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Wie Vermieterinnen und Vermieter mit den Regeln umgehen
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 11.02.2021.
abspielen. Laufzeit 02:33 Minuten.
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Corona-Regeln in den Ferien 5-Personen-Regel wird im Chalet kaum kontrolliert

Das Beispiel Gstaad zeigt: Vermieter fragen zwar nach der Gruppengrösse, Kontrollen sind aber selten.

In der Ferienwohnung von Kurt Iseli in einem Chalet etwas ausserhalb von Gstaad haben 6 Personen Platz. Nun schaut er aber genau hin, wie viele in seiner Ferienwohnung übernachten. Denn: Wenn es zu viele sind, wird es heikel.

Die 5-Personen Regel in der Ferienwohnung

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An Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis dürfen höchstens fünf Personen teilnehmen – das gilt auch in den Ferien. Eltern mit mehr als drei Kindern dürfen eine Ferienwohnung bewohnen, wenn sie normalerweise auch alle im selben Haushalt wohnen.

«Drei-Generationen-Familien», also Eltern, Kinder und Grosseltern oder Patchwork-Familien von mehr als fünf Personen dürfen in derselben Ferienwohnung wohnen, wenn sie normalerweise auch alle im selben Haushalt leben. Wenn nicht, wird gegen die Regel verstossen. Das ist auch der Fall, wenn sechs oder mehr verschiedene Freunde aus verschiedenen Haushalten eine Wohnung mieten.

Kurt Iseli fragt vor der Buchung jeweils nach: «Ich lasse es nicht zu, dass sechs Personen aus verschiedenen Haushalten die Wohnung mieten.» Diese Woche ist seine Wohnung leer. Ein Engländer hätte sie eigentlich buchen wollen und hatte sich vor ein paar Wochen bei ihm erkundigt: «Er ist meinen Fragen ausgewichen und hat dann auf eine Buchung verzichtet.»

Wohnzimmer
Legende: Kurt Iseli will jeweils genau wissen, wie viele Personen seine Ferienwohnung bewohnen. Thomas Pressmann/SRF

Die 5-Personen-Regel sorgt jedoch für Verwirrung. Das merkte man auch im lokalen Tourismusbüro an der Promenade von Gstaad. In den letzten Wochen gab es viele Anfragen deswegen, mehrere Gäste haben zu ihrer Ferienwohnung zusätzliche Hotelzimmer gemietet.

Die Gäste müsse selber Verantwortung übernehmen.
Autor: Flurin RiediTourismusdirektor Gstaad Saanenland Tourismus

Die Gäste haben Freunde oder Familienmitglieder auf verschiedene Unterkünfte verteilt, bestätigt Tourismusdirektor Flurin Riedi. Es sei aber nicht Sache der Vermieter oder der Buchungsplattformen, Polizist zu spielen: «Am Schluss ist es die Eigenverantwortung der Gäste.»

Trotz Corona viele Buchungen in Gstaad

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Strasse in Gstaad
Legende: In Gstaad sind kaum Menschen unterwegs Thomas Pressmann/SRF

Entlang der Promenade in Gstaad ist es ruhig. Die meisten Geschäfte sowie die Restaurants sind geschlossen. Es sind nur wenige Menschen unterwegs. Das Bild täusche etwas, sagt Tourismusdirektor Flurin Riedi. «Es sind viele Leute in der Region – wir haben Hochsaison.» Die Ferienwohnungen und Hotels sind gemäss Riedi gut gebucht. «Das ist in dieser schwierigen Zeit nicht selbstverständlich». Trotzdem: Vor allem Luxus-Hotels, die auf ausländische Gäste ausgerichtet sind, leiden. Und auch den Geschäften und Restaurants entgehen Einnahmen, weil sie nicht öffnen dürfen.

SRF-Recherchen zeigen, dass es durchaus Vermieter gibt, die es mit der Fünf-Personen-Regel nicht so genau nehmen. Tourismusdirektor Flurin Riedi sagt: «Wir appellieren auch an die Vermieterinnen und Vermieter, dass sie die Gäste auf die Regeln aufmerksam machen.»

Die Polizei rückte schon aus

Dass sie 5-Personen-Regel auch bei der Miete von Ferienwohnungen gilt, wird aber kaum überprüft. Auch nicht von der Polizei. Ausser es gebe konkrete Hinweise, sagt Christoph Gnägi, Mediensprecher bei der Berner Kantonspolizei. «Es ist vereinzelt zu Einsätzen gekommen», sagt Gnägi. «Die meisten Personen zeigen Verständnis.»

Corona und Hochsaison

Derzeit leben wohl drei bis viermal mehr Leute im Saanenland als sonst im Jahr. Es ist Hochsaison und das Tourismusgeschäft läuft trotz Corona gut. Es besteht das Risiko, dass sich Gäste anstecken oder neue Virus-Mutationen in die Region gebracht werden. Gemeindepräsident Toni von Grünigen macht sich jedoch keine Sorgen. «Wir haben Schutzkonzepte», sagt er und erwähnt insbesondere das Drive-in Testzentrum in Schönried. «Die Leute sind vorsichtig und feiern auch keine grossen Partys.»

An die Vernunft appellieren: Diesen Weg hat auch Hotelleriesuisse gewählt. Der Schweizer Hotellerieverband rät seinen Mitgliedern dringend, die Gäste auf die geltenden Regeln aufmerksam zu machen.

HeuteMorgen, 07:00 Uhr

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Pascale von Planta  (Pascale)
    Die Beschränkung auf 5 Personen, oder die vormalige Beschränkung auf 50 Personen, dann gab es auch mal eine auf 10 Personen, usw. Dabei handelt es sich um arbitäre Festlegungen seitens BR. Will sagen der BR hätte genauso gut 6 / 11 / 51 vorschreiben können. Das ist wohl vielen Bürgern/innen bewusst, weshalb diese Begrenzungen etwas Irrationales haben. Ein praktisches Bsp.: Im Nov. mietet man eine Wohnung für die Sportsferien für 6 Personen und am 18. Jan. wird das verboten.
    Problematisch!
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Ich erwarte von Kantonen und Gemeinden, dass die 5-Personen-Regel in den Ferienwohnungen geprüft und durchgesetzt wird. Und es würde auch einmal wieder Zeit, die Skianlage vermehrt auf die Einhaltung der Vorschriften zu prüfen.
  • Kommentar von Heinz Michel  (Joshuatree)
    Liebe SRF wieso sehe ich keine Bilder und lese nichts wie sich die Leute in der Sportwoche in den Skigebieten verhalten? Könnte es sein dass bei der Publikation die Skigebiete geschlossen würden?
    1. Antwort von Rolf Huber  (RolfHuber)
      In welchen Skiort waren Sie, Hert Michel? Waren Sie überhaupt vor Ort oder machen Sie Ferndiagnosen vor dem PC? Ich war in den Skiferien. Es war herrlich.