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«Es soll keine absoluten Verbote geben»
Aus Tagesschau vom 28.10.2020.
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Bundesrat verschärft Gangart Die letzte Chance – für alle

Er hat sich Zeit gelassen, der Bundesrat, viel Zeit (zumindest in den Massstäben einer exponentiell ansteigenden Pandemie-Situation). Hat mit den Kantonen die Situation analysiert, sich von Fachleuten informieren lassen (und dann doch nicht immer auf sie gehört), die Sozialpartner konsultiert.

Heute nun wurde ein Massnahmen- und Hilfs-Paket präsentiert, dem man die Anstrengung, unter dem es zustande gekommen ist, anmerkt: Es hat strikte Vorgaben, föderalistische Einschränkungen, Nachvollziehbares und weniger Nachvollziehbares.

Nächster Schritt: Shutdown

Das spielt jetzt aber auch gar keine Rolle mehr, denn letztlich wurde heute nochmals in aller Deutlichkeit klar, dass sich die Situation bei den Infektionszahlen und vor allem auf den Intensivstationen in den nächsten 14 Tagen verbessern oder zumindest stabilisieren muss. Wenn nicht, dann kommt der nächste Schritt, und der heisst Shutdown.

Wenn man das verhindern will, und wenn man auch verhindern will, dass die Gesundheit und die wirtschaftlichen Grundlagen von vielen Menschen beschädigt oder zerstört werden, dann sind die nächsten Tage für alle die letzte Chance.

Jeder ist gefordert

Für uns alle, in dem wir unsere Bewegungen und Kontakte auf das absolut notwendige Minimum beschränken. Für die Parteien und Sozialpartner, indem sie die aktuelle Strategie unterstützen und so für eine kohärente Kommunikation sorgen.

Für die Arbeitgeber, dass sie so viel Homeoffice wie möglich erlauben und einfordern. Für die Kantone, indem sie die Massnahmen konsequent umsetzen, wo nötig sanktionieren und vor allem dort, wo die Situation weiter eskaliert, gezielt Verschärfungen beschliessen.

Glaubwürdigkeit knapp gerettet

Und natürlich für den Bundesrat, der heute seine Glaubwürdigkeit knapp gerettet hat, indem er dafür sorgt, dass sich möglichst alle an die Vorgaben halten.

Der Präsident der wissenschaftlichen Task-Force, Martin Ackermann, hat das heute kürzer und prägnanter formuliert: «Wir müssen die Ansteckungen stoppen, nur so können wir unser Gesundheitssystem und unsere Wirtschaft schützen. Jeder Tag zählt.»

Urs Leuthard

Urs Leuthard

Leiter TV-Bundeshausredaktion SRF

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Seit Sommer 2020 ist Urs Leuthard Leiter der Bundeshausredaktion von Fernsehen SRF. Bereits seit 2002 moderiert er das «Abstimmungsstudio» und analysiert Wahlen und Abstimmungen. Bis 2008 war er Moderator und Redaktionsleiter der «Arena», danach wechselte er zur «Rundschau», bevor er 2012 die Redaktionsleitung der «Tagesschau» übernahm. Ab 2016 leitete Urs Leuthard die Newsroom-Entwicklung beim Fernsehen SRF.

Tagesschau, 28.10.2020, 19:30 Uhr

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92 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Freiermuth  (Michael F)
    Meine lieben Mitbürgerinnen und meine lieben Mitbürger lassen sie uns wieder zu Vernunft kommen! Eine zweite Ausgangssperre können und dürfen wir unter diesen Umständen nicht zulassen! Oder würden Sie bei einem Cyberkrieg in den Luftschutzkeller gehen, nur weil Bund und Kantone die Alamrglocken läuten? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
  • Kommentar von Peter Hahnau  (Peter Hahnau)
    Ich wüsste nicht, wie ich mich noch mehr einschränken soll. OK, meine Frau und ich treffen uns noch ab und zu mit einem befreundeten Ehepaar; und zwei Spielkolleginnen meiner Tochter sind oft zu Besuch. Aber bevor wir diese Kontakte auch noch kappen, erwarte ich von denen, die noch Dutzende von Leuten treffen, dass sie sich mehr einschränken.
    Daher gehen mir diese ständigen Appelle, die einem für jeden Sozialkontakt ein schlechtes Gewissen einreden wollen, zunehmend auf den Keks.
    1. Antwort von Franz Lehmann  ((DrFranz))
      Herr Hahnau, da machen Sie schon genug finde ich. Das ist ja wirklich ein sehr verantwortungsvoller Umgang mit der Anzahl an Kontakten. Ich glaube auch, dass der Bundesrat nicht Personen wie Sie meint mit seiner Aufforderung. Vorausgesetzt Sie halten sich selbstverständlich an die weiter geltenden Regeln und Empfehlungen. Gute Gesundheit!
  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    Die neuen Massnahmen sind so scharf wie ein Stumpfes Messer.
    Die letzte Chance ist vertan, es kommen harte Zeiten auf uns zu.