Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Corona-Massnahmen Weitere Öffnungsschritte? Heute entscheidet der Bundesrat

  • Der Bundesrat entscheidet heute Freitag über weitere Öffnungsschritte.
  • Die Ausgangslage ist alles andere als einfach: Der psychologische und wirtschaftliche Druck ist hoch, die epidemiologische Lage ungünstig.
Video
Aus dem Archiv: «So schnell wie möglich zurück zur Normalität»
Aus News-Clip vom 17.03.2021.
abspielen

Die Worte von Gesundheitsminister Alain Berset waren am Mittwoch alles andere als ermutigend. Betreffend Öffnungen sehe es derzeit nicht gut aus, sagte er im Nationalrat. Drei von vier Kriterien, die der Bundesrat als Richtwerte für weitere Öffnungsschritte definierte, seien nicht erfüllt. «Wir wollen jetzt nicht öffnen und dann wieder schliessen müssen», hiess es. Die Kontrolle über die Fallzahlen zu verlieren, sei noch immer gefährlich.

Richtwerte sind nicht erfüllt

Es spreche derzeit viel für eine dritte Welle, sagte auch Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien.

Am Donnerstag, am Tag vor der Bundesratssitzung, gaben die Zahlen nicht Anlass zu mehr Optimismus. Die 14-Tage-Inzidenz und der R-Wert lagen deutlich über den Richtwerten, die Positivitätsrate bei den Schnelltest mit 5.1 Prozent knapp darüber. Die Rate für die etwas zuverlässigeren PCR-Tests lag mit 4.3 Prozent unter dem Zielwert. Klar im grünen Bereich lag mit knapp 170 einzig der Richtwert von 250 für die Belegung der Intensivbetten

Lockerungen sind möglich

Ein definitives Nein zu neuen Lockerungen bedeuten diese Zahlen jedoch nicht. Der Bundesrat könne sich auch über diese Kriterien hinwegsetzen, sagte Bundespräsident Guy Parmelin vor einer Woche. Auch seitens des BAG hiess es, dass die Schweiz kein Ampelsystem kenne und es keinen Automatismus gebe.

Quelle: Bundesrat, 12.03.21Restaurant- und Barterrassen*Innenräume von Zoos und botanischen Gärten*weitere ÖffnungsschritteLockerungenRichtwerte für eine ÖffnungWeiteres VorgehenMassnahmen bei einem möglichen 2. Öffnungsschritt (frühestens ab 22. März, bei Einhaltung der Richtwerte)• Positivitätsrate unter fünf Prozent• Auslastung der Intensivplätze mit Covid-19-Patienten unter 250 belegten Betten• Durchschnittliche Reproduktionszahl über die letzten 7 Tage unter 1• 14-Tages-Inzidenz am 17. März nicht höher als am 1. März• Vorschläge des Bundesrats gehen in Konsultation an Kantone• Entscheide des Bundesrats am 19. März.Private Treffen in Innenräumen: 10 PersonenAktivitäten für Erwachsene drinnen und draussen: 15 Personen*Präsenzunterricht an Hochschulen/Weiterbildungen: 15 Personen*Keine Maskenpflicht bei Geimpften in Alters- und PflegeheimenKeine Kontaktquarantäne, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter einmal pro Woche testenVeranstaltungen, wie z.B.Vereinstreffen, Museumsführungen: 15 PersonenVeranstaltungen mit Publikum*:draussen (z.B. Fussballspiele): 150 Personendrinnen (z.B. Kino): 50 PersonenKeine Quarantänepflicht für Geimpfte*unter Einhaltung strenger Auflagen (z.B. Maskenpflicht, Abstand halten, Kapazitätsbegrenzung etc.)

Kantone wollen schneller öffnen

Die Kantone stützen grundsätzlich das vorgeschlagene Vorgehen des Bundesrats. «Es soll umsichtig und gestützt auf die bisherigen Erfahrungen geöffnet werden», teilte die Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) nach der Vernehmlassung mit.

Dass viele Kantone in einem schnelleren Tempo und in grösseren Schritten Öffnungen verlangen, wurde aber auch deutlich. So möchte die Hälfte aller Kantone auch die Innenbereiche der Restaurants rasch öffnen. Eine breite statt nur eine beschränke Wiedereinführung des Präsenzunterrichts an den Hochschulen fordern fast alle Kantone. Knapp die Hälfte möchte schliesslich auch die Homeoffice-Pflicht aufheben.

