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Kantone wollen weitergehen als der Bund
Aus Tagesschau vom 22.05.2021.
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Corona-Massnahmen Kantone wollen mehr Lockerungen als der Bundesrat

Kommende Woche wird der Bundesrat weitere Lockerungsschritte ankündigen. Die Kantone fordern aber mehr, als der Bundesrat vorschlägt, wie die Vernehmlassungsantworten zeigen.

Die nächsten Lockerungsschritte stehen an: Kommende Woche will der Bundesrat definitiv entscheiden, ob etwa Restaurants ihre Innenräume wieder öffnen dürfen und ob die Homeoffice-Pflicht wegfällt. Die Kantone sind dazu in einer Vernehmlassung angehört worden und es zeigt sich: Grundsätzlich sind sie mit den Öffnungen einverstanden, hätten aber gerne mehr davon.

Noch sind Innenräume von Restaurants amtlich geschlossen. Doch absehbar sollen Restaurants wieder vollständig geöffnet werden wie der Bundesrat vorschlägt. Allerdings sollen die Gäste am Tisch eine Maske tragen, wenn sie nicht konsumieren.

Maskenpflicht in Restaurants soll wegfallen

Bei den Kantonen regt sich jedoch Widerstand, wie die Antworten der Vernehmlassung zeigen. Einige Kantone wollen weiter gehen als der Bundesrat und fordern beispielsweise, dass die Maskenpflicht am Tisch gestrichen wird, weil sie nicht praktikabel sei.

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Lukas Engelberger zur Maskentragpflicht in Innenräumen
Aus Tagesschau vom 22.05.2021.
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Aber der Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) mahnt zur Vorsicht bei der wegfallenden Maskenpflicht in Restaurants: «Als Gesundheitsdirektor muss ich sagen, dass ich diese Schutzmassnahme richtig finde, denn es gibt eine erhebliche Ansteckungsgefahr, wenn wir uns ohne Schutz über längere Zeit in geschlossenen Räumen aufhalten. Deshalb würde ich in Innenräumen an dieser Maskenpflicht festhalten», sagt Lukas Engelberger.

Ich kann das nachvollziehen ja, aber es ist wichtig, dass wir jetzt nicht sämtliche Beschränkungen aufheben, das wäre gefährlich.
Autor: Lukas EngelbergerPräsident der Kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren

Bei privaten Treffen schlägt der Bundesrat noch keine Lockerungsschritte vor, es soll bei maximal 10 Personen in Innenräumen und 15 Gästen im Aussenbereich bleiben. Aber auch hier gibt es Kritik aus den Kantonen. Sie fordern bereits jetzt Lockerungen: privat sollen sich mehr Menschen treffen können.

«Ja, ich kann das nachvollziehen, aber es ist wichtig, dass wir jetzt nicht sämtliche Beschränkungen aufheben, das wäre gefährlich», erklärt GDK-Präsident Engelberger weiter. Es wäre wünschenswert, wenn der Fortschritt der Impfkampagne berücksichtigt würde. «Allenfalls müssten bei diesen Treffen geimpfte Personen nicht mitgezählt werden», schlägt er vor.

Welche Lockerungen wie weit gehen: darüber entscheidet der Bundesrat kommende Woche definitiv. Wie weit die Kritik und Vorschläge der Kantone berücksichtigt werden, ist noch offen.

Tagesschau, 22.05.2021, 19:30 Uhr;

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125 Kommentare

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  • Kommentar von Marlies Artho  (marlies artho)
    K. Bleuer Kommentar 21 27 Uhr schreiben Sie mir, in diesem Zusammenhang gilt die Maskenpflicht doch auch für Gäste, um das Servicepersonal zu schützen bis sie geimpft sind. Wann wird dies der Fall sein, mit dieser verzögerten Impfstrategie, ob alle sich Impfen wollen? Gäste halten sich nicht den ganzen Tag im Restaurant auf? Es wird gelüftet? Nach jeder Konsumation werden Tische wieder Desinfiziert? Selber gesehen im Restaurant, dass sich die Gastgeber sehr viel mühe gaben, vor der Schliessung.
  • Kommentar von Krebs Alfred  (A.Santiago)
    Ich habe immer wieder ein ungutes Gefühl, wenn die Kantone rasche Öffnungen verlangen. Ich stelle mir immer vor, dass die Kantonsregierungen um so ihre Wählerschaft zufrieden zu stellen. Im heimlichen hoffen sie dann immer, dass der Bundesrat nicht nachgibt und er dann Schuld ist.
    1. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      A. Krebs ich nehme an, dass dies Ihre eigene Vermutung ist. Weiss nicht ob es nur Parteien sind, die Öffnen wollen, oder eben auch die Betroffenen KMUS die seit 6 Monaten Innenräume geschlossen sind.
  • Kommentar von Peter Billeter  (Illusiontrust)
    Lockerungen? Öffnungen? Auf keinen Fall! Will man wirklich noch mehr leer stehende Häuser und Wohnungen in der Nachbarschaft von denen es über das letzte Jahr durch die von dieser heimtückischen Krankheit dahingerafften Mitbürger täglich mehr gibt. Viele Dörfer und Städte erscheinen einem dadurch schon wie Geisterorte. Bis diese Entvölkerung nicht gestoppt ist, darf es keinerlei Lockerungen geben, im Gegenteil.
    1. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Herr Billeter, tut mir leid für Sie, sollten in Ihrer Umgebung mehrere Menschen an Corona gestorben sein. In meinem Umfeld kann ich eine derartige Entwicklung nicht feststellen. Ich sehe auch keine Geisterorte und stelle auch keine Entvölkerung fest. Vielleicht liegt es daran in welcher Region jemand lebt. Mit den entsprechenden Vorsichtsmassnahmen bin ich dafür zu lockern. Ich denke der Grossteil der Bevölkerung wird mit der neuen Situation umgehen können.