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Bilanz nach zwei Wochen Maskenpflicht: Nur auf Schiffen kommt es zu Diskussionen

  • Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr in der Schweiz gilt nun seit zwei Wochen – und die allermeisten Reisenden halten sich daran.
  • Die Transportunternehmen von Bahn, Bus und Schiff sind alle zufrieden mit den Gästen.
  • Einzig das Maskentragen auf dem Aussendeck von Schiffen sorgt ab und an für Diskussionen.

Laut der SBB befolgen praktisch alle Zugreisenden die Maskenpflicht. Falls doch mal Passagiere ohne Maske unterwegs sind, hätten diese nach dem Hinweis des Zugpersonals eine aufgesetzt oder spontan von Mitreisenden eine erhalten, so ein SBB-Sprecher.

Nur vereinzelt ohne Maske …

Auch Postauto ist zufrieden mit der Umsetzung. Die Maskenpflicht sei von Beginn weg sehr gut eingehalten worden, teilte Postauto mit. Nur bis zu geschätzte fünf Prozent der Fahrgäste reisten ohne Masken.

Ähnlich positive Einschätzungen äusserten Bernmobil, die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ), die Jungfraubahnen, die Seilbahnen Schweiz und die Schifffahrtsgesellschaften.

... vor allem in den späten Abendstunden

Bei der VBZ würden 98 Prozent der Reisenden Masken tragen, erklärte ein VBZ-Einsatzleiter. Die Kundinnen und Kunden seien von Anfang an sehr diszipliniert gewesen. Nur in den späteren Abendstunden hätten sich vereinzelt Gruppen von Jugendlichen nicht an die Maskenpflicht gehalten.

Auf Schifffahrten finden ab und zu Debatten über Sinn und Unsinn der Maskenpflicht statt. «Einzig auf dem Aussendeck haben wir ab und zu kleine Diskussionen. Dort verstehen die Leute weniger, wieso eine Maskenpflicht herrscht», sagte Stefan Schulthess, Geschäftsführer der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) und Präsident des Verbands Schweizerischer Schifffahrtsunternehmen.

Gäste verzichten auf Schifffahrt

Tatsächlich zeigt ein Augenschein auf zwei Fahrten auf dem Vierwaldstättersee: Rund ein Viertel zieht die Maske während der Fahrt auf dem Aussendeck aus. Auch beim Verband stösst die Regel auf dem Aussendeck auf Unverständnis. Vor allem, weil man vor der Maskenpflicht bereits freiwillig die Zahl der Gäste halbiert habe, um den Abstand einhalten zu können, erklärte Schulthess.

«Wir stellen fest, dass die Leute wegen der Maskenpflicht auf eine Schifffahrt verzichten», sagte Schulthess. Seit Einführung der Maskenpflicht verzeichnete die SGV zusätzlich einen Rückgang von zwischen 10 und 20 Prozent. Damit habe man 50 bis 60 Prozent weniger Kunden als üblich zu dieser Jahreszeit. Der Schifffahrtsverband hofft nun, noch einmal mit dem Bund ins Gespräch zu kommen.

Gleiche Auslastung bei SBB und Postauto

Ob sich die Maskenpflicht positiv oder negativ auf die ÖV-Nutzung auswirkt, ist für viele Transportunternehmen schwierig einzuschätzen. Bei der SBB hat sich die Auslastung mit der Maskenpflicht bisher nicht verändert. Es sei aber noch zu früh, um Bilanz zu ziehen, sagte der SBB-Sprecher. Einen Einfluss auf die Auslastung hätten auch Faktoren wie Ferien oder das Wetter.

Postauto gab sogar eine leicht positive Tendenz an. «Wir beobachten seit Einführung der Maskenpflicht solide Zahlen und auf touristischen Linien sind einige Kurse sogar sehr gut ausgelastet», sagte ein Postauto-Sprecher. Auch die Jungfraubahnen teilten mit, ein positives Feedback von Gästen erhalten zu haben.

Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr gilt in der Schweiz seit dem 6. Juli. Sie gilt für Personen ab zwölf Jahren in Zügen, Trams und Bussen, Bergbahnen, Seilbahnen und auf Schiffen.

SRF 4 News, 16 Uhr;

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59 Kommentare

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  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    In Österreich, wo die Maskenpflicht ab Freitag wieder gilt in Supermärkten, Lebensmittelgeschäften, etc. muss auf Ausflugsschiffen aber nur drinnen eine Maske getragen werden. Da Österreich die Pandemie eigentlich gut im Griff hat, denke ich, dass man diesem Vorgehen folgen könnte und auch auf Schweizer Ausflugsschiffen die Maskenpflicht nur für INNEN verordnet.
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  • Kommentar von Ringo Noki  (Rinok)
    Die Maskenpflicht verdanken Sie und ich nicht denjenigen, die nachts allein in einem leeren Zug die Maske tragen, sondern denjenigen, die sich nicht an die damals noch freiwillige Empfehlung gehalten haben: Abstand einhalten, und wo nicht möglich Maske tragen. Und das sind geschätzt ungefähr diejenigen, die jetzt ständig gegen die Maskenpflicht argumentieren oder schimpfen. Das tut mir auch Leid für diejenigen, die allein im leeren Poschi oder Bahnwagen eine Maske tragen müssen.
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  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Auf Dauer wird sich diese Machtdemonstration mit verordnetem Kadavergehorsam nicht aufrecht erhalten lassen. Erste findige Köpfe nehmen bereits eine Familienpackung Popcorn für die Fahrt im ÖV mit, stundenlanges Knabern garantiert.
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