Zum Inhalt springen

Header

Video
Mehr Geld vom Bund für Impfstoff
Aus Tagesschau vom 11.11.2020.
abspielen
Inhalt

Bundesrat zur Coronakrise Berset: «Lage bleibt auf hohem Niveau angespannt»

Nicht nachlassen, auch wenn die Coronavirus-Infektionen weniger stark ansteigen, warnt der Gesundheitsminister.

Die Lage bleibe auf hohem Niveau angespannt, erklärte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch zur aktuellen epidemiologischen Lage. Allerdings nähmen die Fallzahlen in allen Regionen und Altersklassen weniger stark zu: «Wir stellen fest, dass sich die Lage verbessert hat, der R-Quotient liegt um eins herum, was eine gute Neuigkeit ist. Die Situation in Bezug auf die Massnahmen ist stabil, im Moment sind keine weiteren Massnahmen vorgesehen.»

Wir stellen fest, dass sich die Lage verbessert hat, der R-Quotient liegt um 1 herum, was eine gute Neuigkeit ist.
Autor: Alain BersetGesundheitsminister

Laut Berset nehmen aber die Hospitalisierungen und die Zahl der Corona-Intensivpatienten weiter zu. Auch das Contact Tracing könne weiterhin nicht lückenlos durchgeführt werden. Im Vergleich zur ersten Welle im März habe sich viel aber verändert: «Identisch zum März bleibt, dass wir es mit dem gleichen Virus und einer Welle zu tun haben.»

Berset fügte an: «Im März waren wir viel weniger gut vorbereitet und es fehlte an Material und Medikamenten.» Eine Problem sei allerdings der Umstand, dass sich vom Spitalpersonal gewisse Mitarbeitende in Quarantäne befänden.

Zusätzliche 100 Millionen für Impfstoffe

Berset gab im Weiteren bekannt, dass der Bundesrat den Kredit für die Beschaffung eines Covid-19-Impfstoffs um 100 Millionen auf 400 Millionen Franken erhöht hat. Der Betrag stammt aus bereits bewilligten Covid-19-Krediten, welche im Armeebudget eingestellt sind.

Video
Berset zur Finanzierung und Beschaffung eines Impfstoffs
Aus News-Clip vom 11.11.2020.
abspielen

Noch könne nicht mit Sicherheit gesagt werden, welche Unternehmen respektive welche Impfstoffe sich am Ende durchsetzen und der Schweizer Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden könnten, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Der Bund setze bei der Beschaffung von Covid-19-Impfstoffen deshalb auf mehrere Hersteller.

Wer will oder darf zuerst impfen?

Angesprochen auf den Umstand, dass nur etwa jeder Fünfte von der Grippeimpfung Gebrauch mache, zeigte sich Berset überzeugt, dass sich viel mehr Menschen gegen Corona impfen lassen werden. Wichtig sei, dass für alle, die sich impfen lassen wollten, die nötigen Impfungen zur Verfügung stünden. Er wiederholte, dass es keinen Impfzwang gebe.

Zuerst sollen die Risikogruppen und deren Umfeld geimpft werden können, erklärte Stefan Kuster, Leiter der Abteilung Übertragbare Krankheiten im BAG: «Die genau Strategie kann aber erst festgelegt werden, wenn die Impfstoffe und die Wirkung feststehen.»

Was die Lagerung, genauer gesagt Kühlung, der Impfstoffe betrifft, so bereitet man sich laut Berset seit Monaten vor. Zuständig sei die Armee. Nora Kronig, Leiterin Abteilung Internationales (BAG), ergänzte, dass man das Material bereits gekauft habe und soweit auf einem guten Weg sei.

Ermutigende Signale

Kürzlich haben das deutsche Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer mitgeteilt, dass ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz biete. Mit zwei weiteren Herstellern hat der Bund bereits Verträge abgeschlossen. Im August sicherte sich die Schweiz 4.5 Millionen Impfdosen von Moderna.

Mitte Oktober kam ein Vertrag mit dem Pharmakonzern Astrazeneca hinzu für die Lieferung von bis zu 5.3 Millionen Dosen. Wann ein Impfstoff zur Verfügung steht, könne heute noch nicht gesagt werden, betont das BAG. Es gehe indes davon aus, dass im ersten Halbjahr 2021 erste Impfungen in der Schweiz durchgeführt werden könnten.

SRF 4 News, 11. November 2020, 15:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Christian Pfister  (Larry C)
    Wie lange will man uns noch faktisch einsperren und bevormunden sowie in den existentiellen Ruin treiben fuer die Eindämmung einer stärkeren Grippe? Können Sie mir eine Grippe nennen, deren Verbreitung verhindert werden konnte? Wie kommt es, dass Andorra la Vella seit Mitte August eine Maskenpflicht auch draussen hat, aber am meisten Covid Fälle in Europa noch deutlich vor der Schweiz? Warum kommen die sehr zahlreichen Aerzte, die nicht diejenige Meinung der Task-Force teilen, nicht zu Wort?
    1. Antwort von Stephan Wiesendanger  (Walti W.)
      Weil das längere Tragen ungesund ist!
      Die deutsche Unfallversicherung verbietet das Tragen eines Gesichtsschutzes mit Atemwiderstand von mehr als 2 Std.!!
  • Kommentar von Thomas Steiner  (Tom Stone)
    Wird Zeit, dass wir Schwedisch lernen.
  • Kommentar von Stephan Wiesendanger  (Walti W.)
    Vom impfenden Arzt ein Papier unterschreiben lassen, wo er bei allfälligen Schäden und deren Folgesfolgen vollumfänglich mit seinem Privatvermögen haftet. Wenn er's nicht unterschreibt, ist der Fall klar!
    Ein Geimpfter muss auch keine Angst vor einem Ungeimpften haben, ausser der Impfstoff ist nichts wert. In beiden Fällen kann Impfen also freiwillig bleiben!