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Gespräch mit Christoph Berger: Nebenwirkungen der Corona-Impfung
Aus Puls vom 04.01.2021.
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Coronavirus Corona-Impfung: Das antworten die Experten auf Ihre Fragen

Dr. Christoph Küng, Dr. Anita Niederer, PD Dr. Steve Pascolo, Prof. Philip Tarr und Dr. Bernhard Wingeier standen am Montagabend Rede und Antwort. Die zwölf wichtigsten Fragen und Antworten.

Angenommen ich bin positiv, weiss es aber nicht und lasse mich impfen. Was passiert?

Man geht davon aus, dass es keine Probleme geben sollte. Auf jeden Fall sollte man sich nur impfen lassen, wenn man symptomfrei ist.

Mich beunruhigt der Verzicht auf Langzeittests.

Die meisten möglichen Impfreaktionen treten kurz nach der Impfung oder spätestens nach 6 bis 8 Wochen auf. Dieser Zeitraum wurde durch die Zulassungsstudien abgedeckt, die zudem weiterlaufen.

Frauen werden in Medikamentenstudien häufig nicht bzw. zu wenig einbezogen. Handelt es sich auch hier um ein Erzeugnis, das v.a. für den Durchschnittsmann entwickelt wurde?

In heutigen klinischen Zulassungsstudien wird sehr darauf geachtet, dass das Verhältnis ausgewogen ist, sofern es nicht um die Behandlung einer Krankheit geht, die vor allem bei Männern oder Frauen vorkommt. Beim ersten in der Schweiz zugelassenen Impfstoff war das Verhältnis ziemlich genau 50:50.

Was ist alles im Impfstoff enthalten?

Siehe https://www.swissmedicinfo.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster (Suche nach «Comirnaty»).

Ich habe das Gefühl, es ist alles zu schnell gegangen.

Viele Grundlagen zur Herstellung dieser Impfungen waren dank jahrelanger Forschung schon vorhanden. Die RNA-Technologie hat es zudem ermöglicht, die Impfung schneller herzustellen als früher, als noch Millionen Hühnereier als Nährboden benutzt wurden.

Kann ich auf die Impfung verzichten, wenn ich Corona gut überstanden habe?

Gemäss neusten Studien kann man davon ausgehen, dass ein mindestens gleich guter Schutz vor einer Corona-Infektion wie durch die Impfung besteht. In nächster Zeit, mit Publikation von mehr Studien, wird sich diese Frage immer besser beantworten lassen.

Kann man mit der Impfung immer noch ansteckender Träger des Virus sein?

Das weiss man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Deshalb müssen sich auch geimpfte Personen weiterhin an die Hygieneregeln halten.

Ab wann schützt der Impfstoff gegen eine Infektion?

Der Impfstoff von Pfizer/Biontech schützt nach der 1. Dosis bereits etwa zu 50 Prozent. Die 95 Prozent Schutzwirkung sind eine Woche nach der 2. Impfdosis vorhanden. Der Moderna-Impfstoff schützt offenbar noch etwas rascher.

Worin besteht der Unterschied in der Herstellung des jährlich ändernden Grippeimpfstoffes zur Herstellung des Coronaimpfstoffes?

Die Grippeimpfstoffe bestehen aus ganzen Viren, die in Eiern produziert und inaktiviert werden. Die Anti-COVID-19-mRNA-Impfstoffe sind im Wesentlichen vegan und bestehen aus einer hochgereinigten synthetischen mRNA und vier hochgereinigten Lipiden.

Laut CDC sind rund 3 Prozent der Geimpften nach der Impfung «unfähig, normale tägliche Aktivitäten durchzuführen, arbeitsunfähig, benötigten Pflege durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal».

Bei der Impfung können ähnliche Reaktionen wie bei einer Covid-Erkrankung auftreten, in der Regel jedoch viel schwächer und von kurzer Dauer. Es ist eigentlich ein Zeichen, dass die Impfung wirkt, da der Körper reagiert.

Wo finde ich das originale Paper der Studien zu dem in der Schweiz zugelassenen Impfstoff?

Hier: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33301246/, Link öffnet in einem neuen Fenster

Wenn die injizierte mRNA innerhalb weniger Stunden abgebaut wird: Wie kann der Impfstoff in dieser kurzen Zeit effizient wirken?

Die mRNA wird sehr schnell in Proteine übersetzt. Diese Proteine lösen die Immunantwort aus.

Sendung zum Thema

Puls, 04.01.2021, 21:05 Uhr;

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