«Wir befinden uns insgesamt also in einer etwas widersprüchlichen Situation», brachte es die GDK in ihrer Mitteilung auf den Punkt. Das Dilemma, das der Bundesrat lösen muss, ist offensichtlich: Die Zahlen halten mit den psychologischen und wirtschaftlichen Bedürfnissen nicht Schritt.

Hier finden Sie Hilfe in der Corona-Zeit

Box aufklappenBox zuklappen

Corona beschäftigt uns alle. Unten finden Sie eine Liste mit Hotlines und Ratgebern rund um Corona.

BAG Infoline Coronavirus, Link öffnet in einem neuen Fenster: 058 463 00 00 (täglich 6 bis 23 Uhr)

BAG Infoline Corona-Impfung, Link öffnet in einem neuen Fenster: 058 377 88 92 (täglich 6 bis 23 Uhr)

Dureschnufe, Link öffnet in einem neuen Fenster: Plattform für psychische Gesundheit rund um das neue Coronavirus

Angst und Panikhilfe Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster, Hotline: 0848 801 109 (10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr)

Eltern-Notruf Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster, Hotline: 0848 35 45 55 (24x7)

Pro Juventute, Link öffnet in einem neuen Fenster, Hotline für Kinder- und Jugendliche: 147 (24x7)

Schweizer Sorgen-Telefon, Link öffnet in einem neuen Fenster: 143 (24x7)

Suchthilfe Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster: Hotline für Jugendliche im Lockdown 0800 104 104 (Di. bis Do. 9 bis 12 Uhr)

Branchenhilfe.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster: Ratgeberportal für Corona betroffene Wirtschaftszweige

SRF 4 News, 19.03.2021, 8 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

144 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Meyer  (Thomas Meyer)
    Bitte auf „euromomo“ die (Über)Sterblichkeit Schweden und Schweiz vergleichen, die Grafiken liegen praktischerweise gleich untereinander. Hier die aktuellen Werte Schweden: Einwohner 10.1 Mio., Infektionen 738‘000, Infektionsrate 7,79%, 7-Tage-Inzidenz 310.4 (max. 515.8 am 10.1.21).
  • Kommentar von Fritz Feuz  (F. Feuz)
    15:19 beginnt bereits die Fragerunde, nachdem Herr Bundesrat Berset den Entscheid des gesamten Bundesrates von heute Morgen klar und allgemein verständlich begründet hat. So gut, dass es auch der hinterste und letzte Medienkonsument begreift. Wenn er es begreifen. Er muss nur wollen wollen. Und vielleicht wäre es zweckmässig, wenn die Fragenden während dem sie ihre Frage formulieren, der Name und für welche Klientel er Fragen stellt, eingeblendet würden.
    Mit meiner Kritik riskiere ich, dass__
    1. Antwort von Urs Dupont  (udupont)
      Hm, einen Entscheid, der diejenigen Massnahmen, die nur kontraproduktiv sind (geschlossene Terrassen, Hallenbäder, Saunas, etc.) beibehält und dafür ausgerechnet dort Lockerungen verordnet, wo 50% der Infektionen stattfinden (in privaten Innenräumen), den kann man nicht genug hinterfragen. Die 5er- durch die 10er-Regel zu ersetzen, heisst, dass es statt zu 10 zu 45 potentiell gefährlichen Begegnungen kommt und somit die Fallzahlen exp. (im Quadrat) steigen werden. Total verantwortungslos!
  • Kommentar von Mike Baumgartner  (Mike47)
    Eine weitere Öffnung wäre kontraproduktiv, man sieht ja jetzt schon den Effekt der Wiederöffnung der Läden - die Zahlen steigen. Und je mehr sich das Virus vermehren kann, desto eher könnten Virusmutanten entstehen, gegen die die Impfstoffe weniger Wirkung zeigen. Öffnung wären also erst vernünftig, wenn ein Grossteil der Bevölkerung durchgeimpft ist.
    1. Antwort von Johan Tobel  (naturfründ)
      Trotz Maskenpflicht wird es nicht besser. Ach so, jetzt kann man mit dem Argument kommen, dass noch nicht alle geimpft sind. Und wenn die Impfung nicht nützt, was kommt als nächstes Argument? Das Volk lässt sich gerne an der Nase herumführen.
    2. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      @ Tobel - ohne Maskenpflicht wär's evtl. noch schlimmer. Ich glaub's zwar nicht, aber möglich ist's. Durch die Impfung wird's mit Sicherheit besser. Würde sich das Volk nicht an der Nase rumführen lassen, würden nicht so viele auf Fake-News rein fallen.... ;-))