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Jugendliche freuen sich auf die Lockerungen
Aus Tagesschau vom 18.02.2021.
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Corona-Lockerungen Bundesrat macht solidarischen Teenagern ein Geschenk

Die Corona-Lockerungen für Jugendliche kamen auch dank Druck der Eidgenössischen Kommission für Jugendfragen zustande.

Zuhause alleine auf der Couch: So sah für viele Jugendliche ab 16 der Alltag in den letzten Monaten aus – jüngere geniessen heute schon Privilegien. Nun sollen auch die Teenager ab 16 mehr Freiheiten bekommen. Mit diesen Lockerungen ab dem 1. März sendet der Bundesrat ein Zeichen der Hoffnung an junge Menschen, die gewisse Massnahmen besonders hart treffen.

Brief an den Bundesrat

Sami Kanaan, Genfer Stadtpräsident hat sich für die Lockerungen für Jugendliche eingesetzt. Er ist Präsident der eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen. In einem Brief an den Bundesrat schrieb die Kommission, man dürfe «Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung der Covid-19 -Krise nicht vergessen!».

Die Kommission schreibt in ihrem Appell weiter, dass insbesondere diese Altersgruppe zurzeit unter starken Anzeichen von Depressionen leiden würde. Der Bundesrat habe erfreulicherweise reagiert, nun müssten aber Kantone, Gemeinden und Vereine die Angebote auf März auch bereitstellen, sagt der Kommissionspräsident weiter. Denn dort würden Jugendliche ihre Sorgen oft erstmals äussern. An Institutionen wie die Dargebotene Hand würden sie sich oft erst in grosser Not wenden.

Altersgruppe trägt Einschränkungen solidarisch mit

Mit den vorgesehenen Lockerungen belohnt der Bundesrat eine Altersgruppe, welche die Einschränkungen aussergewöhnlich solidarisch mitträgt. Dies zeigte eine repräsentative Sotomo-Umfrage im Auftrag der SRG von Mitte Januar.

Der Frage, ob es der Staat mit Aktivismus und Eingriffen in die persönliche Freiheit übertreibe, stimmten gerade einmal 23 Prozent der 15-24-Jährigen mit «Ja» oder «eher ja» zu. Nur gerade Pensionierte stören sich noch weniger an den staatlichen Eingriffen in die persönliche Freiheit.

Jugendliche nehmen Wissenschaft ernst

Bei einer Strassenumfrage der «Tagesschau» meinte ein 16-Jähriger gar, er wäre bereit, noch mehr Freiheit aufzugeben, um die Fallzahlen zu senken.

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«Ich wäre bereit, noch mehr Freiheiten aufzugeben»
Aus Tagesschau vom 18.02.2021.
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Eine Altersgenossin ergänzt jedoch, die Massnahmen seien schon notwendig gewesen, aber in diesem Alter kaum mehr etwas machen zu können, sei hart.

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«Nichts mehr machen zu können ist hart»
Aus Tagesschau vom 18.02.2021.
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Eine mögliche Erklärung für die vorsichtige Haltung vieler Jugendlicher sieht Kanaan darin, dass Menschen in diesem Alter wissenschaftliche Erkenntnisse ernster nehmen würden. Ähnlich, wie man es auch beim Kampf gegen den Klimawandel beobachten könne.

Die Opferbereitschaft der Jugendlichen würdigte am Mittwoch auch Bundespräsident Guy Parmelin, als er sich bei den Jugendlichen für ihren Einfallsreichtum, ihre Hartnäckigkeit und Solidarität bedankte.

Tagesschau, 18.02.2021, 19:30 Uhr

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56 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Vor Covid hiess es, viele Jugendliche hocken auf dem Sofa, weil... während Covid heisst es, viele Jugendliche hocken auf dem Sofa, weil Covid. Logisch.
  • Kommentar von Peter Kunszt  (PeterQ)
    Bei den Jungen ist der Verlauf von COVID mild, sie sollten sich untereinander also weitgehend frei bewegen können, das hat die ‚Wissenschaft’ auch bereits gesagt.
  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Ich finde gut, dass Jugendliche mehr Freiheiten erhalten. Viellicht sollte der Schwerpunkt nun vermehrt bei ihnen liegen, während dem das Impfen alter Menschen vorangeht. Es müsste überhaupt vermehrt versucht werden andere Wege einzuschlagen. Ich glaube kaum, dass Massnahmen wie häufigeres, regelmässiges Testen teurer sein sollte als kaputte Existenzen. Vielleicht wäre "Corona Innovationen" angesagt.