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Glückskette hat bisher 1.7 Millionen Menschen in Not unterstützt
Aus Tagesschau vom 12.03.2021.
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Coronavirus in der Schweiz Glückskette hat bisher 1.7 Millionen Menschen in Not unterstützt

  • Von den bei der Glückskette eingegangenen 43.5 Millionen Franken an Spenden sind seit Beginn der Sammlung «Coronavirus Schweiz» im März vor einem Jahr rund 40 Millionen für Nothilfe eingesetzt worden.
  • Laut der Stiftung erhielten 1.7 Millionen Menschen – subsidiär zu den staatlichen Hilfsmassnahmen – finanzielle Unterstützung, darunter viele Familien und Einzelpersonen in schwierigen Situationen.
  • Die Glückskette hat eine unabhängige Studie in Auftrag gegeben, die aufzeigen soll, wie effektiv die Hilfe umgesetzt wurde und welche Unterstützung in ähnlichen Krisen prioritär finanziert werden muss.

«Die Spendensammlung ‹Coronavirus Schweiz› wird wohl als intensivste Sammlung in die Geschichte der Glückskette eingehen», schreibt die Glückskette in einer Medienmitteilung. Sie begann am 23. März 2020.

Glückskette-Callcenter
Legende: Die Glückskette unterstützt im Rahmen der Sammelaktion «Coronavirus Schweiz» über Partnerorganisationen 200 Hilfsprojekte, davon laufen 73 im Moment noch. Keystone

Nur vier Tage nach Eröffnung des Spendenkontos habe bereits der erste Betrag für ein Hilfsprojekt der Caritas Schweiz gesprochen werden können – so schnell wie nie zuvor, so die Stiftung. Zudem sei bei dieser Sammelaktion der höchste Betrag innerhalb eines Jahres für die Sozialhilfe eingesetzt worden.

Studie: Weiterhin Lebensmittelpakete nötig

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Die Glückskette hat bei der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW und der Haute école de travail social et de la santé in Lausanne eine Studie in Auftrag gegeben. «Sie soll aufzeigen, was genau unsere Hilfe bewirkt und ob sie den dringendsten Bedürfnissen gerecht wurde. Das hilft uns, bei einer nächsten, ähnlichen Krise noch schneller, gezielter und effizienter zu handeln», erklärt Ernst Lüber, Leiter Programmabteilung.

68 von 91 angefragten Organisationen haben daran teilgenommen. Fast 60 Prozent von ihnen gaben an, dass der Anteil der Frauen, die während des Shutdowns ihre Unterstützung in Anspruch genommen haben, über die Hälfte betrug. Auch Minderjährige haben bei über 50 Prozent der Organisationen um Hilfe angefragt. 46 Prozent der Einrichtungen verteilten während des ersten Shutdowns meist wöchentlich oder gar täglich Lebensmittelpakete; 43 Prozent der Einrichtungen erbrachten diese Leistung auch danach, ein Viertel davon tut dies weiterhin wöchentlich bis täglich.

«Damit wurden – und werden weiterhin – so viele Menschen wie noch nie in unserem Land unterstützt», schreibt die Glückskette. 1.7 Millionen Menschen hätten Nothilfe erhalten. Ermöglicht hätten dies Partner wie die Caritas und das Rote Kreuz sowie weitere 124 nationale, regionale und lokale Organisationen. Das Sammelergebnis beläuft sich auf über 43.5 Millionen Franken. Davon wurden bis heute rund 40 Millionen Franken eingesetzt.

Mehr junge Menschen melden sich

Mit der Sofort- und Sozialhilfe erreiche man jene Menschen, die durch den ersten Shutdown und weitere Schutzmassnahmen von Bund und Kantonen in Not gerieten, teilt die Glückskette mit. «Die meisten von ihnen lebten schon vor der Pandemie unter schwierigen Umständen: Familien und Einzelpersonen am Existenzminimum sowie Sans-Papiers, Obdachlose, Migrantinnen und Migranten und Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter.» Auffällig sei, dass in den letzten Monaten vermehrt junge Menschen Hilfe in Anspruch nahmen.

Frauen in Schürzen füllen Harassen mit Lebensmitteln
Legende: Beiträge für finanzielle Unterstützung, soziale Hilfe und Beratung oder Lebensmittelhilfen waren und sind besonders gefragt. Aber auch psychologische Hilfsangebote seien nötig, so die Glückskette. Keystone

Glückskette-Direktor Roland Thomann betont, dass das Sammelkonto «Coronavirus Schweiz» nach wie vor für Spenden offen sei. «Wir sehen deutlich, dass die Not längst nicht vorüber ist. Die Spenden haben wir für die Soforthilfe eingesetzt, sie sind nun fast gänzlich aufgebraucht. Wir können nur noch punktuell sehr spezifische Hilfe finanzieren. Eine breit angelegte Spendensammlung wie im letzten Frühling ist derzeit nicht geplant.»

So verteilt sich die Hilfe der Glückskette

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Die Hilfe verteilt sich über alle drei Landesteile:

  • 45 % Westschweiz
  • 40 % Deutschschweiz
  • 15 % Tessin

Fast die Hälfte geht an die Bewohnerinnen und Bewohner der fünf grössten Schweizer Städte:

  • Basel
  • Bern
  • Genf
  • Lausanne
  • Zürich

Glückskette sammelt für Corona-Betroffene

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Die Glückskette ruft mit Unterstützung der SRG SSR zum Spenden für Menschen auf, die wegen der Coronakrise in eine Notlage geraten. Die gesammelten Gelder werden für Sofort- und Sozialhilfe in der Schweiz eingesetzt. Anders als bei regulären Sammlungen können aus logistischen Gründen infolge der Coronavirus-Pandemie keine nationalen Telefonzentralen für Spendenversprechen organisiert werden. Die Glückskette nimmt Spenden online auf www.glueckskette.ch , Link öffnet in einem neuen Fensteroder per E-Banking auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Coronavirus» entgegen.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 11.03.2021, 06:31 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Katica Öri  (Katiöri)
    Mich irritiert, dass wenn Menschen die Glückskette als Zusatz Unterstützung braucht ist die staatliche Unterstützung extrem unzureichend. Am Anfang der Pandemie wurde fast schon heilig versprochen die Bevölkerung unbürokratisch zu helfen. Tja hier sind man die Reichen bekommen und die anderen sieht selber wo ihr bleibt. Vor der Pandemie war ich überzeugt, dass unsere Regierung gute Arbeit leistet, was ja in normalen Zeiten einfach ist. Jetzt habe das Vertrauen komplett verloren.
  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Weitgereister)
    Die Glückskette bauscht ihre Erfolge unnötig auf. Letztendlich sind es im Durchschnitt gerade mal 25 Fr. pro Person.