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Kitas sollen Geld bekommen, Eltern nicht
Aus HeuteMorgen vom 16.04.2020.
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Bewältigung der Corona-Krise Geld für Kitas oder für Eltern?

Der Bundesrat konnte sich nicht einigen. Nun hat die Nationalratskommission eine Entscheidung getroffen – für die Kitas.

Im Bundesrat scheiterte das Vorhaben an der bürgerlichen Mehrheit, Kindertagesstätten und Kinderkrippen mit Millionen von Franken zu unterstützen. In der Bildungskommission des Nationalrates sei es dann aber gelungen, eine breite Mehrheit zu bilden, erklärt Nationalrat Matthias Aebischer (SP/BE).

«Besonders gefreut hat mich, dass für einmal alle Parteien am selben Strick gezogen haben. Das war ja in der Vergangenheit gerade bei Betreuungsfragen nicht immer so», sagt Aebischer. Vielleicht brauche es eine Krise, damit man sich wieder auf das Gemeinsame besinne.

Die Bildungskommission des Nationalrats hat sich für zwei Optionen ausgesprochen. Ziel ist dabei jeweils, dass Bund und Kantone Kinderkrippen unterstützen sollen, wobei der Anteil des Bundes das eine Mal etwas höher, das andere Mal etwas tiefer ist.

Eine Option wählen

Entscheiden soll nun die Ständeratskommission, deren Sitzung für Freitag anberaumt ist. Selbst sehr bürgerliche Politiker sprechen sich klar dafür aus, wie etwa Nationalrat Christian Wasserfallen (FDP/BE): «Ich appelliere an die Ständeräte und Ständerätinnen, die Lösung, die wir jetzt aufgegleist haben, so zu unterstützen.» Es sei die schnellste Lösung und das Parlament könne so auch Handlungsfähigkeit beweisen.

Die ständerätliche Kommission wird sich aber auch mit dem Einwand einzelner SVP-Nationalräte befassen müssen. So hält etwa Nadja Umbricht-Pieren fest: «Es muss eine faire Lösung sein. Wenn man eine Entschädigung spricht, soll man entweder die Kitas entschädigen, die keine Elternbeiträge mehr bekommen – oder man soll die Eltern entschädigen, die die Beiträge bezahlt haben, ohne die Kinder betreuen lassen zu können.»

Der Nationalrat schlägt aber vor, dass nur Krippen Geld erhalten sollen. Die Familien werden nicht entlastet. Die Ständeratskommisson dürfte diesem Modell wohl folgen.

Video
Aus dem Archiv: Kinderbetreuung in Zeiten von Corona
Aus 10vor10 vom 18.03.2020.
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«HeuteMorgen» 16.04.2020, 06:00 Uhr

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Ronny Nemetz  (RonnyRonson)
    Ich und meine Frau arbeiten in der Pflege. Also scheinbar Systemtelevant. Unsere Tochter geht nun mehr als zuvor in die Kita. Das verursacht mehr Kosten für uns. Wer erstattet uns das? Schauen wir mal. Aber es sind scheinbar wieder die Leute in der Pflege die Dummen. Solidarisch klatschen bringt uns nichts. Sorry.
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    1. Antwort von Daniel Bucher  (DE)
      Offensichtlich verdienen sie weiterhin ihr volles Gehalt - auch ihre Frau. Denken sie mal an den Wirt, der nichts mehr verdient und trotzdem die Pacht und seine private Miete bezahlen muss. Was sind da schon die paar Franken für einen zusätzlichen Kita Tag. Sie jammern auf höchstem Niveau. Ich hoffe, ihre Kinder sind nicht nur ein Kostenfaktor für sie.
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  • Kommentar von Maria Backhaus  (Maria Backhaus)
    Es wäre sinnvoll Kitas zu unterstützen unter Voraussetzung, dass die Kitas Geldbeiträge für die Eltern, welche Kinder freiwillig aus Solidarität zuhause betreut haben, kompensieren. Ich habe aber Angst, dass viele Kitas dies nicht machen werden und die Eltern werden sich vom Staat im Stich gelassen fühlen.
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  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
    Irgend etwas kann nicht stimmen. Einerseits wird gesagt, dass ”Eltern müssen zahlen, auch wenn das Kind nicht in die Kita geht” und andererseits wird behauptet die Kitas Hätten kein Geld und seien demnächst bankrott. Ja was nun?
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