alpeninitiative aus. Dessen Präsident, der frisch gewählte Bündner SP-Nationalrat Jon Pult sagt: «Da ist eine neue Dynamik in die Verkehrs- und vor allem in die Verlagerungspolitik eingekehrt.» Das Massnahmenpaket des Bundesrats sei ein Schritt in die richtige Richtung.

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Sommaruga: «Grabenkämpfe sind vorbei»
Aus News-Clip vom 13.11.2019.
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12 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Solange eine Alpenquerung via Bahn nicht so einfach, unbürokratisch und für Schnellentschlossene ist wie das Hop-on-hop-off-Verfahren beim PKW-Autoverlad, sondern ein logistischer Spiessrutenlauf an wenigen Terminals weit draussen ist, wird's auch nichts werden mit verbesserter Camion.Bilanz...
  • Kommentar von Samuel Röthlisberger  (S.Roethlisberger)
    Man sollte endlich mal diese antike Kupplung ersetzen. In den USA und in Russland können so viel längere Züge gefahren werden. Das ist effizienter.
    1. Antwort von hilde meier  (h.m)
      bitte auch die trommel-bremsen ersetzen !
      ursache für den grössten lärm
    2. Antwort von Georg Spengler  (Streamline500)
      Die Kupplung hat weniger mit der Länge sondern eher mit dem Gewicht zu tun aber Züge bis 3200t werden schon heute so gefahren sogar in der Schweiz.
      @Meier
      Züge haben keine Trommelbremsen sondern Klotzbremse und die bestehen heute meisten aus Kunststoffsohlen die übrigens sehr leise sind.
  • Kommentar von Gerbrand Ronsmans  (GRo)
    Irgendein Transportart zu vergünstigten setzt falsche Anreizen. Der politisch und gesellschaftliche nicht erwünschte Art soll höher besteuert werden. Wie wollen wir Umweltproblemen lösen in eine Struktur wo Güter in viele Fälle lokal produziert werden können weltweit verkarret werden um ein paar Einsparungen und Subventionen ab zu schöpfen.